Mein Blick auf die Woche im Sport

Die IGR sollte die Erinnerung an 1992 anspornen

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  • Andreas Dach
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Als die IGR Deutscher Meister im Rollhockey wurde, war das einer von vielen schönen Momenten der Remscheider Sportgeschichte, wahrscheinlich sogar einer der schönsten. Wer dabei war, spürt die Begeisterung noch heute.

Hätten Sie die Namen noch zusammenbekommen? Sogar wir in der RGA-Sportredaktion haben uns dabei schwergetan, mussten erst einmal einen Blick in unser Archiv werfen. Wir nennen an dieser Stelle alle Spieler, Trainer und Betreuer, die zu einem der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte der IGR beigetragen haben: Volker Braun, Jens Stölzel, Thomas Schmidt, Wolfgang Weber, Tonny van den Dungen, Arjen van Gerven, Francisco Picarra, Marcus Franken, Holger Leonhardt, Markus Schiener, Sascha Trelle, Hans-Werner „Alfredo“ Meier und Carl-Heinz Federowsky. Vor genau 30 Jahren hat der Rollhockey-Bundesligist die Deutsche Meisterschaft nach Remscheid geholt. Es war der 27. Juni 1992.

Damals spielten sich unglaubliche Szenen der Freude in der Sporthalle Hackenberg ab. 14 Jahre hatte man auf diesen Titel warten müssen, vergebliche Anläufe unternommen, Enttäuschungen erlebt. Umso emotionaler ging es zu, als man den Dauerrivalen der damaligen Zeit, den RSV Weil, im dritten und entscheidenden Finalspiel in die Knie gezwungen hatte. Natürlich nicht in einem ganz normalen Match. Das wäre ja zu einfach gewesen.

Nein, die IGR bemühte die Verlängerung, nachdem man in der regulären Spielzeit eine 8:4-Führung innerhalb der letzten vier Minuten noch aus den Händen gegeben hatte. Was für ein Wahnsinn. 800 Zuschauer in der rappelvollen Halle gerieten in eine Schockstarre. Doch die Nerven der Bergischen blieben stabil. Erst erhöhte Sascha Trelle auf 9:8, dann machte Thomas Schmidt mit dem 10:8 wenige Sekunden vor dem Ende der Verlängerung alles klar.

Einer von vielen schönen Momenten der Remscheider Sportgeschichte, wahrscheinlich sogar einer der schönsten. Wer dabei war, spürt die Begeisterung noch heute. Vielleicht, ja, vielleicht kann die IGR noch einmal an die 90er-Jahre anknüpfen – auch 1994 wurde sie Deutscher Meister – und holt die Meistertrophäe nach Remscheid. Das Zeug dazu hat sie. Die Rollhockeyfans der Region gieren danach. Muss die Mannschaft „nur“ noch dran glauben. Der Glaube versetzt bekanntlich manchmal Berge.

TOP RSV-Keglerinnen gewinnen den Weltcup.

FLOP Der VfB Marathonmuss in die Kreisliga A. Der FVN kannte keine Gnade.

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