Tennis

Die Vorfreude ist diesmal noch größer

Jürgen Höh gehört bei den Rot-Weißen zu den Dauerbrennern. Auch in dieser Saison können die Remscheider auf seinen Kampfgeist nicht verzichten. Foto: Michael Sieber
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Jürgen Höh gehört bei den Rot-Weißen zu den Dauerbrennern. Auch in dieser Saison können die Remscheider auf seinen Kampfgeist nicht verzichten.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Tennis: Auftakt der Medensaison an diesem Samstag – RW verpflichtet Andreas Maurer.

Dennis Bonna, Robin Kürten, Ulrich Klatt und Dennis Kürten (v. l.) stimmten sich die Hamburg auf die Saison mit den GW-Herren 30 ein.

Vor einem Jahr war die Situation ähnlich: Nach der Corona-Zwangspause durften die Tennisvereine aufgrund des geringen Infektionsrisikos als Erste in der bergischen Sportlandschaft wieder um Meisterschaftspunkte kämpfen. Dennoch ist die Vorfreude auf die an diesem Samstag beginnende Medensaison 2021 noch einmal ein ganzes Stück größer. Denn: Diesmal fiel die vorherige Hallenspielzeit komplett der Pandemie zum Opfer. Zum Start unter freiem Himmel blicken wir auf die höherklassigen Mannschaften und blicken mit diesen den Aufgaben entgegen.

Blickpunkt Regionalliga: 14 Jahre lang war Rot-Weiß Remscheid mit verschiedenen Seniorenteams in der höchstmöglichen Spielklasse der jeweiligen Altersstufe vertreten. Mit den Höhepunkten in 2016, 2017 und 2018, als die Herren 40 zuerst die Deutsche Meisterschaft und anschließend zweimal in Folge den EM-Titel gewannen.

Doch schon vor dem diesjährigen Saisonauftakt steht fest, dass es ähnliche Erfolge vorerst nicht mehr zu feiern gibt. Denn wie schon im Vorjahr haben die Herren 50 ihre Meldung zurückgezogen. „Aufgrund des sehr kurzfristig angesetzten Starts sowie einiger verletzter Mannschaftskameraden schaffen wir es leider nicht, sechs gesunde Spieler für diese Medensaison aufzustellen“, begründet Teamsprecher Udo Zirden durchaus enttäuscht.

Schlimmer noch: Konnte man vergangenes Jahr noch ohne Folgen zurückziehen, tritt die Abstiegsregelung in 2021 wieder in Kraft. Bedeutet, dass die Mannschaft in die Niederrheinliga absteigt. Zirden: „Das ist nach 14 Jahren sehr bitter. Zumal wir mit der Qualität unserer Mannschaft sicher in der Regionalliga bestehen können. Wie es im Folgejahr weitergehen wird, werden wir dann im Herbst entscheiden.“

Blickpunkt Niederrheinliga: Neben einigen anderen Mannschaften (siehe Extrainfo) auf Verbandsebene treten vier Mannschaften auf der höchsten Ebene des TVN an.

Schon in ihre fünfte Saison in der Niederrheinliga gehen die Herren 30 des TC Grün-Weiß Lennep. Noch länger gehört es für das Team dazu, sich (zumindest in kleiner Besetzung) auf die Saison mit einer Tour einzustimmen. Vier Tage lang ging´s für Dennis Bonna, Dennis und Robin Kürten sowie Ulrich Klatt jüngst nach Hamburg, wo sie coronakonform eine schöne Zeit erlebten. Spaß wollen die Lenneper, zu denen außerdem Lars Buchholz, Holger Schreck, Stefan Jobelius, Kai Opitz und Marcel Henze gehören, auch in der Saison haben. „Die Klasse zu halten wäre nett“, sagt Bonna. „Aber die Welt geht auch nicht unter, sollte es nicht klappen.“ Die Heimspiele trägt Grün-Weiß samstags um 13 Uhr am Schneppendahl aus, wie zum Auftakt an diesem Wochenende gegen den TC Schellenberg.

Eine Stunde später starten die Herren 55 des SC RW Remscheid in ihre Saison. Zu Gast ist um 14 Uhr mit der DJK Germania Hoisten der erste von vier Gegnern, die man hinter sich lassen möchte. Denn: Der amtierende Vizemeister will in diesem Jahr um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielen. „Wir sind der Favorit in der Gruppe“, sagt Frank Piesker. Zum Team gehören außerdem Zirden, Arnd Kommnick, Arnd Kumschier, Wolfgang Freres, das als Jung-55er verpflichtete Tischtennis-Ass Marc Wolter, Dietrich Rupp und Bernd Königsmann. Zur Unterstützung wurden Michael Rohwer, Ralph Schöpp und Dirk Petermann aus den Herren 60 gemeldet.

„Das ist ein Highlight für das Senioren-Tennis in Remscheid.“

Frank Hemmerling über Andreas Maurer, den Neuzugang bei RW

Letztgenannte mussten zwar den Abgang von Topspieler Eddie Topham zum Regionalligisten Schwarz-Gelb Hagen verkraften, wussten diesen aber zu kompensieren. Und wie! Mit Andreas Maurer konnten die Rot-Weißen den früheren Davis-Cup-Partner von Boris Becker als neue Nummer eins verpflichten. „Auch wenn er nur für ausgewählte Einsätze, wenn es seine Zeit erlaubt, dabei ist: Das ist ein Highlight für das Seniorentennis in Remscheid!“, findet Frank Hemmerling, der ansonsten mit Rohwer, Jürgen Höh, Schöpp, Mario Simmerl, Dirk Petermann, Georg Berger und Wolfgang Freres das Team bildet. „Wir sind in dieser Aufstellung sicher wettbewerbsfähig und können bei gutem Lauf und etwas Glück auch oben mitspielen“, meint Hemmerling. Los geht´s diesen Samstag um 14 Uhr beim Dülkener TC.

Das dritte rot-weiße Niederrheinliga-Team im Bunde sind die neu gegründeten Herren 65. Mit Höh als Nummer eins sowie Hemmerling, Simmerl, Hartmut Garbe, Norbert Wölm, Uli Hackländer, Reinhard Wirths, Richard Kudelka und Ernst Benner. „Werner Fritzsche wurde für eine Saison in die Regionalliga zu den Herren 70 nach Neuss ausgeliehen“, berichtet Frank Hemmerling und ergänzt lächelnd: „Ausnahmsweise!“ Im ersten Spiel einer Sechser-Gruppe geht´s am 22. Juni um 11 Uhr an der Hägener Straße gegen SW Essen. „Vielleicht spielen wir mit ein bisschen Glück sogar um den Aufstieg in die Regionalliga mit“, sagt Reinhard Wirths.

Weitere Teams auf Verbandsebene

TC GW Burscheid: Herren 30, Herren 55 (beide 2. Verbandsliga).

TSV SW Radevormwald: Damen 30 (1. VL).

TC BW Remscheid: Damen 60 (1. VL), Herren 60, Herren 70 (beide 2. VL).

TC GW Lennep: Herren, Herren 40 (beide 2. VL), Herren 60, Herren 75, Damen 65 (alle 1. VL).

SC RW Remscheid: Junioren U18 (1. VL).

Hastener TV: Damen 40, Damen 65 (beide 2. VL).

TuB Bergisch Born: Herren 40 (2. VL).

TuRa Pohlhausen Tennis: Damen 30 (2. VL), Herren 30 (1. VL).

TC BR Hückeswagen: Herren 75 (2. VL)

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