Handball

Eines haben alle Aktiven gemeinsam

Beim eigenen Turnier vor wenigen Wochen traf Landesliga-Aufsteiger HC BSdL auf Ligakonkurrent ATV Hückeswagen.
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Beim eigenen Turnier vor wenigen Wochen traf Landesliga-Aufsteiger HC BSdL auf Ligakonkurrent ATV Hückeswagen.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Analyse: Am kommenden Wochenende starten sämtliche Handball-Ligen in die neue Saison.

Auf das kommende Wochenende haben alle seit Wochen und Monaten hingearbeitet. Die einen entsprechend ihrer Liga professionell, die anderen mehr oder weniger als Hobby. Eines haben aber alle Handballer gemeinsam: Die Vorfreude, dass es endlich wieder um Punkte geht, ist groß. In der folgenden Analyse geben wir einen Überblick, was uns in der Saison 2022/23 erwartet.

In welchen Ligen sind die Vereine aus unseren Verbreitungsgebiet im Einsatz?

Von den Niederungen der Kreisliga bis zur 3. Liga sind bei den Männern alle Klassen mit Ausnahme der Oberliga besetzt. Bei den Frauen von Kreis- bis zur Oberliga.

Wer ist das Aushängeschild und wie sind seine Ziele?

Der Bergischen Panther sind längst eine feste Größe in der 3. Liga. Das Team, das seine Heimspiele in Hilgen und Wermelskirchen bestreitet, geht mit gebotener Zurückhaltung in die Saison und hat als oberstes Ziel den Klassenerhalt. Dies sollte zwar gelingen. Allerdings sind die Panther aktuell vom Verletzungspech gebeutelt.

Auf Platz zwei rangiert die HG Remscheid. Wie ist die Situation beim Regionalligisten?

Zunächst mal muss sich die HGR eine weitere Woche gedulden, da sie beim Saisonstart spielfrei ist. Los geht es für sie am Freitag, 9. September, mit einem Heimspiel gegen den TV Korschenbroich. Am eigentlichen Heimspieltag (am Samstag) ist die Halle Neuenkamp besetzt. Aufgrund personeller Probleme gehen die Remscheider mit gebremstem Optimismus an den Start. Falls das Team komplett ist, kann es durchaus im oberen Tabellendrittel mitmischen.

Warum geht der einzige Verbandsligist mit einem Stirnrunzeln in die Saison?

Weil man bei der 2. Mannschaft der Bergischen Panther kaum von einer effektiven Vorbereitung sprechen kann. Aus den unterschiedlichen Gründen stand oft nur eine Handvoll Spieler zur Verfügung. In den vergangenen Jahren war stets der Aufstieg das Ziel. Davon spricht aktuell keiner. Dabei ist die Liga in der kommenden Spielzeit schwächer besetzt als in der Vergangenheit.

Die Landesliga ist die Spielklasse der Derbys.

Nachdem der ATV Hückeswagen in der vergangenen Saison doch noch die Kurve bekommen hat und der HC BSdL aus Remscheid aufgestiegen ist, tummeln sich nun insgesamt sechs „unserer“ Clubs in dieser Klasse. Neben dem Duo sind das der Wermelskirchener TV, die HSG Radevormwald/Herbeck, die 2. Mannschaft der HGR und die 3. Mannschaft der Panther.

Mit welchen Ambitionen geht das Sextett in Rennen?

Vorab: Das Gerücht, dass es in der neuen Saison zu einem erhöhten Abstieg kommen würde, wird bei einem Blick in die Durchführungsbestimmungen vom Tisch gewischt. Der Tabellenletzte und -vorletzte der 14er-Gruppe müssen auf alle Fälle runter. Unter Umständen kann es bei einem erhöhten Abstieg aus der Verbandsliga auch den Drittletzten treffen. Sowohl der ATV als auch die Rader, die in den vergangenen Jahren immer oben mitgemischt haben und einen personellen Aderlass hinnehmen mussten, haben den Klassenerhalt als Ziel ausgerufen. Auch die Panther III werden sich strecken müssen, um die Liga zu halten. Der HC BSdL dürfte eine Saison im ruhigen Fahrwasser bestreiten. Dem WTV und der HGR II ist durchaus zuzutrauen, oben mitzumischen.

In der Bezirksliga wird endlich wieder eine „normale“ Saison gespielt.

Die Unsicherheiten ob der Pandemie hatten im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass zunächst in zwei Staffeln und dann in verschiedenen Gruppen um den Aufstieg und gegen den Abstieg gespielt wurde. Nun gibt es wieder eine 14er-Staffel. Da der HC BSdL aufgestiegen ist und die 2. Mannschaft der HSG Rade/Herbeck zurückgezogen wurde, gehen nun aus unserem Verbreitungsgebiet der Lüttringhauser TV, der HC BSdL II, der Wermelskirchener TV II und die Bergischen Panther IV ins Rennen.

Panther-Trainer Marcel Mutz blickt sehr gespannt auf die Saison in der 3. Liga, die am Wochenende beginnt.

Bei den Frauen gibt es zwei Ober- und einen Verbandsligisten.

Die HSG Radevormwald/Herbeck profitierte davon, dass Verbandsligameister SV Wipperfürth auf den Aufstieg verzichtete. Allerdings dürfte es für die Bergstädterinnen sehr schwierig werden, den Klassenerhalt zu schaffen. Derweil gehören die Handballerinnen der Panther fast schon zum Inventar in der Liga und werden auch in der neuen Saison wenig Mühe haben, die Klasse zu halten. Das dürfte auch für die Frauen des Wermelskirchener TV in der Verbandsliga der Fall sein.

Welche Frauenteams sind in der Landes- und Bezirksliga im Einsatz?

Jeweils die 2. Mannschaften des WTV und der Panther spielen in der Landesliga. Insgesamt nur noch neun Mannschaften sind in der Bezirksliga am Start. Darunter der Lüttringhauser TV und die 2. und 3. Mannschaft der HSG Radevormwald/Herbeck.

Von den letzten drei Spielzeiten wurden zwei wegen der Pandemie abgebrochen. Sind Vorkehrungen getroffen worden?

Die Funktionäre haben in den Durchführungsbestimmungen reagiert. Zitat: „Sollte aufgrund höherer Gewalt nicht zu Ende gespielt werden, wird die Saisonwertung auf der Grundlage der Quotientenregelung zum Zeitpunkt des Abbruchs vorgenommen.“ Allerdings müssen die Hälfte der Spieltage absolviert worden sein. Sonst wird die Saison annulliert. Die Regelung ist allgemein gehalten, da nicht nur wegen der anhaltenden Pandemie keiner weiß, was der Herbst und Winter bringt. Auch die drohende Energiekrise schwebt wie ein Damoklesschwert über der neuen Saison.

Die eine oder andere Regeländerung gibt es immer wieder. Worauf müssen sich alle Beteiligten einstellen?

Es gibt drei neue Regeln, die für Gesprächsstoff sorgen werden. Mit einer soll der Torhüter besser geschützt werden: Ein Feldspieler, der frei zum Wurf kommt und den Keeper am Kopf trifft, wird mit einer Zeitstrafe sanktioniert. Zwei weitere sollen das Spiel noch schneller machen. In allen Klassen dürfen nach dem Passivzeichen der Schiedsrichter nur noch vier statt bisher sechs Pässe gespielt werden. An der Mittellinie gibt es nun auch eine neue Anwurfzone, die einen Durchmesser von vier Metern hat. Dies bedeutet, dass man beim Anwurf bereits in der Hälfte des Gegners steht. In Hallen, in denen es diese neue Markierung noch nicht gibt, muss diese provisorisch angebracht werden.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken ausführlich nach. Gibt es Fragen, die unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? In der aktuellen Analyse befassen wir uns dem Saisonstart der Handballer. Am nächsten Wochenende wird in allen Ligen von der 3. Liga abwärts bis in die Kreisliga wieder nach der langen Sommerpause um Punkte gespielt.

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