Laufen

Die Talsperrenläufe motivieren in Coronazeiten enorm

Rolf New und Norman Kuhstoß (v.l.) sind bei der Challenge dabei.
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Rolf New und Norman Kuhstoß (v.l.) sind bei der Challenge dabei.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Röntgenlüöper erfahren mit einer Challenge große Resonanz – Und bilden sich nebenbei geografisch fort

Hallo, Kreativität! Hallo, gute Umsetzung! Beides ist gerade in schwierigen Coronazeiten mehr denn je bei Sportvereinen gefragt, welche ihre Mitglieder dauerhaft an sich binden möchten. Die „Röntgenlüöper“, Laufabteilung des TV Frisch Auf Lennep, gehören zu denen, die mit guten Ideen für positive Stimmung sorgen.

Normalerweise treffen sie sich zweimal pro Woche, dienstags und donnerstags, am H20 in Hackenberg zum Lauftreff. In jeder Woche des Jahres und in verschiedenen Tempogruppen. Diese gemeinsamen Trainingseinheiten sind durch das hartnäckige Virus weggebrochen. Was bedeutet, dass man für die bis zu 35 Aktiven, welche das Training nicht ausüben können, Alternativangebote schaffen muss. „Es ist eine echte Belastungsprobe für alle“, sagt Dr. Jens Brücher. Der Rader Orthopäde gehört seit etwas zehn Jahren zu den Röntgenlüöpern, fühlt sich in der Gruppe pudelwohl.

Wie sich auch Sabine Goldberg begeistert einbringt.

Hatte bislang vor allem Marcus Behnecke eine Vielzahl von Ideen eingebracht, so hat der Mediziner nun nachgelegt. Er sagt: „Wir sammeln Talsperren.“ Im Monat April wird den Mitgliedern ein kleiner Wettbewerb mit großer Wirkung angeboten. Noch einmal Brücher: „Es geht um die Steigerung der Motivation und das Aufrechterhalten der Kontakte.“ Unter Beachtung der Pandemieregeln – also alleine oder zu zweit – werden Talsperren der Region umrundet. Joggend, walkend, wandernd – der sportlichen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Talsperre ist Talsperre, Punkt bleibt Punkt

Das Wichtigste: Es kommt nicht aufs Tempo an. Für jede umrundete Sperre gibt es einen Punkt. Dabei ist die Länge der Strecke völlig unerheblich. Ob man nun die Eschbachtalsperre mit nur drei Kilometern umrundet oder die Sengbachtalsperre mit der vierfachen Länge – Punkt bleibt Punkt. Wobei jeder Athlet die Laufstrecke seiner Wahl nur einmal auswählen darf.

Dr. Jens Brücher ist begeistert von der Resonanz: „27 Läuferinnen und Läufer machen mit, und wir haben schon 130 Umrundungen.“ Als Beleg, auch wirklich vor Ort gewesen zu sein, wird ein Selfie in die WhatsApp-Gruppe gestellt. Also von der Brucher-, der Bever-, der Neye-, der Aggertalsperre und vielen anderen attraktiven Ausflugszielen. Ein Riesenspaß, der zudem auch noch geografisch fortbildet. „Uns ist klar, dass das ökologisch nicht so toll ist“, gesteht der Ideengeber ein. „Aber dafür fallen im Moment ja Fernreisen und Kreuzfahrten weg, weil es keine Urlaube gibt.“

Das Beweisfoto am Beyenburger Stausee: Dr. Jens Brücher und Monika Knobel-Brücher.

Schon jetzt freuen sich alle auf den 30. April. Dann kommt es im Rahmen einer virtuellen Tanz-in-den-Mai-Feier zur Siegerehrung. Derjenige mit den meisten Talsperrenrunden wird ausgezeichnet. Mit einem Treffen am PC hat man bei den Röntgenlüöpern schon im vergangenen Jahr sehr positive Erfahrungen gemacht.

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