Rollhockey

IGR Remscheid: Dieses Mal bleibt das Wunder aus

Auch für Doppeltorschütze Alexander Ober gab es am Ende gegen Herringen eine Bauchlandung.
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Auch für Doppeltorschütze Alexander Ober gab es am Ende gegen Herringen eine Bauchlandung.
  • Peter Kuhlendahl
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Rollhockey: Die Spiele des Pokalfinales gegen Herringen.

Remscheid. Auf den Tag genau vor sechs Jahren reckte IGR-Kapitän Yannick Peinke in der Glück-Auf-Arena in Hamm den DRIV-Pokal in die Höhe. Am 15. Mai 2016 hatte die IGR im zweiten Finalspiel eine sportliche Wiederauferstehung geschafft und nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand die Partie nach dem 3:3-Remis im Hinspiel noch mit 7:3 gegen den SK Germania Herringen gewonnen.

Am vergangenen Sonntag stand Peinke gegen 17.50 Uhr mit einem verkniffenen Gesicht in der Sporthalle Hackenberg auf der Platte und musste mitansehen, wie SK-Kapitän Lucas Karschau die Trophäe überreicht bekam und anschließend mit seinem Teamkollegen und den zahlreich mitgereisten Zuschauern aus Westfalen feiern konnte.

Das sportliche Wunder war diesmal ausgeblieben. Denn dies hätte es nach der 0:5 (0:4)-Niederlage im ersten Finalspiel am Samstagnachmittag in Herringen geben müssen. Doch die Bürde war einfach zu groß. Im Rückspiel musste sich die IGR mit 3:4 (2:1) geschlagen geben. „Bis auf die erste Halbzeit in Herringen war es ausgeglichen“, erklärte IGR-Trainer Timo Meier nach seinem letzten Spiel an der Bande.

Entscheidend, dass die IGR wieder einmal mit leeren Händen dastand, war eben der völlig verkorkste Auftritt in den ersten 25 Minuten in Herringen. „Wenn du eine solch schlechte erste Halbzeit spielst, reicht es nicht“, zeigte sich auch IGR-Spieler Daniel Strieder selbstkritisch. Peinke sagte: „Mir ist es einfach unerklärlich, was wir uns da am Samstag erlaubt haben.“

Da hatte sich im Grunde alles gegen die Gäste verschworen. Bereits nach zwei Minuten schlug die Kugel zum ersten Mal nach einem Distanzschuss von Lucas Karschau im Netz ein. Nur sechs Minuten später nutzte Christoph Rindfleisch eine Unachtsamkeit in der Abwehr und erhöhte auf 2:0.

„Ich hätte mich gerne mit einem Sieg verabschiedet.“

Timo Meier, IGR-Trainer

14 Minuten waren absolviert, als die Unparteiischen ein Foul gegen die IGR pfiffen. Max Richter, der auf der Bank saß, trat erbost gegen die Bande, die zu Bruch ging. Richter sah die rote Karte. In Überzahl stellte erneut Karschau auf 3:0. Nachdem Robin Schulz kurz vor der Halbzeitsirene auf 4:0 erhöhte, war der Pokalsack für den Deutschen Meister fast schon zu. Zudem hätte der zu diesem Zeitpunkt bereits viel höher führen können.

Die Remscheider wehrten sich gleich nach dem Seitenwechsel. Doch egal, was sie auch in der Offensive versuchten. Im überragenden SK-Keeper Timo Tegethoff fanden sie ihren Meister. Und als Rindfleisch nach 39 Minuten das 5:0 erzielte, war die Luft raus.

Am Sonntagnachmittag hieß es in der sehr gut besuchten Halle Hackenberg dann: Alles oder Nichts. Die Remscheider gaben von Beginn an Vollgas, und ein Distanzschuss von Alexander Ober fand bereits nach drei Minuten das Ziel. Fünf Minuten später war Ober erneut zur Stelle, plötzlich stand es 2:0, und die Remscheider konnten ein wenig am Wunder schnuppern. „Nach dem schnellen Rückstand habe ich schon ein wenig geschluckt“, gab Herringens Coach Christian Zarod, für den es ebenfalls das letzte Spiel an der Bande war, später zu.

Als Fabian Selbach in der elften Minute eine diskussionswürdige blaue Karte sah, meisterte der starke IGR-Keeper Moritz Kreidewolf zunächst den fälligen Direkten. In Überzahl kamen die Gäste dann aber zum Anschlusstreffer.

Die IGR versuchte auch nach dem Wechsel alles. Der 2:2-Ausgleich nach 34 Minuten war der erste richtige Dämpfer. Kurz danach gingen die Gäste zum ersten Mal in Führung. Peinke glich aus (42.). Doch im Gegenzug fiel dann der letzte Treffer. Meier: „Schade. Ich hätte mich gerne zumindest mit einem Sieg verabschiedet.“

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Frauen

Die Frauen des SC Bison Calenberg, die sich im Halbfinale gegen die IGR durchgesetzt hatten, haben sich am Wochenende den DRIV-Pokal gesichert. Sie siegten gegen den RSC Cronenberg am Samstag mit 7:3. Der 3:0-Sieg des RSC am Sonntag war dann zu wenig.

Herringens Kapitän Lucas Karschau konnte sich am Sonntagnachmittag in Hackenberg über den Pokal freuen.

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