Rollhockey

Ein Werkzeugkoffer gibt Hoffnung

Maskenmann Alexander Ober sorgte für die frühe Führung der IGR Remscheid. Danach lief beim Rollhockey-Bundesligisten aber für lange Zeit fast gar nichts mehr zusammen.
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Maskenmann Alexander Ober sorgte für die frühe Führung der IGR Remscheid. Danach lief beim Rollhockey-Bundesligisten aber für lange Zeit fast gar nichts mehr zusammen.
  • Andreas Dach
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Die Bundesliga-Saison startet für die IGR Remscheid mit Sieg und Niederlage.

Von Andreas Dach

Nach der ernüchternden 2:7 (1:5)-Niederlage der IGR Remscheid zum Auftakt der Rollhockey-Bundesliga gegen SK Germania Herringen wird Trainer Marcell Wienberg an einigen Stellschrauben drehen müssen, um seine Mannschaft in der Saison 2022/2023 auf Kurs zu bringen. Wie passend, dass Sohn Noah der große Gewinner einer Verlosungsaktion war. Der Spieltag wurde von der Firma Cimco präsentiert. Sie hatte einen Werkzeugkoffer zur Verfügung gestellt. Wer weiß: Vielleicht darf der Papa sich ja bei seinem Filius mal bedienen, der den Gewinn in der Halbzeit überreicht bekam.

Zu diesem Zeitpunkt lag der enttäuschende Gastgeber schon deutlich zurück und hatte alles vermissen lassen. Wie die nötige Aggressivität, wie Mut, wie den Glauben an sich selbst. „Das war gar nichts“, stellte Kapitän Yannick Peinke später selbstkritisch fest. „Die zweite Halbzeit war dann gut.“ Sekunden später relativierte er: „Zumindest besser.“

Das sah Wienberg ähnlich: „Den ersten Abschnitt haben wir verpennt, im zweiten haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Allesamt Aussagen, die den Punkt trafen und die deutlich machen: Auf die IGR kommt noch viel Arbeit zu, wenn die Spielzeit erfolgreich gestaltet werden soll.“ Der Doublesieger aus Herringen war schlicht in allen Belangen besser – und das ohne Kevin Karschau, der wahrscheinlich erst zu den Play-offs wieder zur Verfügung stehen wird.

„Jetzt wissen wir, wo wir stehen!“

Marcell Wienberg, IGR-Trainer

Die Anfangsphase des Gastgebers war noch einigermaßen in Ordnung gewesen. Nach der frühen Führung durch Alex Ober (6.) konnte man an einen guten Verlauf glauben. Der Nationalspieler, der gemeinsam mit Daniel Strieder am Sonntag an einem Training der Nationalmannschaft in der Halle Hackenberg teilnahm, war der Hingucker des Tages und hatte schnell einen neuen Spitznamen weg: Phantom der Ober. Eine witzige Anspielung auf das Musical Phantom der Oper, das seit vielen Jahren Zuschauerrekorde bricht.

Ober war nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Maske aufgelaufen, die er nach eigenen Angaben vermutlich beim Training und bei den Spielen für zwei Monate tragen wird: „Es muss sich ja schließlich lohnen.“ Wie bitte? „Na, das Ding hat 500 Euro gekostet.“

Eine Investition, die sich noch nicht ausgezahlt hat. Ober und auch alle anderen brachten erst nach dem Seitenwechsel die Tugenden auf, die es gegen Herringen braucht. Schön zu sehen, dass einer der jungen Akteure seine Chance beim Schopfe packte und sich gegen die (hohe) Niederlage stemmte. Ole Kaldasch war flott auf den Rollschuhen unterwegs, zeigte keine Angst. Ganz klar: Ihm gehört die Zukunft bei der IGR, die in der 31. Minute durch Daniel Strieder auf 2:5 verkürzte. Da waren die Remscheider am Drücker und hätten die Partie noch spannend machen können. Doch: Wer zwei Sechser und einen Direkten vergibt, dazu noch keinen Vorteil aus einem Überzahlspiel zieht, braucht nicht wirklich an einen Erfolg zu glauben. Trainer Marcell Wienberg: „Jetzt wissen wir, wo wir stehen.“ Gut, dass es da einen Werkzeugkoffer in der Familie gibt.

Prost auf den gelungenen Saisonstart: Bei den IGR-Frauen fluppte es schon sehr gut.

Grund zu strahlenden Gesichtern gab es bei den Frauen der IGR Remscheid, die mit einem 9:0 (3:0)-Sieg gegen die Moskitos Wuppertal in die neue Saison starteten. Das sah schon richtig gut aus. Die Kugel lief leicht und locker durch die eigenen Reihen, Tore waren die logische Folge. Spanien-Rückkehrerin Sophia Giersch, Celina Söhngen und Anna Behrendt legten bis zur Pause beruhigend vor. Lediglich während der ersten 15 Minuten hatte das Abwehrbollwerk des bergischen Nachbarn dem Druck der IGR standgehalten.

Nach dem Seitenwechsel begann das fröhliche Scheibenschießen. Noch dreimal Sophia Giersch, Annika Zech, Sara Sousa und Anna Behrendt sorgten für den Endstand. Dabei wäre sogar noch ein deutlicherer Sieg möglich gewesen. Saphira Giersch freute sich: „Es ist schön, wieder zu Hause zu sein.“

DRIV-Pokal

Bereits am 10. Dezember gibt es für die IGR-Männer in Hackenberg ein Wiedersehen mit Germania Herringen. Für das Achtelfinale des DRIV-Pokals wurde diese Knüllerpaarung gezogen. Dann spielen die IGR-Frauen bei der SG Griffins (Böhlitz/Allstedt).

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