Rollhockey

Eine Portion Ungewissheit bleibt

In wenigen Tagen hört der Nachwuchs des spanischen Erstligisten Reus Deportiu auf das Kommando von Markus Feldhoff. Archivfoto: Holger Battefeld
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In wenigen Tagen hört der Nachwuchs des spanischen Erstligisten Reus Deportiu auf das Kommando von Markus Feldhoff.

IGR-Trainer Markus Feldhoff hat sein Auslandsjahr in Spanien angetreten.

Von Peter Kuhlendahl

Es ist beziehungsweise war durchaus eine Reise ins Ungewisse. Seit wenigen Tagen ist Markus Feldhoff im katalonischen Reus. Dort, knapp 90 Minuten Autofahrt westlich von Barcelona entfernt, ist für die nächsten 12 Monate sein Zuhause. Beim spanischen Erstligisten Reus Deportiu bildet sich der Trainer der IGR Remscheid in Sachen Rollhockey weiter und wird ein Jugendteam coachen. „Ich habe es vor Ort prima angetroffen“, berichtet Feldhoff am Telefon. Und alles andere müsse man aufgrund der Corona-Pandemie nun abwarten.

Wie zum Beispiel ganz aktuell seine geplante Kurzrückkehr Anfang September nach Deutschland. Am 5. und 6. September soll in der Sporthalle Hackenberg in Lennep die Deutsche Meisterschaft der U15, das Team, das Feldhoff neben den Bundesliga-Frauen der IGR gecoacht hat, stattfinden. Der 27-Jährige will sein Ex-Team in der heimischen Halle unterstützen und hofft, dass er diesen Plan auch umsetzen kann. „Nachdem die Reisewarnung am Freitag für Spanien verhängt wurde, habe ich mich bereits erkundigt, was ich im Fall eines Rückfluges machen muss. Direkt gegenüber meiner Wohnung ist eine Teststation. Und hier in Spanien hat man innerhalb von 24 Stunden das Testergebnis. Alles andere muss man sehen.“

„Die Saison 2019/20 ist in Spanien erst vor wenigen abgebrochen worden.“

Markus Feldhoff, Rollhockey-Trainer

Abwarten muss Feldhoff auch, wie sich die Situation sportlich auf der iberischen Halbinsel entwickelt. Dort gibt es noch keinen Plan, wann die Saison losgeht. Feldhoff: „Die Spielzeit 2019/20, die bisher lediglich unterbrochen war, ist vor wenigen Tagen erst endgültig abgebrochen worden.“

Also muss auch Annika Zech warten. Die Bundesligaspielerin der IGR ist ebenfalls in Reus, das mit knapp 100 000 Einwohnern fast so groß wie Remscheid ist. Zech wird bei Deportiu in der 1. Mannschaft spielen, die allerdings in die 2. Liga abgestiegen ist. Außerdem wird die 17-Jährige auch im Nachwuchsbereich arbeiten. Da Zech erst in wenigen Tagen volljährig wird, hat ihre Mutter sie auf der Hinreise begleitet, da in Spanien noch einige offizielle Dinge erledigt werden mussten.

Auf dieser Außenanlage im katalonischen Reus soll der Trainingsbetrieb bald beginnen.

Feldhoff hatte sich in seinen bis unters Dach vollgepackten Kleinwagen gesetzt und die 1400 Kilometer fast in einem Rutsch absolviert. In Reus leben die Remscheider nun in einer großen Wohnung des Vereins. Die hat neben Gemeinschaftsräumen fünf Zimmer. Neben Zech und Feldhoff sind dort zwei chilenische Spieler der 1. Herren-Mannschaft untergebracht. Eventuell kommt noch eine Spielerin dazu, da Deportiu noch auf der Suche nach einer Torhüterin ist.

In dieser Woche soll auch die Trainingsarbeit beginnen. „So ist es geplant. Ich glaube auch, dass wir starten. Die Anzahl der Neuinfizierten mit dem Corona-Virus ist hier wesentlich geringer als zum Beispiel in den Großstädten oder im Großraum Madrid“, berichtet Feldhoff. Außerdem seien die Hygienemaßnahmen, die eingehalten werden müssen, wesentlich schärfer als in Deutschland. Von Vorteil sei, dass das Trainingsgelände über eine Außenbahn verfüge.

Bei allen Ungewissheiten der vergangenen Wochen und Monate ist Feldhoff übrigens nie auf die Idee gekommen, die Reise und den einjährigen Aufenthalt in Spanien aufgrund der Corona-Pandemie und den Auswirkungen abzusagen. „Und wenn es ganz hart kommt und es wieder einen Lockdown gibt, miete ich mir ein Haus am Meer. Es gibt Schlimmeres“, betont er mit einem Lachen.

Kontakt

Seit sieben Jahren gibt es den Kontakt zwischen Markus Feldhoff und dem spanischen Erstligisten. Reus Deportiu war 2013 in Remscheid im Europapokal zu Gast und beobachtete ein Training, das Feldhoff bei der U13 der IGR leitete. Daraufhin ist er vom Trainer und Sportdirektor angesprochen worden, und sie hatten ihn zu einem Jugend-Camp nach Spanien eingeladen. Dort war Feldhoff dann einige Male zu Gast. Schließlich wurde die Idee geboren, dass er ein Jahr beim Erstligisten verbringt.

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