Handball

Die Panther reisen zum Schlüsselspiel

Mit leeren Händen wollen die Panther um Max Conzen und Simon Wolter (stehend, v.l.) nicht zurückkehren. Foto: Doro Siewert
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Mit leeren Händen wollen die Panther um Max Conzen und Simon Wolter (stehend, v.l.) nicht zurückkehren.
  • Andreas Dach
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Handball-Drittligist will in Baunatal den Grundstein zum Klassenerhalt legen.

Schaut man alleine auf den Spielplan, ist es nur eine Handballpartie der 3. Liga. Befasst man sich aber ein wenig genauer mit dem Aufeinandertreffen des GSV Baunatal und den Bergischen Panthern am Samstag um 18 Uhr in der Rundsporthalle des Gastgebers, wird die Brisanz schnell deutlich. Wenige Spieltage vor dem Ende der regulären Saison kommt dem Ausgang im Kampf um den Klassenerhalt eine immense Bedeutung zu. Wer gewinnt, darf die verbleibenden Partien mit einem guten Gefühl angehen. Wer verliert, für den geht das Zittern erst richtig los.

Panther-Trainer Marcel Mutz weiß um die Bedeutung: „Es geht um Big Points. Jede Sekunde, jede Minute, jede Halbzeit zählt.“ Bei einem Sieg würden sich die Gäste auf den vierten Platz verbessern, bei einer Niederlage auf Rang sechs abrutschen und nur noch hauchdünn über dem Strich stehen. Eine Situation, in welcher gute Nerven gefragt sind. Der Cheftrainer glaubt: „Der Kopf entscheidet mit.“

Ich habe tierisch Lust auf das Spiel!

Marcel Mutz, Panther-Trainer

Im Hinspiel behielten die Panther die Oberhand, gewannen nach einer spannenden Partie mit 33:29. Lange hatte der Gegner aus der Nähe von Kassel geführt, ehe ein 7:0-Lauf nach dem Seitenwechsel die Wende brachte. Das Video wird sich die Mannschaft vor der Reise nach Nordhessen noch einmal anschauen und dann auch sehen, dass Torhüter Max Conzen einen Sahnetag erwischt hatte. Diesmal wird man wieder an die obere Grenze gehen müssen, um zu bestehen. Und damit ist nicht alleine der Torhüter gemeint.

Baunatal gilt als sehr eingespielt, ist mit dem Kern der Truppe schon seit mehr als zehn Jahren zusammen. Dazu kommen individuelle Stärken. Schließlich ist auch das Überzahlspiel (7 gegen 6) fast schon in Perfektion vorangetrieben worden. All das weiß man bei den Panthern und wird sich entsprechend präparieren.

„Ich habe tierisch Lust auf das Spiel“, sagt Marcel Mutz. Er hat das spielfreie vergangene Wochenende für eine „bestmögliche Vorbereitung“ genutzt, hat dabei Taktik und Psychologie mit ganz oben auf der Agenda stehen gehabt. Man will bei den Panthern nichts dem Zufall überlassen. Wobei es auch Dinge gibt, die man nicht beziehungsweise kaum beeinflussen kann.

Fast muss sich Mutz ein wenig vorkommen wie Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, wenn immer wieder aus der Mannschaft Coronafragen an ihn herangetragen werden. Meist geht es darum, wie man sich in Situation x oder y verhalten soll. Im Laufe der Woche wurden beispielsweise vier Akteure tageweise aus dem Training herausgehalten, weil sie Kontakt zu Infizierten hatten. Man will bloß kein Risiko eingehen und sich am Samstag um 13.15 Uhr mit kompletter Besetzung von Hilgen aus mit dem Bus auf den Weg gen Baunatal machen. Mit einem kurzen Abstecher über Wuppertal-Ronsdorf, wo einige weitere Akteure zusteigen. Das Delegationsteam fährt im Übrigen mit einem Extrafahrzeug ins Hessische. Motto: Bloß kein Risiko eingehen.

Happy ist man bei den Panthern, dass Simon Schlösser für ein weiteres Jahr an Bord bleibt (wir berichteten). „Er ist ein super Typ und ein super Spieler“, sagt Mutz über den Spielgestalter, der aus dem Rückraum viel Gefahr ausstrahlt. Jetzt muss nur noch in Baunatal gewonnen werden . . .

Panther II

Erneut müssen die Bergischen Panther II aussetzen. Die Partie des Handball-Verbandsligisten gegen den Haaner TV, die am Sonntagnachmittag stattfinden sollte, ist abgesetzt worden. Trainer Erwin Reinacher begründet: „Beim Gegner gibt es einen Coronafall.“ Der Nachholtermin muss noch festgelegt werden. Fest steht dieser von der Partie beim Solinger TB (Do., 10. Februar, 20.30 Uhr).

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