Die Woche in Remscheid im Sport

Es liegt an uns, den bergischen Gedanken zu leben

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Nach reichlichen Überlegungen und Änderungen soll die BHC-Arena nun in Solingen gebaut werden. Wer wirklich hinter dem Sport steht, für den ist es auch kein Problem aus Remscheid nach Solingen zu fahren, um hochklassigen Sport erleben zu können, meint RGA-Sportredakteur Andreas Dach.

Remscheid. Nun also alleine Solingen. Der Weyersberg. Auf die Klingenhalle soll die Klingenarena folgen. Oder die Bergische Arena. Völlig egal, für welchen Namen man sich irgendwann entscheidet – Handball-Bundesligist Bergischer HC kann seriös für die Zukunft planen. Und das ist gut so.

Vor Jahren war auch Remscheid mal für den Bau einer solchen Multifunktionshalle für mehr als 5000 Zuschauer im Gespräch gewesen. Das Gelände an der Blume konnte man sich gut vorstellen. Der Gedanke war aber schnell vom Tisch, auch wenn die Lage direkt an der A1 gewiss nicht die schlechteste gewesen wäre. Zuletzt ging es alleine um die Frage: Solingen oder Wuppertal. Die Klingenstadt hat den Zuschlag bekommen. Als Folge vertrauensvoller Gespräche der Oberbürgermeister aller drei Großstädte.

Natürlich mag sich der Wuppertaler Handballfan abgehängt fühlen, weil ab dem Zeitpunkt, wenn die neue Arena steht, kein Bundesliga-Handball mehr im Tal gespielt wird. Doch was wäre die Alternative gewesen? Beide Städte hatten Gutachten für ihre attraktivsten Örtlichkeiten in Auftrag gegeben. Der Wuppertaler Wicküler Park schied danach aus. Es blieb Solingen.

Dass es dort nicht alleine Applaus für die Entscheidung gibt, ist logisch. Gibt es genug Parkplätze? Was ist mit dem Verkehrsaufkommen in der Innenstadt? Muss ein Sportplatz dafür weichen? Fragen, die es zu beantworten gilt. Möglichst schnell. Um die Bedenkenträger mit ins Boot zu holen.

Grundsätzlich sollten wir festhalten: Es ist gut, dass jetzt Klarheit herrscht. Und dass der Erstliga-Handball im Bergischen Land eine Zukunft bekommt. Um den BHC zu halten, mussten Entscheidungen getroffen werden. Sonst wäre er relativ zeitnah dauerhaft nach Düsseldorf abgewandert und weg vom bergischen Radar gewesen. Für immer.

Höfedenken sollte längst nicht mehr der alles überragende Ausgangspunkt für Entscheidungen sein. Stattdessen ist Gesprächsbereitschaft angesagt. Und Kooperationen – wenn sie denn Sinn machen. Wie eben in diesem Fall, da die Entscheidung für Solingen von den bergischen Nachbarn glaubhaft gestützt wird. Und ganz ehrlich: Ist es ein Problem, mal eben von Ehringhausen oder Langerfeld in die Solinger Innenstadt zu fahren, um hochklassigen Sport zu erleben? Eher nicht. Wir alle haben es in der Hand, den bergischen Sportgedanken zu leben. Und trotzdem den Lieblingsclub in unserer Stadt weiter zu unterstützen.

TOP: Remscheid hat mit dem RTV-Judoteam einen weiteren Bundesligisten.

FLOP: Dem WSV gehen die Fans flöten.

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