Handball

HG Remscheid zeigt bei SG Langenfeld ein anderes Gesicht

Bei der HG Remscheid ist man eng zusammengerückt. Das zahlte sich aus – der Sieg bei der SG Langenfeld war in keiner Minute gefährdet.
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Bei der HG Remscheid ist man eng zusammengerückt. Das zahlte sich aus – der Sieg bei der SG Langenfeld war in keiner Minute gefährdet.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Wenn Schön in der Regionalliga schon die halbe Miete ist . . .

Michael Heimansfeld hockte auf der Tribüne. Florian Hinkelmann auch. So manch einer mag mit dem Blick auf die ehemaligen Spieler der HG Remscheid gedacht haben: Ach, würden sie doch noch für den Handball-Regionalligisten spielen . . .

Gute Nachricht: Es geht bei der HGR auch ohne die beiden nach der zurückliegenden Spielzeit in Handballrente gegangenen Rückraumspieler. Eine Woche nach dem desaströsen Auftritt gegen Rheinhausen meldete sich die Mannschaft von Alexander Zapf mit einem 30:25 (13:9)-Erfolg bei der SG Langenfeld zurück. Keine Gala, aber ein Auftritt, der von Herz, Moral und Leidenschaft lebte.

Da stand von der ersten Minute an im wahrsten Sinne des Wortes eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Alleine die Rückkehr von Sebastian Schön in den Innenblock verlieh der HGR viel Stabilität. „Er ist die halbe Miete“, merkte Michael Heimansfeld an. Seine Mentalität färbte auf die Mitspieler ab, die sich gut auf das Tempospiel des Gastgebers eingestellt hatten und deren Sieg nie in Gefahr geriet.

HG Remscheid: Ganz anderer Auftritt

„Wir sollten das nicht überbewerten“, sollte Co-Trainer Jörg Müller später sagen. „Langenfeld war nicht so stark wie der OSC Rheinhausen.“ Stimmt sicher, hatte aber auch etwas mit der Einstellung des gesamten Teams zu tun. Da war wieder jeder für jeden da. Alle taten, alle machten, alle lieferten. Jeder im Rahmen seiner aktuellen Möglichkeiten.

Zurück zu Schön, dessen Zeit bei der HGR schon von vielen Ausfallzeiten geprägt ist. Ist er jetzt wieder voll an Bord? „Davon gehe ich aus“, antwortete der Kreisläufer. „Mit dem Knie habe ich überhaupt keine Probleme mehr, seitdem ich bei Linus Mathes in Behandlung bin. Und die Krankheiten sind ausgestanden.“ Mathes ist Physiotherapeut und so ganz nebenbei noch Klassetorhüter der Bergischen, der sich auch diesmal wieder mehrfach auszeichnen konnte.

Alter HSGler findet keine guten Worte für die Partie

Ihm gegenüber stand ein alter Bekannter partiell im Kasten. Marco Faust hat im vergangenen Jahr noch bei der HSG Radevormwald/Herbeck gespielt, danach den Sprung nach Langenfeld gewagt. Dort ist er gut angekommen, fand für die Partie aber keine guten Worte: „Da sind zwei schwache Teams aufeinandergetroffen, von dem wir das schlechtere waren.“

HGR: Vorne fehlt der Kopf

Verbesserungswürdig ist bei der HGR die Angriffsarbeit. Da fehlte ein Kopf. Einer, von dem die Aktionen ausgingen. Aber: Ohne den verletzten Felix Handschke (Knie) brachten sich alle anderen ein, übernahmen mehr Verantwortung. Genau das hatte Trainer Alexander Zapf gefordert, der meinte: „Eine am Ende seriöse Leistung meiner Mannschaft. Das war eine ganz andere Körpersprache.“

Ach ja: Handschkes Blessur hat sich als nicht so schwerwiegend herausgestellt. „Ein Stück vom Knorpel ist ab“, berichtete er. „Spätestens 2023 kann ich wieder spielen.“

Tobi Geske pariert ausgerechnet gegen Ex-Club

Hingegen neigt sich die aktive Laufbahn von Torhüter Tobi Geske langsam dem Ende entgegen. Dass er ausgerechnet bei Ex-Club Langenfeld am Schluss einen Siebenmeter parierte – geil!

Statistik

Die meisten Treffer für die HGR erzielte Kaan Taymaz (6). Außerdem erfolgreich waren: Rath, P. Hinkelmann (je 5), Jung (4), Schön, Suiters (je 3), Hermann (2), Jansen (2/1).

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