Schwimmen

Die neuen Chefs kommen aus Wuppertal

SG-Schwimmerin Laura Schlechter war beim Frühjahrspokal im heimischen Sportbad in Remscheid über die Schmetterling-Disziplin im Einsatz. Foto: Michael Sieber
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SG-Schwimmerin Laura Schlechter war beim Frühjahrspokal im heimischen Sportbad in Remscheid über die Schmetterling-Disziplin im Einsatz.
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Sandra Kappe wird neue Cheftrainerin der SG Remscheid. Fritz Hesse hat den Vorsitz übernommen.

Von Peter Kuhlendahl

Am vergangenen Wochenende war Sandra Kappe, hier mit SG-Schwimmer Karim Allaham, im Sportbad im Einsatz.

Heimlich, still und leise hat es bei der SG Remscheid personelle Veränderungen in der Chefetage gegeben. Neuer SG-Vorsitzender ist bereits seit Anfang diesen Jahres Fritz Hesse. Er trat die Nachfolge von Andreas Frie an, der sich den Mitgliedern aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Neue Cheftrainerin ist Sandra Kappe, die ihren Posten offiziell am 1. April von Michelle Jünger übernimmt, die aus beruflichen Gründen ihr Amt aufgegeben hat.

Dass die beiden wichtigen Posten so schnell und so geräuschlos besetzt werden konnten, hat einen besonderen Hintergrund. Sowohl Kappe als auch Hesse sind im Laufe des vergangenen Jahres vom SV Wuppertal Neuenhof nach Remscheid gewechselt. „Dort hat man uns Leistungssportler im letzten Sommer quasi vor die Türe gesetzt“, berichtet Kappe, die dem Schwimmsport seit über vier Jahrzehnten eng verbunden ist und auch in Wuppertal Cheftrainerin war.

Neuer Vorsitzender findet über die Kinder zur SG

Derweil waren die Kinder des Remscheiders Hesse, der bei der SG RSV/LTV Wasserball spielt, in Wuppertal aktiv. „Der SV ist der mit Abstand größte Schwimmverein in Wuppertal. Er hat sich aber umstrukturiert. Weg vom Leistungs- hin zum Breitensport. Aus diesem Grund brauchten auch unsere Kinder einen neuen Verein“, erzählt Hesse.

Dass es mit der SG Remscheid dann geklappt hat, hatte auch eng mit Michelle Jünger zu tun. „Wir kennen uns schon länger. Von Wettkämpfen und Schulungen“, betont Kappe, die dann bereits im Herbst letzten Jahres zur SG kam und bis jetzt gemeinsam mit Jünger gearbeitet hat. Derweil erinnert sich Hesse noch genau an den August letzten Jahres. „Es war an einem Samstag als ich mit Michelle telefoniert und angefragt habe, ob wir wechseln können. Zwei Stunde später kamen der Rückruf und die Antwort am Dienstag sei Training.“

Dass er ein paar Monate später dann zum SG-Vorsitzenden gewählt wurde, konnte der Maschinenbau-Ingenieur, der in der IT-Branche arbeitet, nicht ahnen. „Entscheidend war aber, dass sich ansonsten der komplette Vorstand der Wiederwahl gestellt hat“, sagt Hesse, der mittlerweile weiß, wie viel Arbeit hinter den Kulissen geleistet werden muss.

Der Frühjahrspokal ist ein Versuchsballon

Dennoch fand am vergangenen Wochenende zum ersten Mal der Wettkampf um den Remscheider Frühjahrspokal statt. Bisher richtete die SG ihre Veranstaltungen nach den Sommerferien aus. Dies hat den einfachen Grund, dass die erste Jahreshälfte den Wettkämpfen auf der langen Strecke gehören. Im Herbst geht es dann auf die Kurzbahn.

„Der Frühjahrspokal ist ein Versuchsballon. Nach den schwierigen Pandemiezeiten wollten wir etwas anbieten“, betont Hesse und verhehlt nicht, dass solche Wettkämpfe auch Geld in die Kassen spülen. Wenn es sich rentiert, gibt es im nächsten Jahr eine Neuauflage. Vielleicht auch weil in diesem Jahr ein langjähriges Großereignis nicht mehr in Remscheid stattfindet. Die Deutsche Meisterschaft der Schwimmerinnen und Schwimmer mit Behinderung ist an einen anderen Ort vergeben worden.

„Aus sportlicher Sicht haben unsere Aktiven am Wochenende wieder richtig starke Leistungen gezeigt“, berichtet Jünger, die von ihren nun bald Ex-Schützlingen am Sonntag mit einem großen Bahnhof verabschiedet wurde. Komplett den Rücken kehren wird sie indes der SG nicht. „Ich versuche, einmal in der Woche auch beim Training zu sein, und werde mich auch im administrativen Bereich einbringen“, betont sie.

Für Sandra Kappe und ihre Schützlinge steht der nächste Programmpunkt in den Osterferien an. Da geht für zehn Tage in ein Trainingslager nach Übach-Palenberg in der Nähe von Aachen. Dort sollen die Aktiven fit auf die Verbandsmeisterschaft gemacht werden, die nach den Ferien in Wuppertal stattfindet. Dann werden die Tickets für NRW-Meisterschaften vergeben, auf denen man sich für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin qualifizieren kann. Einen Startplatz dafür hat die SG schon sicher. „Wir hoffen, dass wir mit sechs Aktiven dabei sein werden“, gibt sich die neue Cheftrainerin Sandra Kappe optimistisch.

Namen

Fritz Hesse ist der neue SG-Vorsitzende.

Der SG-Vorstand besteht neben den neuen Vorsitzenden Fritz Hesse ansonsten wie bisher aus Dirk Jünger (2. Vorsitzender), Bettina Krzyzaniak (Finanzwartin), Melanie Manß-Jochum (Leitung Veranstaltungsplanung) und Uli Kohlstedt (Sportlicher Leiter). An der Seite von Cheftrainerin Sandra Kappe ist außerdem Pascal Vogt im Einsatz. Ihr Sohn Felix übernimmt das Krafttraining.

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