Handball

Egger und der WTV: Trennung im Sommer

Nach fünf Jahren am Schwanen wird für Marc Egger im Sommer Schluss sein. Begeistert ist er nicht darüber. Foto: Doro Siewert
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Nach fünf Jahren am Schwanen wird für Marc Egger im Sommer Schluss sein. Begeistert ist er nicht darüber.
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Handballerinnen stellen sich neu auf – Lichius und Schwirblat übernehmen das Verbandsligateam

Die Handballerinnen des Wermelskirchener TV und ihr Trainer Marc Egger gehen nach der weiterhin unterbrochenen Saison getrennte Wege. Das ist das Resultat einer unterschiedlichen Vorstellung davon, wie es mit dem Verbandsligisten weitergehen soll. „Ich finde das sehr schade, weil wir etwas aufgebaut haben“, sagt Egger, „aber ich akzeptiere und respektiere die Entscheidung des Vereins.“ Bis Saisonende will er seine Arbeit beim WTV mit voller Konzentration fortsetzen und sich anschließend einer neuen Herausforderung stellen.

Die skeptischen Blicke täuschen: Cordula Schwirblat und Rudi Lichius freuen sich darauf, in der kommenden Spielzeit für die Verbandsliga-Frauen des WTV tätig zu sein.

Der Verein begründet den Entschluss in einer E-Mail des sogenannten Leitungsteams, welchem unter anderem Männerwart Marc Johann und Frauenwartin Nicole Heidemeyer angehören. Darin heißt es: „Wegen der dünnen Personaldecke innerhalb des Verbandsliga-Teams konnte Marc Egger dem Vorstand keine klare Zusage für eine weitere Zusammenarbeit über die Saison hinaus geben. Wir bedanken uns für das gute Miteinander in den vergangenen Jahren.“ Gleiches gilt für den bisherigen Co-Trainer Tim Micus, der sich bereits zum Ende vergangenen Jahres aufgrund der Doppelbelastung auf eigenen Wunsch seinen neuen Aufgaben beim Neusser HV zugewandt hat.

Nach Schwankungen läuft es diese Saison wieder besser

Egger hatte bei den Wermelskirchenerinnen die Nachfolge von Steffi Osenberg angetreten und war zur Saison 2016/17 am Schwanen eingestiegen. Schon damals leitete er einen Verjüngungsprozess ein und etablierte das Team in der oberen Tabellenhälfte. Nach einigen Schwankungen und Platz elf in der vergangenen Saison läuft es in der aktuellen Spielzeit wieder besser. Mit 6:6-Punkten sind die WTV-Frauen aktuell Sechster. Der Trainer äußerte daraufhin vor einigen Wochen gegenüber den Verantwortlichen den Wunsch, ambitioniertere Ziele angehen und sich dafür breiter aufstellen zu wollen. Dem erteilte der Verein nach Aussage von Egger eine Absage.

Ungeachtet der Enttäuschung und eines wahrscheinlichen Abbruchs bemüht sich der Wuppertaler aktuell, seine Mannschaft auf einem hohen Fitnesslevel zu halten. „Ich bin kein Freund von Pausen“, begründet Marc Egger, warum er seinen Spielerinnen verschiedene Aufgaben stellt. Zum Beispiel: Bis Ende Februar muss jede 70 Kilometer gelaufen sein. Kommt das gesamte Team auf mehr als 1000 Kilometer, gibt es eine Belohnung. „Da haben wir uns etwas ausgedacht“, mag der Trainer nicht zu viel verraten. Die Rückmeldungen aus der Mannschaft sind ausnahmslos gut. „Da bin ich sehr positiv überrascht“, gibt Egger zu.

Sein WTV soll gerüstet sein, wenn Corona es zulässt und der Verband eventuell doch noch grünes Licht gibt. Der Trainer wünscht sich einen gelungenen Abschied, hält aber auch schon Augen und Ohren wegen einer anderen Aufgabe offen: „Mein Blick geht nach vorne. Und ich habe Bock auf etwas Neues.“

Und wie geht es in der neuen Saison bei den Verbandsliga-Handballerinnen des WTV weiter? Nachdem man mit Egger keine Einigung erzielen konnte, greift der Verein ab der Spielzeit 2021/2022 auf ein eingespieltes Duo zurück. Mit Rudi Lichius und Cordula Schwirblat konnte das bisherige Trainergespann der Zweiten für die neue Aufgabe begeistert werden. Sie sollen die Frauen neu aufstellen und langfristig nach vorne bringen.

Die beiden erfahrenen Leute werden zunächst die Koordination und Kaderplanung übernehmen und nach Ablauf der aktuellen Spielzeit als Trainer der ersten Mannschaft fungieren. Das Leitungsteam: „Wir wollen auch künftig in der Verbandsliga eine gute Rolle spielen.“

Breites Angebot

Der Wermelskirchener TV sieht sich mit drei Frauen-Mannschaften (Verbandsliga, Landesliga, Bezirksliga) gut aufgestellt und kann Nachwuchsakteurinnen wie auch gestandenen Spielerinnen ein breites Leistungsspektrum anbieten. Man begibt sich nun an die Aufgabe, einen neuen Coach für die Zweite (Landesliga) zu finden. Erster Neuzugang ist Desirée Bersau, die zuletzt bei den Bergischen Soldaten gespielt hat.

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