Mein Blick auf die Woche im Sport

Einige Fans muss man mit Verachtung strafen

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Was die Unterstützung der eigenen Fans bewirken kann, wurde am vergangenen Sonntagnachmittag im dritten Play-off-Halbfinale in der Glück-Auf-Arena in Hamm deutlich.

Von Peter Kuhlendahl

Da peitschten die IGR-Anhänger ihr Team lautstark und immer fair nach vorne. Der Funke sprang über. Der Remscheider Rollhockey-Bundesligist spielte auch dank dieser Unterstützung groß auf und hatte den Deutschen Meister Germania Herringen am Rande einer Niederlage. Dass der sich am Ende doch knapp durchsetzte, hatte dann bekanntlich mit einer großen Portion Glück zu tun.

Fast zeitgleich, rund 80 Kilometer entfernt, zeigten sich dagegen die Fans des FC Remscheid mal wieder von ihrer schlechtesten Seite. In der Partie der Fußball-Landesliga gegen Genc Osman Duisburg kam es aus dem Fanblock zu rassistischen Rufen gegen einen Gästespieler. Der Schiedsrichter musste die Partie unterbrechen und der Stadionsprecher einschreiten.

Dieser unsägliche und dämliche Auftritt eines Teils der Anhängerschaft dürfte nun dem Verein die nächste satte Geldstrafe bescheren. Eine solche flatterte dem Club erst vor wenigen Tagen ins Haus. Einige hundert Euro kostet das Zünden von Bengalos vor zwei Wochen beim Derby in Wermelskirchen. Bestraft wurde auch ein Schubsen des Schiedsrichters eines eindeutig dem FCR zuzuordnen Anhängers nach Spielende.

Was bleibt, ist die Frage, wie man mit diesen negativen Auswüchsen nun umgeht. Eine Möglichkeit wäre es, sie mit Verachtung zu bestrafen. Da sind in erster Linie die FCR-Spieler gefragt. Obwohl es auch Anhänger trifft, die sich zu benehmen wissen, sollten die Akteure davon Abstand nehmen, vor den Fan-Block zu treten und sich gegenseitig zu feiern. Vielleicht rüttelt den einen oder anderen dies dann endlich auf. Möglicherweise nehmen auch die Anhänger auf die schwarzen Schafe in ihren eigenen Reihen Einfluss. Und wer sich weiter daneben benimmt, sollte ein Stadionverbot bekommen.

TOP Die IGR Remscheid zeigte am Sonntag trotz der Niederlage eine grandiose Leistung und machte ordentlich Werbung für das Rollhockey.

FLOP Die Fußballerinnen der TS Struck. Die schenkten das Halbfinale gegen Hilgen kampflos ab, da sie nicht genügend Spielerinnen zusammenbekamen.

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