Rollhockey

Enge Kiste: Es ist zweimal knapp und unglücklich

Trotz der zwei Treffer von Yannick Peinke stolperte die IGR Remscheid im Derby gegen den RSC Cronenberg. Foto: Michael Sieber
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Trotz der zwei Treffer von Yannick Peinke stolperte die IGR Remscheid im Derby gegen den RSC Cronenberg.
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Rollhockey-Frauen und -Männer der IGR verlieren ihre Bundesligaduelle gegen den RSC Cronenberg.

Von Andreas Dach

Vier Teams, zwei Spiele, ein großer Sieger – der bergische Rollhockeytag in der Sporthalle Hackenberg spülte den RSC Cronenberg als Gewinner zweier dramatischer Bundesligaduelle hervor. Erst gewannen die Wuppertaler Frauen mit 5:3 (3:2), dann die Männer mit 4:3 (1:2). Und trotzdem hatte die IGR Remscheid Grund zur Freude. Doch der Reihe nach . . .

Was war das wieder für eine stundenlange „Werbeveranstaltung“ für Rollhockeysport auf oberem deutschem Niveau. Den Anfang machten die Frauen, die sich ein packendes Duell mit dem besseren Ende für die Gäste lieferten. Das war nicht unverdient, gleichzeitig aber auch unnötig. Denn: Hätte die erstmals von Cheftrainer Jochen Thomas gecoachte Mannschaft ihre Chancen genutzt, wäre mehr möglich gewesen. Auf der anderen Seite musste allerdings auch Torfrau Annabell Pillenkamp mehrfach in größter Not retten.

Es bleibt spekulativ – und doch sei die Frage erlaubt: Was wäre gewesen, wenn nicht IGR-Nationalspielerin Annika Zech bereits in der ersten Hälfte mit einer Verletzung am Fußgelenk ausgeschieden wäre? „Ich wollte bremsen, um schnell zurückzulaufen“, schilderte sie die bittere Situation. „Dabei bin ich umgeknickt.“ Jochen Thomas dachte schon weiter: „Hoffentlich bestätigt sich nicht die Befürchtung eines Bänderrisses.“ Dreifache Torschützin bei der IGR war Lea Steinmetz, die für die 2:1-Führung sorgte und später auf 3:4 verkürzte.

Noch mehr Spannung und Dramatik gab es beim Spiel der Männer. Es nötigte größten Respekt ab, wie sich der Gastgeber mit seinem personell arg gebeutelten Team gegen eine Niederlage stemmte und über weite Strecken sogar für einen Sieg in Frage kam. Letztlich sollte es nicht reichen. Die Entscheidung fiel 55 Sekunden vor Schluss und verwandelte die Sporthalle Hackenberg in eine grün-weiße Partyzone.

„Auf Dauer kann man das nicht kompensieren!“

Tim Meier, IGR-Cheftrainer

„Auf Dauer kann man nicht kompensieren, wenn drei Stammkräfte ausfallen“, sagte Trainer Timo Meier. Und verwies auf das Fehlen von Alexander Ober, Fabian Selbach und Eric Krämer. Letzteren hatte es mit einer schweren Grippe noch kurzfristig erwischt. Zur Sicherheit wurde ein PCR-Test gemacht, der aber negativ ausfiel. Für Krämer wurde Joshua Dutt in den Kader berufen.

Beide Teams wollten die Punkte. Unbedingt. Für das bergische Ehrgefühl. Und für eine Verbesserung der Tabellensituation. Wie sehr die IGR sich ins Spiel biss, verdeutlichte der Auftritt von Yannick Peinke. Der Kapitän sorgte nicht nur für das 1:0 (7.), sondern in Unterzahl – Til Cramer saß seine blaue Karte ab – auch nach einer grandiosen Einzelleistung für das 2:1 (16.).

Dem hatten die Gäste große Moral entgegenzusetzen. Selbst die neuerliche IGR-Führung (3:2, 35.), herausgeschossen durch Daniel Strieder, ließ sie nicht resignieren. Nach Thomas Köhlers Ausgleich (3:3, 43.) hatte die IGR noch die Riesenchance zum Sieg. Doch Peinke traf nur den Pfosten (48.). So setzte der RSC durch Adrian Börkei den Schlusspunkt (50.).

Marcell Wienberg überreichte den Scheck an Thomas Beck und Georg Feldhoff (v.l.).

Und warum hatten die Remscheider trotzdem Grund zur Freude? Der Förderverein Penalty überreichte dem Vorstand in Person von Georg Feldhoff und Thomas Beck in der Halbzeit einen Scheck in Höhe von 3333 Euro für Anschaffungen im Jugendbereich. Dazu mehrere Sätze mit Trinkflaschen für alle Nachwuchsteams. Ganz klar: Marcell Wienberg, Elmar Spilles und Kira Decius leisten im Förderverein ganze Arbeit.

Kreislaufprobleme

Als die Männerpartie zwischen IGR und RSC in die zweite Hälfte startete, wurde Yannick Peinke vermisst. Der Spielführer hatte nach einer Erkältung Kreislaufprobleme, musste sich in der Kabine ein paar Minuten hinlegen. Später kam er wieder.

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