Wer erkennt wen

Diese Frau packt an: Erika Jünger taugt auch zum Vorbild für Jüngere

Strahlefrauen unter sich: Dieses Bild ist vor gut 20 Jahren auf der Tennisanlage des Remscheider TV am Stadtpark entstanden und zeigt die erfolgreiche Damen-Mannschaft mit Erika Jünger (r.). Archiv-Foto: Michael Sieber
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Strahlefrauen unter sich: Dieses Bild ist vor gut 20 Jahren auf der Tennisanlage des Remscheider TV am Stadtpark entstanden und zeigt die erfolgreiche Damen-Mannschaft mit Erika Jünger (r.).
  • Andreas Dach
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In unserer Serie „Wer erkennt wen“ geht es diesmal um eine Tennisspielerin, die gerne Verantwortung übernommen hat.

Von Andreas Dach

Eigentlich hätten wir für unsere Einschätzung unsere Leserinnen und Leser gar nicht gebraucht. Weil wir selbst aus jahrelanger Erfahrung wissen, dass es sich bei Erika Jünger um eine sehr charmante und gewinnende Frau handelt. Um die langjährige Tennisspielerin ging es in unserer historischen Suchbildserie diesmal – und es gab sehr viele sympathische Reaktionen. Weshalb wir nur einen Teil auswählen können. Trotzdem dürften wir der diesmal Gesuchten damit gerecht werden.

Die erste Anruferin war Rosi Jungk. Sie kennt die Remscheiderin nicht vom Tennissport, sondern schon aus der Jugendzeit. „Wir hatten eine Bäckerei“, berichtete sie. „Und Familie Jünger ist immer zum Einkaufen zu uns gekommen.“ Bei Erika Jünger handele es sich um eine patente, nette und charmante Frau.

Auch die Gesuchte selbst griff zum Hörer, meldete sich beim RGA-Sport. „Ich habe mich riesig gefreut, als ich das Bild in der Zeitung gesehen habe“, gab Erika Jünger gerne zu. Sie selbst sei auch im Besitz dieses Fotos. Als man seinerzeit vom TC Mannesmann und der Anlage an der Burger Straße Abschied nehmen musste, habe ihr der Verein ein Buch mit vielen Bildern geschenkt. Unter dem Motto: „Unsere Erika.“ Darin sei dieses Foto auch enthalten gewesen. Noch kürzlich habe sie die erinnerungsträchtige Lektüre in der Hand gehabt.

Entstanden sei das Mannschaftsbild im Sommer 2000 auf der Anlage des Remscheider TV am Stadtpark. Es zeige das damalige Frauen-Team des RTV. Ein Jahr später habe dann der Umzug zum TCM angestanden. Man habe immer viel Spaß gehabt. Auf dem Foto zu sehen von links nach rechts: Ulla Plasberg, Angela Eberle, Agathe Fink, Rosi Sanden, Erika Förster, Angela Kühne, Angelika Stamm, Ulrike Pressentin, Edda Göbert, Martina Sieber, Petra Axmacher und eben Erika Jünger. Inzwischen ist ein Großteil des damaligen Teams zum TC Blau-Weiß Remscheid gewechselt und sei dort noch immer aktiv. Jünger konkret: „Das war 2015.“

An gemeinsame berufliche Zeiten bei der Firma Reinshagen & Schröder erinnerte sich Ernst-Wilhelm Müller mit großer Freude: „Erika und ihr Mann haben immer Gesellschaftsreisen für die Belegschaft organisiert. Frau Jünger war stets sehr hilfsbereit, und wir hatten immer viel Spaß.“

Sogar noch im Besitz des damaligen Zeitungsausschnitts vom 25. August 2000 ist Rosemarie Sanden. Sie fragte: „Sehr geehrter Herr Dach, wissen Sie eigentlich, wie viele Herzen Sie mit dem Artikel und dem Foto ins Stolpern gebracht haben?“ Dass wir offenbar vielen eine große Freude mit dem Bericht gemacht haben, ging aus ihrem nächsten Satz hervor: „Gott, wat war dat ne superjeile Zick.“ Selbstverständlich erkannte sie die Hauptprotagonistin und alle anderen auf unserem Suchbild.

Von einer „langen und guten Freundschaft“ zu Erika Jünger sprach Michael Birker. Er schilderte die Gesuchte als „vorbildliche Sportlerin“, welche mit Ulla Plasberg im Doppel unzertrennlich sein. Die Mannschaft sei bis heute noch im Wesentlichen zusammen. Vor Medenspielen habe Erika Jünger immer Lampenfieber gehabt: „Da half ein Kümmerling. Das war menschlich.“

Für ihre damalige Mannschaftskameradin Agathe Fink war unsere Frau des Tages immer eine Powerfrau, die den Menschen sehr zugetan sei. Bei dem damaligen Team habe es sich um eine „Mannschaft zum Wohlfühlen gehandelt“. Und: „Erika ist vorweggegangen.“ Jünger habe sich in vielerlei Hinsicht engagiert. Als Ausbildungsleiterin bei Reinshagen & Schröder, im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer und im Assessment-Center des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung.

Mit Angela Kühne ließ uns eine weitere Mitspielerin von damals sehr nette Zeilen zukommen. Sie beschrieb die Gesuchte als eine starke Frau, die zielgerichtet, dabei aber sehr warmherzig agiere. Und weiter: „Sie meistert die Herausforderungen des Lebens und kann ein Vorbild sein. Vor allem für manch ängstliche Vertreter der jüngeren Generation.“

Erika Jünger habe den TC Mannesmann mit Herzblut und Engagement geführt. Zu der Phase auf der Anlage des RTV, wo auch das Bild entstanden ist, ließ sie wissen: „Dort haben die Mitglieder der Tennisabteilung wunderbare Zeilen erlebt. Sowohl auf den Tennisplätzen wie auch in dem gemütlichen Vereinsheim, das in Eigenregie betrieben wurde.“

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