Rollhockey

Die IGR geht im Angriffswirbel unter

Die IGR-Spieler Henry Kulmer, Yannick Peinke und Max Richter (v.l.) waren nach der Pleite in Wuppertal sichtlich bedient.
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Die IGR-Spieler Henry Kulmer, Yannick Peinke und Max Richter (v.l.) waren nach der Pleite in Wuppertal sichtlich bedient.
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Bundesliga: Beide Remscheider Teams kassieren Pleiten in den Derbys in Wuppertal.

Von Peter Kuhlendahl

Während die Spieler des RSC Cronenberg ausgelassen mit ihren Fans feierten, war der Großteil der Akteure der IGR Remscheid auf dem schnellsten Weg in die Umkleiden verschwunden. Derweil hockten die IGR-Spieler Henry Kulmer, Yannick Peinke und Max Richter gedankenverloren und gefrustet noch ein paar Minuten auf der Bank. Die deutliche 4:10 (2:4)-Pleite am Samstagnachmittag im bergischen Derby hatte Spuren hinterlassen.

Jordi Molet, der in dieser Saison nur noch Trainer in Cronenberg ist, stellte sein Team am Samstag perfekt ein.

„Das tut heute so richtig weh“, befand IGR-Trainer Marcell Wienberg, dem man den Schmerz auch sichtlich ansah. „Die zweite Halbzeit war grauenhaft“, entfuhr es Peinke noch im Vorbeirollen. Wobei man dem IGR-Kapitän ein wenig widersprechen musste. Auf Augenhöhe waren die Gäste nur bis zur 23. Minute beim Zwischenstand von 2:2. Dann kassierten sie zwei dumme Gegentreffer innerhalb von einer Minute, die fast schon zum Genickbruch wurden. „So etwas darf uns einfach nicht passieren“, kritisierte Wienberg.

Daran, dass es im zweiten Abschnitt zu einem Debakel wurde, änderte auch nichts, dass Peinke in der 28. Minute noch einmal auf 3:4 verkürzte. Und auch IGR-Keeper Jonas Langenohl, der mit Abstand beste Remscheider, war im weiteren Verlauf machtlos. Zwar meisterte er insgesamt sechs von sieben Penaltys oder Direkten. Da er aber immer wieder von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, konnte er die Klatsche nicht verhindern. Ab der 30. Minute wurde es zu einem munteren Scheibenschießen, an dem einzig die RSC-Fans in der längst nicht vollen Halle ihren Spaß hatten.

„Das tut heute so richtig weh.“

Marcell Wienberg, IGR-Trainer
Auch IGR-Keeperin Anna Pillenkamp (r.), hier mit Elisabeth Emmert, konnte die Niederlage nicht verhindern.

Dabei begann es zunächst vielversprechend für die Gäste. Alexander Ober gelang im Nachschuss nach einem zunächst vergebenen Direkten die 1:0-Führung. Niko Morovic (12.) und Aaron Börkei (16.) drehten dann aber den Spieß um. Der schönste Spielzug der IGR über Ober, der im zweiten Abschnitt per Penalty zum zwischenzeitlichen 4:8 (44.) traf, und Peinke führte dann zum Ausgleich durch Max Richter (18.).

Das war es aber auch. Mit ein Grund dafür war, dass die Remscheider durchwechseln und die Nachwuchskräfte in der Folge Lehrgeld bezahlen mussten. Allerdings hielt Wienberg über sie seine schützende Hand.

Auf dem Boden der Tatsachen zurück sind auch die Frauen der IGR Remscheid. Sie unterlagen im Anschluss an die Partie der Männer in Cronenberg mit 2:5 (1:4). „Wir sind mal wieder nicht richtig ins Spiel gekommen“, analysierte IGR-Coach Thomas Beck.

Ganz anders die Wuppertalerinnen, die nach drei Treffern innerhalb von wenigen Zeigerumdrehungen nach zehn Minuten mit 3:0 in Front lagen. Anna Behrendt nutzte dann nach 15. Minuten einen Penalty zum 1:3. Kurz danach scheiterte sie allerdings gleich zwei Mal von der Linie.

Yannik Lukassen musste verletzt zuschauen. Keeper Jonas Langenohl war im Spiel einer der wenigen Lichtblicke der IGR.

Nachdem die Gastgeberinnen nach 21 Minuten auf 4:1 erhöhten, schwor Beck sein Team in der Pause neu ein. Zwar lief es dann besser, und die angeschlagene Saphira Giersch traf nach 34 Minuten zum 2:4. Zu mehr reichte es aber nicht, da die Gastgeberinnen fünf Minuten später ihren fünften Treffer erzielten.

Derweil blieb der IGR das Verletzungspech treu. Sara Sousa musste mit einer Armverletzung ins Krankenhaus. Der befürchtete Bruch wurde aber nicht diagnostiziert. Sie erlitt eine schwere Prellung.

So geht es weiter

Mit dem Deutschen Meister Germania Herringen bekommen es die IGR-Männer nun im Doppelpack zu tun. In der 1. Liga am kommenden Samstag in Westfalen, im Pokal am Samstag, 10. Dezember, dann in eigener Halle.

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