Fußball

Saisonstart in der Bezirksliga: Dreifach-Schneider sichert Derbysieg

Gleich dreimal durfte Torschütze Fynn Schneider (Mitte) die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden entgegennehmen. In diesem Falle gratulierten Doriano Fischer (l.) und Fabian Kleinjunge zu einem Treffer.
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Gleich dreimal durfte Torschütze Fynn Schneider (Mitte) die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden entgegennehmen. In diesem Falle gratulierten Doriano Fischer (l.) und Fabian Kleinjunge zu einem Treffer.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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  • Andreas Dach
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Das waren die Partien Rade - Burscheid, Born - TSV Solingen, Langenfeld – Ayyildiz, SV Solingen – Dabringhauser TV.

SSV Bergisch Born – TSV Solingen 3:0 (0:0). Die Borner strahlten am Freitagabend nach dem Schlusspfiff um die Wette, aber einer war besonders happy: Ruben Schmitz-Heinen.

Der Mittelfeldmotor, in Durchgang eins überraschend als Spielmacher aufgeboten, hatte in der 32. Minute eine Mega-Möglichkeit ausgelassen, als Nico Postic, Dustin Köhler und eben er alleine aufs gegnerische Tor zugelaufen waren und Schmitz-Heinen den Ball am leeren Kasten vorbeischoss. Als „unglücklich“ kommentierte der 27-Jährige die Aktion und ergänzte mit einem breiten Grinsen: „Da hat halt der falsche Mann auf der Zehn gespielt.“

Mit Schmitz-Heinen als Sechser, einer Systemumstellung und einem Dreifach-Wechsel übernahmen die in Durchgang eins schwächeren und bei einem Pfostenschuss von Florian Heuschkel (4.) tief durchpustenden Borner nach dem Seitenwechsel die Kontrolle, waren plötzlich klar tonangebend und erfolgreich.

Carmelo Salpetro (55.), Anis Geus (68., nach Vorlage des auffälligen Philip Folkerts) und der kurz zuvor ebenfalls eingewechselte Jannik Hoffmeister (89.) trafen. Letztgenannter in Überzahl, nach einer Notbremse von Elias Dittmann gegen Geus (86.).

Dieser atmete nach dem Auftaktsieg erleichtert auf: „Ich war vor dem Spiel echt nervös.“ Auch Tim Janowski stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Wir haben in der Pause die komplette Statik und Dynamik verändert. Das war entscheidend.“

SC 08 Rade – BV Burscheid 4:2 (1:1). Die ersten drei Punkte sind im Sack! Aber im Vorbeigehen war die Aufgabe für Nullacht gegen den Aufsteiger nicht erledigt. Die Partie hätte möglicherweise einen anderen Verlauf genommen, wenn der BVB in der ersten Halbzeit nicht nur eine seiner vier hochkarätigen Möglichkeiten genutzt hätte. Nur Serkan Özkan traf (12.).

Wenig später noch einmal Özkan (15.), Markos Fameliaris (40.) und Tom Jalowietzki (45.) scheiterten aussichtsreich. Dass Özkan zudem schon nach 23 Minuten verletzt vom Platz musste, spielte den Gästen nicht in die Karten. „Die Ferse“, signalisierte er. „Es ist ohne Fremdeinwirkung passiert.“ In einer seitens der Rader bescheidenen ersten Hälfte war Fynn Schneider (21.) der Ausgleich gelungen.

Schmeichelhaft für den Gastgeber, der sich den Sieg dann nach der Pause von Minute zu Minute verdiente. Bei unfassbaren Temperaturen wirkte Rade frischer, hatte mehr zuzulegen. Und hatte mit Fynn Schneider einen Mann in den Reihen, der auch nach 50 und 63 Minuten traf.

Mit Titus Hoffmanns Treffer war das Ding dann durch (78.). Daran änderte auch das Burscheider Tor durch Dogukan Ulgur (88.) nichts. Bleibt nur die Frage nach der Spielberechtigung von Fatih Yamak. Der Rader Rückkehrer glaubt: „Ich hoffe, nächste oder übernächste Woche darf ich ran.“

HSV Langenfeld – SC Ayyildiz Remscheid 1:4 (1:3). Viele haben den Remscheidern einen solchen Start beim Tabellenvierten der Vorsaison wahrscheinlich nicht zugetraut. Auch Vorstandsmitglied Bülent Atsan staunte nach einer halben Stunde nicht schlecht und gab zu: „Das hätte ich nicht gedacht.“

Überragender Mann war Recep Kalkavan, der per Fernschuss das frühe 1:0 erzielte (4.), wenig später mit einem super Freistoß aus 35 Metern die Latte traf (12.) und eigentlich immer die Füße im Spiel hatte, wenn es gefährlich wurde.

„Besser hätten wir nicht starten können“, freute sich der Spielmacher, der allerdings wieder mit seiner Fußverletzung aus der Vorsaison ausschied. Zuvor bereitete er aber noch das 4:1 durch Fehmi Cengiz vor (63.). Außerdem für Ayyildiz erfolgreich: Fatih Kurt (13.) und Ömer Akyüz (21.).

Als Langenfeld auf 1:3 verkürzte (43.), wackelte André Springobs Mannschaft etwas, bekam in dieser Phase kaum noch Zugriff. „Da waren wir zu leichtsinnig“, fand der neue Coach. „Aber ich bin super zufrieden.“

SV Solingen – Dabringhauser TV 5:0 (4:0). Der DTV kam ordentlich unter die Räder, hatte schon bis zum Seitenwechsel die Stärke des Landesliga-Absteigers anerkennen müssen.

„Wir haben uns völlig unter Wert verkauft“, fand Trainer Patrick Grün. Wenn man überhaupt etwas Positives aus der Partie ziehen möchte, dann, dass es in Abschnitt zwei nicht völlig den Bach runter ging. Grün: „Trotzdem müssen wir am Ende über eine Klatsche reden.“ Zu allem Überfluss sah Dennis Dossmann Rot (89.).

Testspiel

Neben dem Ligaauftakt wollte der SSV Bergisch Born am Sonntag auch noch einen Test beim Landesligisten 1. FC Wülfrath absolvieren. Aber der fiel aus.

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