Fußball

Duell mit Großkreutz bleibt unvergessen

Felix Arnold ist beim DSC Wanne-Eickel richtig angekommen und fühlt sich pudelwohl. Foto: DSC
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Felix Arnold ist beim DSC Wanne-Eickel richtig angekommen und fühlt sich pudelwohl.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Fußballer Felix Arnold in Westfalenliga.

In zwei Saisons hintereinander in der Kreisliga A standen für ihn mehr Tore als Partien zu Buche. Vergangenes Jahr, als die Spielzeit coronabedingt abgebrochen wurde, hatte Felix Arnold für den SSV Bergisch Born II in sechs Begegnungen gar zwölf Mal eingenetzt und noch einmal mit Nachdruck bewiesen, dass er sich eigentlich in höheren Fußballsphären bewegen müsste.

„Ich habe halt gerne mit meinen Kumpels zusammengespielt“, sagt der Remscheider, der sich in diesem Sommer aber dazu entschlossen hat, eine sportliche Herausforderung zu suchen. Arnold ist zum DSC Wanne-Eickel in die Westfalenliga, also die sechsthöchste deutsche Spielklasse, gewechselt und schon nach den ersten Monaten um zahlreiche Erfahrungen reicher. „Das war definitiv der richtige Schritt“, sagt der 22-Jährige mittlerweile voller Überzeugung.

Der Wechsel glich einem Quantensprung

Dazu gehörte für ihn auch der Umzug nach Bochum, wo er im dritten Semester Management und Economics studiert. Eine Mischung aus VWL und BWL also, die ihm bislang extrem gut gefällt. „Es läuft mega gut“, betont Arnold und schwärmt vor allem von den ersten Präsenzveranstaltungen, die für ihn komplettes Neuland bedeuteten. In Zeiten der Pandemie hatte er zuvor ausschließlich Online-Vorlesungen besucht.

Auch fußballerisch könnte es wahrlich schlechter laufen. Beim DSC Wanne-Eickel fühlt er sich pudelwohl, auch wenn – oder gerade deswegen? – der Wechsel einem Quantensprung glich. Plötzlich musste Arnold eigene Autogrammkarten unterschreiben, konnte Schuhe und Klamotten zum Waschen abgeben, sich beim vereinseigenen Mannschaftsarzt untersuchen lassen und sich so viel mehr auf den Fußball konzentrieren.

Auch wenn er nicht mehr die Nummer 10, sondern mittlerweile die 3 trägt. „Das war der schwierigste Schritt“, sagt der frühere Borner Torjäger scherzend, der im Ruhrpott deutlich defensiver spielt. Als rechter Mittelfeldspieler in einem 4-4-2-System.

Umstellen musste er sich auch in Sachen Spielvorbereitung. War er in der Kreisliga A noch gesetzt und konnte sich seines Startelfplatzes sicher sein, gilt es nun, Woche für Woche um diesen zu kämpfen. „Die Trainingsleistung ist entscheidend“, erzählt Felix Arnold.

Im bisherigen Highlightspiel beim TuS Bövinghausen vor fast 1000 Zuschauern saß er zunächst draußen, kam aber nach knapp einer Stunde in die Partie und durfte sich in Zweikämpfen mit den Ex-Nationalspielern David Odonkor und Kevin Großkreutz messen. „Das hat schon Spaß gemacht“, erzählt er.

Die immer noch vorhandenen Qualitäten des WM-Dritten von 2006 und des Weltmeisters von 2014 musste Arnold neidlos anerkennen. Vor allem ein Kopfballduell mit Großkreutz wird er niemals vergessen. Weil dieser ihm nicht den Hauch einer Chance ließ. „Das hat er so geschickt gemacht, dass ich gar nicht an den Ball kommen konnte“, sagt Arnold.

Sein Bruder Fabian, ebenfalls Ex-Spieler des SSV Bergisch Born II, hat die Szene im Video festgehalten und auf Instagram, wo beide extrem erfolgreich sind, veröffentlicht. „Großkreutz ist aber ein mega cooler Typ“, lobt Felix Arnold.

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