Mein Blick auf die Woche im Sport

Die Schlinge zieht sich leider immer weiter zu

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  • Peter Kuhlendahl
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Ein sportlicher Lockdown vor Weihnachten scheint angesichts der Pandemie fast unausweichlich.

Es klingt sehr martialisch. Die Schlinge würde sich immer mehr zuziehen. Dies erklärte Alexander Zapf in dieser Woche beim Vorgespräch auf die Aufgabe seines Teams an diesem Wochenende. Der Trainer des Handball-Regionalligisten HGR wunderte sich vor der Aufgabe in Ratingen, dass der Spielbetrieb angesichts der Pandemie überhaupt noch aufrechterhalten bleibt. Da war er beileibe nicht der Einzige, dem es in diesen Tagen so erging.

Bereits am vergangenen Wochenende machte sich in den Hallen, auf den Sportplätzen oder in den Stadien die düstere Stimmung breit, die man aus dem Herbst 2020 kannte. Vor mehr als einem Jahr gab es einen kompletten sportlichen Lockdown im Amateurbereich. Die Pessimisten fragten sich dann, wer weiß, wann und ob es weitergehen würde. Die Optimisten meinten, dass man sich in ein paar Wochen wiedersehen würden, behielten damit leider nicht Recht. Bis weit ins Frühjahr ging gar nichts. Die Funktionäre in den verschiedenen Sportarten hangelten sich von Woche zu Woche, um schließlich doch zu verkünden, dass die Meisterschaftsrunden ohne sportliche Wertungen abgebrochen werden würden.

Dass uns noch vor Weihnachten ein sportlicher Lockdown droht, scheint angesichts der Pandemie fast unausweichlich. Die Frage ist nur, wie lange der Sportbetrieb diesmal runtergefahren wird. Fußball- und Handballfunktionäre hatten ihre Spielordnungen im Sommer 2020 dahingehend novelliert, dass eine halbe Saison für eine sportliche Wertung reicht.

Dies ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Noch wichtiger wäre es für alle Beteiligten, dass der Sportbetrieb dann schnell wieder aufgenommen werden kann. Sonst kehren immer mehr Aktive ihren Vereinen den Rücken. Dieser Exodus hat beim ersten Lockdown besonders im Nachwuchsbereich eingesetzt. Es wäre also fatal, wenn sich nun die Geschichte wiederholt und im April 2022 erst die Gespräche beginnen, wann es endlich weitergeht.

TOP Der Adventskalender des RGA-Sports. Viele spannende Geschichten warten dort in den nächsten Wochen hinter den Türchen.

FLOP Fußballteams, die in den Kreisligen nicht wettbewerbsfähig sind. Clubs, die in der A-Klasse 1:13 oder in der B-Klasse gar 0:17 untergehen, müssen sich einige Fragen gefallen lassen.

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