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Röntgenlauf: Die Vorfreude bei allen ist schon riesig

Der Röntgenlauf steht immer auch für viele Emotionen, wie dieses Bild aus dem Zielbereich in Hackenberg aus dem Jahr 2018 eindrucksvoll verdeutlicht. Auch die Adler-Radler werden wieder viel zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.
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Der Röntgenlauf steht immer auch für viele Emotionen, wie dieses Bild aus dem Zielbereich in Hackenberg aus dem Jahr 2018 eindrucksvoll verdeutlicht. Auch die Adler-Radler werden wieder viel zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.
  • Andreas Dach
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Verantwortliche trotzen zum 20. Jubiläum jeglichen Widrigkeiten.

Von Andreas Dach

Remscheid. Die Austragung der Jubiläumsauflage hat nie in Frage gestanden. Mit bislang 1929 Anmeldungen liegt der Röntgenlauf in diesem Jahr zwar deutlich hinter früheren Veranstaltungen zurück, die Verantwortlichen sehen dem 30. Oktober aber trotzdem voller Vorfreude entgegen. „Wir setzen ein dickes Ausrufezeichen“, sagt Thomas Neuhaus. Der Remscheider Sportdezernent und Vorsitzende des ausrichtenden Röntgensportclubs hofft stellvertretend für die vielen Personen, die ehrenamtlich zum Gelingen beitragen, „dass viele Bürgerinnen und Bürger auf oder alternativ zum Anfeuern an die Strecke gehen“.

In den vielen Jahren hat sich eine große Menge an Routine bei den Vorbereitungen angesammelt, trotzdem stellt Peter Ickert als Geschäftsführer des Röntgensportclubs fest: „So viel Arbeit wie diesmal hatten wir selten.“ Seine Worte beziehen sich vor allem auf den Klimawandel, der „zugeschlagen“ habe. Abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume, abgerutschte Wege – man ist happy, dass das Forstamt mittlerweile für die Strecke die Freigabe gegeben hat. Alle notwendigen Genehmigungen liegen vor.

Es hat diverse Anpassungen gegeben. Oder besser gesagt: geben müssen. Ein weiteres Mal Ickert: „Der Röntgenlauf wird noch mehr zum Landschaftslauf.“ Das werden zum Beispiel alle merken, die kurz vor dem Zieleinlauf des Halbmarathons im Clemenshammer noch einige Veränderungen erleben werden.

Long Covid: Corona bleibt ein bestimmendes Thema in der Laufszene

Auch Corona bleibt ein bestimmendes Thema in der Laufszene. Einige Aktive haben mit Nachwirkungen zu kämpfen, andere leiden sogar unter Long Covid. Das zieht sich flächendeckend durch die Veranstaltungsreihen. Wegen akuter Fälle hat es auch für den Röntgenlauf einige Abmeldungen gegeben. Gleichzeitig kann man sich noch bis zum 23. Oktober online für einen der vielen Läufe anmelden.

Und wenn das Wetter mitspielt, entscheiden sich einige auch noch sehr kurzfristig für das Mitwirken, Ickert: „Nachmeldungen sind der Trend der letzten Zeit.“ Für Wolfgang Görtz, als Vorstandsmitglied für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, steht fest: „Der Röntgenlauf hat unverändert eine große Aussagekraft.“ Was man auch daran sehe, dass die Sponsoren treu geblieben und einige neue hinzugekommen seien.

Röntgenlauf: Das sind die größten Schwierigkeiten für die Veranstaltung

Was immens wichtig ist. Denn: Die Kosten sind erheblich gestiegen. Wobei die Verantwortlichen dafür völliges Verständnis zeigen, aber eben auch sehen müssen, wie sie die finanziellen Herausforderungen stemmen und gleichzeitig das Angebot aufrecht erhalten. Teilweise sind die Preise für gewisse Leistungen bis zu 40 Prozent in die Höhe geschossen. T-Shirts, Medaillen, Zeitmessung, Sanitätsdienst, Bus-Shuttle, Tontechnik, Absperrgitter, Toiletten – nur ein paar Beispiele, was alles bedacht und bezahlt werden muss.

Schon in Vorfreude: Thomas Neuhaus, Wolfgang Görtz, Katharina Tomaszek, Daniel Schmidt und Peter Ickert (v.l.).

Die Kosten sind die eine Sache, die Hilfe von Ehrenamtlichen ist eine andere. Zu besten Zeiten waren es bis zu 650 Helferinnen und Helfer. Jetzt sind es noch gut 500. Auch respektabel. Weiß man aber, dass zum Jubiläum auch der 100-Kilometer-Lauf im Angebot ist und das erste Rennen nachts um 2.05 Uhr in Hackenberg gestartet wird, kann man sich den logistischen Aufwand nur zu gut vorstellen. 63 Kilometer auf dem Röntgenweg müssen verkehrsfrei gehalten werden. Alle, die nach Hackenberg kommen – darunter viele „Stammgäste“ – haben die Erwartung, bestmöglich bedient zu werden.

Nur so ist es möglich, auch Mitwirkende aus dem Ausland zu locken. Die Gäste aus der französischen Partnerstadt Quimper werden wieder von Bernd Fiedler betreut. Aber auch aus den USA, Schweden, Polen und den Beneluxstaaten werden Läuferinnen und Läufer erwartet. Sogar aus Venezuela hat sich jemand angemeldet. Was aber vielleicht auch eine „Ente“ sein könnte. Denn gelistet ist auch ein 122-Jähriger. Gewiss ein Eingabefehler.

Katharina Tomaszek als gute Seele des Röntgenlaufbüros („Seit drei Jahren im Homeoffice“) weiß, wie sich die Meldungen verteilen. Für den 100-Kilometer-Lauf haben sich 156 Laufbegeisterte (darunter 27 Frauen) entschieden. Beim Ultra gehen nach jetzigem Stand 193 Aktive an den Start, 40 sind Frauen. Beim Marathon sind es 90/24 und beim Halbmarathon 710/206. Positiv: Auch Schulen und Firmen sind gemeldet. Wie auch neun Sportlerinnen und Sportler mit Handicap.

Favoriten

Wer besser als Daniel Schmidt könnte die Fragen nach den Favoriten beantworten? Der elfmalige Sieger des Halbmarathons hat die Meldelisten durchforstet und sich akribisch damit auseinandersetzt. Wer in welchem Lauf warum vorne landen könnte, verraten Schmidt und der RGA-Sport in einer späteren Ausgabe.

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