Fußball

Er muss unbedingtes Vertrauen spüren

Axel Kilz zeigt beim Fußball-Oberligisten Cronenberger SC erfolgreich die Richtung an. Archivfoto: Andreas Fischer
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Axel Kilz zeigt beim Fußball-Oberligisten Cronenberger SC erfolgreich die Richtung an.
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Fußball: Axel Kilz hat als Trainer und Lehrer in Remscheid seine Spuren hinterlassen

Es können nicht viele von sich behaupten, schon einmal gemeinsam mit André Stocki, Carsten Pröpper, Martin Tilner und Zdenko Kosanovic Fußball gespielt zu haben. Axel Kilz gehört dazu. Wenn es auch nur wenige Wochen waren, die er im Kader des damaligen BVL 08 mittrainieren durfte, so wird er die Zeit doch nicht vergessen. Der 48-Jährige war damals noch A-Jugendlicher des Vereins und durfte oben vorspielen – beim damaligen Fast-Zweitligisten (der Aufstieg folgte wenig später). Trainer war Ende der 80er-Jahre niemand anderes als Detlef Pirsig. Dessen Co hieß Friedhelm Vos. „Das war für uns eine tolle Sache“, sagt Kilz, der nicht der einzige Jugendliche war, der sich präsentieren konnte. „Jörg Musset ist damals als Einziger oben hängengeblieben“, weiß er noch, dass sein Mitspieler, heute Sportlicher Leiter beim SSV Bergisch Born, den Sprung in die 1. Mannschaft schaffte.

Auf alle Fälle ein prägendes Erlebnis für den fußballverrückten Kilz, der auch diese (kurze) Erfahrung in seine folgende sportliche Vita mit einfließen ließ. Der Ehemann und Vater eines Sohnes, der mit seiner Familie in Wuppertal-Ronsdorf wohnt, ist mittlerweile Trainer des Cronenberger SC, hat den Oberligisten zu Saisonbeginn übernommen.

Eine schwierige Aufgabe mit einer blutjungen Mannschaft, die er bis zur Coronapause prima bewältigt hat. Die Vereinsverantwortlichen sind jedenfalls so beeindruckt vom Fußballsachverstand Kilz´, dass sie kürzlich erst den Vertrag vorzeitig verlängert haben. Keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in welchen das Virus viele Planungen erst einmal in die Warteschleife befördert hat.

Hat überwiegend gut lachen: Axel Kilz.

Irgendwie aber auch eine logische Konsequenz, blickt man auf seine fußballerischen Stationen als Trainer. Kilz hat es immer gut mit jungen Spielern gekonnt. Man denke nur an die B-Jugend des Wuppertaler SV, die er in die Bundesliga geführt hat. Er liebt es, Fußballer zu entwickeln. Sie besser zu machen. Ist dabei kommunikativ, offen und kompetent.

Während seines Studiums an der Deutschen Sporthochschule in Köln hat der gebürtige Schwelmer seine B-Lizenz gemacht, kam dabei in Kontakt mit Koryphäen wie Gunnar Gerisch und Gerd Merheim und hat drei Monate beim 1. FC Köln hospitiert. „Es war eine tolle Zeit“, sagt Kilz. Und meint damit auch, dass er seine heutige Frau an der Spoho kennengelernt hat. Sie ist Aachenerin.

„Es war eine tolle Zeit beim 1. FC Klausen!“

Axel Kilz, Fußballtrainer

Auch im Fußballkreis Remscheid hat Kilz als Trainer seine Spuren hinterlassen. Den BV Burscheid hat er drei Jahre gecoacht, spielte mit diesem in der Bezirksliga. Und die zwei Jahre beim 1. FC Klausen beschreibt er als „tolle Zeit“. Mit guter Kumpanei, mit Sommerfesten, mit Abschlussfahrten nach Mallorca. Ja, und fußballerisch war es auch nicht die schlechteste Phase auf dem Blaffertsberg.

Genauso viele Leute, die Kilz als Fußballtrainer kennen, dürften ihn als Lehrer erlebt haben. Er ist als Quereinsteiger ins Schulwesen gekommen, hat von 2001 bis 2012 an der Hauptschule Hackenberg Sport und Mathematik unterrichtet. Seitdem ist er in Küllenhahn tätig – in der Friedrich-Bayer-Realschule, einer sogenannten Partnerschule des Leistungssports. Auch dort hat er viele Möglichkeiten, Dinge zu bewegen und voranzutreiben. Beispiel gefällig? Im Jahr 2012/2013 hat er die Schule im Fußball zur Deutschen Vize-Meisterschaft geführt. Lediglich das Finale in Leipzig ging für die Wuppertaler B-Jugendlichen verloren. Als „unvergessliche vier Tage in Berlin“ sortiert er das Erlebnis ein.

Kurz: Kilz ist ein Trainer, der Vertrauen spüren muss. Dann liefert er auf seine unnachahmliche Art. Redegewandt, kenntnisreich und gut vernetzt. Das werden sie sicher auch beim TSV Ronsdorf bestätigen, wo er B-Jugend, A-Jugend, 2. und 1. Mannschaft trainiert hat. „Besonders die Landesligaderbys gegen den FCR haben Spaß gemacht“, sagt er. Ein interessanter Typ, dieser Axel Kilz, dessen fußballerischer Weg Überraschungen bereit halten könnte.

Persönlich

Als Spieler des jüngeren Jahrgangs in der B-Jugend war Peter Pilz bei der SG Hackenberg der Trainer von Axel Kilz. Später, beim BVL 08, wurde Kilz von Reiner Lieberts gecoacht. Seine Lieblingspositionen waren die im zentralen Mittelfeld, wo er mal als Sechser, mal als Achter fungierte. Sohn Jannis (Bayer Wuppertal) könnte in seine Fußstapfen treten.

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