Rollhockey

Derbys gehen im Doppelpack verloren

IGR-Trainer Timo Meier und Teammanager Marc Ronge stellten sich nach Spielende vor ihre Schützlinge. Foto: Michael Sieber
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IGR-Trainer Timo Meier und Teammanager Marc Ronge stellten sich nach Spielende vor ihre Schützlinge.
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Männer und Frauen der IGR Remscheid unterliegen in der Rollhockey-Bundesliga in Cronenberg.

Von Peter Kuhlendahl

Nach der deutlichen Niederlage wollten die IGR-Frauen nur noch ruckzuck von der Spielfläche runter.

Zwei Derbys, zwei Niederlagen. Der Samstagnachmittag beziehungsweise frühe Abend in der Alfred-Henckels-Halle in Wuppertal ist alles andere als zufriedenstellend für die IGR Remscheid verlaufen. Zunächst unterlagen die Bundesliga-Männer gegen den RSC Cronenberg mit 2:3 (1:1). Im Anschluss kassierten die Frauen eine deutliche 1:6 (1:4)-Pleite. Entsprechend die Gemütslage der Verantwortlichen. „Das nervt einfach nur“, sagte IGR-Männer-Coach Timo Meier. „Das haben wir uns mit Sicherheit ganz anders vorgestellt“, erklärte Thomas Beck aus dem Trainerstab des Frauenteams.

Die Partie der Männer war mit Sicherheit kein Spiel für Feinschmecker. Aber es war eine Begegnung, die mit allen Derbyzutaten gewürzt war. Eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Halle, ein spannender, am Ende gar dramatischer Spielverlauf und die eine oder andere „Nettigkeit“, die auf beiden Seiten ausgetauscht wurde.

RSC-Spielertrainer Jordi Molet fällt erneut negativ auf

Negativ hervor tat sich mal wieder Jordi Molet. Der Spielertrainer der Cronenberger, der längst über seinen sportlichen Zenit hinaus ist, fiel während der Partie eher mit unfairen Attacken auf und reklamierte Fouls an sich. Nach der Schlusssirene stürmte er dann in Richtung der IGR-Spieler. Offizielle aus beiden Lagern hielten die Akteure auseinander. „Ich sage dazu einfach gar nichts mehr“, erklärte IGR-Kapitän Yannick Peinke.

Aus sportlicher Sicht ärgerte sich Meier derweil über den Auftritt seiner Schützlinge. „In den letzten beiden Spielen haben wir unsere vielen Chancen nicht genutzt. Heute haben wir uns kaum welche erspielt. Irgendwie hat man das Gefühl gehabt, dass wir viel zu verkrampft agiert haben.“ Ansonsten kamen neben der nur ausreichenden Offensive viele Puzzleteile zusammen, die für die Niederlage sorgten.

Zu denen gehörten auch strittige Schiedsrichterentscheidungen. So sah IGR-Spieler Fabian Selbach – den daraus resultierenden Direkten vergab Molet (14.) – die einzige blaue Karte. Meier: „Die Unparteiischen haben sich nach dem Spiel dafür entschuldigt, dass sie es verpasst hätten, den Cronenbergern in zwei Situationen die Karten zu zeigen.“

Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste. Bereits nach 24 Sekunden bediente Selbach seinen Mitspieler Eric Krämer, der zum 1:0 traf. In der Folge ging es in einer ausgeglichenen Partie hin und her. Ein Fehler im Aufbau sorgte dann dafür, dass Marco Bernadowitz 37 Sekunden vor der Pause ausgleichen konnte. In der 35. Minute gelang Niko Morovic die Führung der Gastgeber. Die IGR erhöhte den Druck, erspielte sich aber kaum Chancen. Mit einem „Bauerntrick“ gelang Daniel Strieder (47.) der Ausgleich. Doch im Gegenzug nutzten die Wuppertaler einen Blackout der IGR-Abwehr, und Lucas Seidler traf zum 3:2. Pech hatte Selbach dann 30 Sekunden vor dem Ende. Er setzte die Kugel an den Pfosten.

Keine Spur von Spannung dann im anschließenden Spiel der Frauen. Nach Treffern von Maren Wichard (2.) und Lea Seidler (3.) lag die IGR schnell mit 0:2 im Hintertreffen. Als Leonie Lütters auf 3:0 erhöhte (13.), schien der Drops gelutscht. Doch dann traf Anna Behrendt zum 1:3 (19.). Nur zwei Minuten später hatte sie die Chance, auf 2:3 zu verkürzen. Doch sie vergab einen Direkten. Die sofortige Antwort der Gastgeberinnen war dann das 4:1 durch Nina Necke (22.).

Damit war die Partie im Grunde zur Pause entschieden. Der RSC machte nur noch das Nötigste, und erneut Wichard (36.) und Lütters (41.) sorgten für den Endstand. Beck: „Nach dem vergebenen Direkten und dem vierten Gegentreffer haben wir die Köpfe hängenlassen. Da ging nichts mehr.“

So geht es weiter

Auch am kommenden Samstag gibt es die IGR Remscheid in der Bundesliga wieder im Doppelpack. Diesmal in der heimischen Halle in Hackenberg. Um 14 Uhr treffen die Frauen im immens wichtigen Spiel um den Einzug in die Play-offs auf die RESG Walsum. Ab 16 Uhr messen sich die Männer dann ebenfalls mit den Duisburgern.

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