Fußball

Derby steigt diesmal zur Mittagszeit

Marius Suchanoff (Dhünn, l.) und Justin Lüdtke (DTV) prägten zuletzt das Spiel ihrer Mannschaft. Auch auf sie wird es im Derby am Sonntag ankommen. Foto: Peter Teinovic
+
Marius Suchanoff (Dhünn, l.) und Justin Lüdtke (DTV) prägten zuletzt das Spiel ihrer Mannschaft. Auch auf sie wird es im Derby am Sonntag ankommen.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
    schließen

Bezirksliga: Dhünn gegen DTV – Hohe Hürden für Rade, Born, SCA und VfB.

SSV Dhünn – Dabringhauser TV (So., 13 Uhr, Staelsmühle). Zum zweiten Mal in dieser Saison, diesmal ungewöhnlich zur Mittagszeit, steigt das mit Spannung erwartete Wermelskirchener Stadtderby. Im Kreispokal-Achtelfinale triumphierte der SSV vor wenigen Wochen mit 5:2 und sorgte wie schon bei der Kunstraseneröffnung vor einem Jahr (3:1) oder dem Kreispokal-Achtelfinale der Saison 2019/20 (ebenfalls 3:1) für klare Verhältnisse. „Vom alldem können wir uns aber nichts kaufen“, sagt Kristian Fischer. Schließlich geht das Spiel bei 0:0 los. Und beide Teams brauchen Punkte. „Die Tabelle kann jeder lesen“, verdeutlicht Dhünns Trainer.

Der SSV belegt als Zwölfter aktuell den ersten Abstiegsplatz, der DTV ist Neunter. „Wir werden alles reinschmeißen“, verspricht Patrick Grün, der neue Coach der Dabringhausener. Dass er ausgerechnet im Derby zum ersten Mal an der Seitenlinie steht, sorgt für eine besondere Konstellation. „Die Jungs sind heiß“, hat er im Training festgestellt. „Und ich bin es auch.“ Die Bedeutung des Derbys kennt der neue Coach: „Das ist ein bisschen wie ein sportlicher Krieg.“

Die Dhünner hoffen, dass die zuletzt fehlenden Leo Funke, Gabriel Romeo und Max Esgen rechtzeitig fit werden. Beim DTV steht Manuel Sichelschmidt nicht zur Verfügung, Max Bublies ist dafür wieder dabei.

SC 08 Radevormwald – SC Werden-Heidhausen (So., 15.15 Uhr, Kollenberg). Die Lage in der Bergstadt bleibt kritisch. Nicht nur, dass der SC 08 in den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt geholt und dabei kein einziges Tor geschossen hat, auch die Trainingsbeteiligung deutet aktuell nicht auf eine Trendwende hin. „Die Einstellung einiger Spieler stimmt gar nicht“, sagt ein verärgerter sich Coach Zdenko Kosanovic, der immer wieder fragwürdige Absagen präsentiert bekommt. „Dass wir uns seit fünf Jahren in der Abstiegszone befinden, hat seinen Grund“, verdeutlicht er. Und jetzt kommt auch noch der Tabellendritte zum Kollenberg. Kosanovic: „Das ist egal. Wenn wir nicht als Mannschaft auftreten, verlieren wir gegen jedes Team in der Liga.“

SV Union Velbert – SSV Bergisch Born (So., 15.15 Uhr). Der Befreiungsschlag gegen Heiligenhaus (6:1) war für alle Borner Balsam auf die geschundene Seele. „Jetzt müssen wir aber nachlegen und zeigen, dass das keine Eintagsfliege war“, fordert Interimstrainer Domenico Cozza, der einzig Marco Koch ersetzen muss. Ihm ist nicht entgangen, dass die Velberter, auf die er als FCR-Spieler noch in der Landesliga getroffen ist, als Tabellenneunter den eigenen Ansprüchen noch weiter hinterherlaufen als der SSV. „Das Gefährlichste wäre aber, den Gegner zu unterschätzen“, meint Cozza, der als Trainer einen klaren Plan verfolgt: „Wir wollen Fußball spielen. Und das ist uns zuletzt gut gelungen.“

DJK Adler Union Frintrop – SC Ayyildiz Remscheid (So., 13 Uhr). Beim souveränen Spitzenreiter, der in elf Spielen überragende 31 Punkte geholt und noch gar nicht geschwächelt hat, wollen die Remscheider zeigen, dass das 3:0 gegen Schlusslicht SC Frintrop die Trendwende war: „Wir freuen uns drauf“, sagt Trainer Erdal Demir. „In so einem Spiel kannst du ja nur gewinnen.“ Drei Mann sind fraglich: Cemal und Osman Öztürk sowie Enes Gün.

ASV Mettmann – VfB Marathon Remscheid (So., 16 Uhr). Mit 14 Punkten nach elf Spielen steht der VfB auf einem Nicht-Abstiegsplatz. „Ich bin zurzeit sehr zufrieden und stolz auf uns“, sagt Spielertrainer Dominik Müller, der in den ausstehenden Spielen in 2021 (Mettmann, Ronsdorf, Rade) gerne noch „vier bis sechs Punkte“ nachlegen möchte. Bedeutet: Auch gegen ein Top-Team wie den ASV rechnen sich die mittlerweile selbstbewussten Remscheider etwas aus. Müller: „Wenn wir unseren Fußball spielen, muss uns erst einmal einer schlagen.“ Der Coach selbst wird dieses Jahr nicht mehr spielen können, Gleiches gilt für Tom Paß (drei Spiele gesperrt). Am Sonntag fehlt Patrick Larisch nach Gelb-Rot im Kreispokal, Fabi Heinrich ist dafür zurück.

Trainerwechsel

In der Gruppe 2 hat Alfonso Del Cueto als Trainer von DV Solingen hingeschmissen. Fünf Niederlagen und ein Remis in der Liga dazu das Kreispokal-Aus gegen A-Kreisligist Dersimspor – das war zu viel für den Oberliga-erfahrenen Coach.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Für die Nummer 4 ist mit 40 Jahren Schluss
Für die Nummer 4 ist mit 40 Jahren Schluss
Für die Nummer 4 ist mit 40 Jahren Schluss

Kommentare