Fußball

Die Mischung macht´s beim SV 09/35

Eren Eryürük (l.) traf für den SV 09/35 zum 1:0, ließ aber einen Hochkaräter liegen. „Egal. Hauptsache drei Punkte“, sagte er. Foto: Michael Sieber
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Eren Eryürük (l.) traf für den SV 09/35 zum 1:0, ließ aber einen Hochkaräter liegen. „Egal. Hauptsache drei Punkte“, sagte er.
  • Fabian Herzog
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Fußball-Landesliga: Wermelskirchen schlägt Steele mit 2:1 – FCR verliert in Mintard.

SV 09/35 Wermelskirchen – SpVgg. Steele 2:1 (1:0). Nach den ernüchternden Niederlagen gegen Frohnhausen (0:4) und bei Genc Osman Duisburg (1:6) war klar, dass für einen Sieg gegen den Tabellenvierten aus Essen schon ein bisschen was zusammenkommen musste. Ob es am Ende die Krisensitzung am vergangenen Dienstag war? Oder die Anwesenheit von Ex-Trainer Neno Postic, der sich im Heimaturlaub befindet und als Glücksbringer auftrat? Oder die Rückkehr von Stürmer Aleksandar Stanojevic, der in der personellen Not aushalf? Oder die erneute Einwechslung von Sebastian Pichura als Spielertrainer, dem prompt die goldene Vorlage für das Siegtor von Shogo Aikawa gelang? Entscheidend war wahrscheinlich am Ende eine Prise von allem. Für Pichura stand fest: „Wir sind endlich wieder als Mannschaft aufgetreten und haben mit Herz gespielt.“

Den Wermelskirchenern war anzumerken, dass die ersten beiden Auftritte des Jahres Spuren hinterlassen hatten. Selbst der furiose Start ins Spiel mit dem 1:0 von Eren Eryürük (5.) und einem Lattentreffer von Winterzugang Yannick Raufeiser (6.) brachten keine Sicherheit. So stand Keeper Sebastian Weber vor der Pause zweimal im Mittelpunkt des Geschehens. Einmal hielt er glänzend gegen Jonas Lippeck (33.), einmal hatte er das Glück des Tüchtigen, dass Mohammed Mustapha den Ball am Tor vorbeigrätschte (39.). Für den Schlussmann war der entscheidende Faktor an diesem Nachmittag die Mentalität: „Wir haben endlich wieder unsere Grundtugenden auf den Platz bekommen.“

Den 1:1-Ausgleich kassierten die Wermelskirchener dennoch – als Alex Kelm den Ball im Aufbau vertändelte und die Abseitsfalle nicht funktionierte (69.). Pichura reagierte und wechselte nun auch sich selbst ein, nachdem er zuvor schon Stanojevic gebracht hatte. Es dauerte aber bis zur 85. Minute, ehe sich die personellen Umstellungen auszahlten. Pichura steckte durch, und Aikawa ließ das Eifgen jubeln. „So wirst du als Trainer zum König“, scherzte Postic, der ansonsten auf der Tribüne tobte, als wäre er nie weg gewesen.

Kuriosum: Weil einer der beiden Schiedsrichterassistenten in der Pause Kreislaufprobleme hatte, verzögert sich der Anpfiff von Durchgang zwei um 15 Minuten. Mohamed Bahaddou aus dem Remscheider Kreisschiedsrichterausschuss sprang ein und zeigte eine fehlerfreie Leistung.

DJK Blau-Weiß Mintard – FC Remscheid 3:1 (2:0). Ein netter Nachmittag war es nicht, den der FCR in Mülheim erlebte. Dafür sorgte in erster Linie Mintards Niklas Nett, der für die Remscheider Außenverteidiger nicht zu stoppen war. „Überhaupt muss man sagen, dass Mintard unser bisher stärkster Gegner in diesem Jahr war“, stellte Trainer Marcel Heinemann fest.

Denkbar ungünstig ging´s für die Gäste los. Nett flankte gefährlich in die Mitte, wo Marvin Blumes Klärungsversuch im eigenen Netz landete (2.). Viel besser wurde es bis zur Pause auch nicht, Shogo Tabata legte nach (25.). Heinemann: „Wir waren in der ersten Hälfte überhaupt nicht auf dem Platz.“

Der Trainer reagierte mit drei Wechseln und sah in der Folge einen stärkeren FCR, der durch einen Foulelfmeter von Ahmed Al Khalil auf 1:2 verkürzte (78.). „Auch danach hätte man auf den Punkt zeigen können“, meinte Heinemann zu einer Szene des eingewechselten Alessio Bisignano. Diesmal blieb die Pfeife des Schiris stumm. Als die Gäste alles nach vorne warfen, machte Mintard dann den Deckel drauf (90.+1). Durch wen? Natürlich Nett. Um nicht zu sagen: gar nicht nett.

Statistik

SV 09/35 Wermelskirchen: Weber, Kelm, N. Postic, M. Postic, Raufeiser, Wylezol, L. Postic, Lilliu (65. Stanojevic), Circir (75. Pichura), Soares (82. Aikawa), Eryürük (69. Türksoy).

FC Remscheid: Horn, Blume (46. Noguchi), Angelov, Babic, Kerkien (46. Oberlies), Kacmaz (46. L. Kupfer), Shavershyan, Buscemi, Ichimura, Costa Rebelo (76. Bisignano), Al Khalil.

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