Fußball aktuell

Der WSV ist einige Nummern zu groß

Der Wuppertaler Lewin D´Hone war zum Teil auch von zwei Gegenspielern nicht zu bremsen gewesen.
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Der Wuppertaler Lewin D´Hone war zum Teil auch von zwei Gegenspielern nicht zu bremsen gewesen.
  • Andreas Dach
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Niederrheinpokal: SV 09/35 wehrt sich nach Kräften, verliert aber mit 0:8 (0:3).

Von Andreas Dach

Knapp 700 Zuschauer im Dönges-Eifgen-Stadion belohnten den SV 09/35 Wermelskirchen für seine immensen Bemühungen. Sie erlebten eine stimmungsvolle Partie der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen den Wuppertaler SV, die beim 0:8 (0:3) schon früh entschieden war.

Sebastian Pichuras Plan war klar formuliert gewesen. „Wir wollen so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben“, hatte es der Trainer des SV 09/35 Wermelskirchen seiner Mannschaft eingebläut. Für ihn stand fest: „Je länger die Null steht, desto nervöser könnte der WSV werden.“ Gleichwohl: Pläne sind die eine Sache, die Durchführung ist dann oft eine andere. Bereits nach acht Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten des Gastgebers. Der WSV hatte den Ball schnell über Außen nach vorne gespielt, die präzise Hereingabe von Semih Güler wurde von Roman Prokoph locker verwandelt.

Schon nach 22 Minuten gab es den nächsten Dämpfer für 09/35, das mit sechs neuen Spielern in der Anfangsformation in die Begegnung gegangen war. Nach einem Pressschlag gut 20 Meter vor dem Wermelskirchener Strafraum entschied Schiedsrichter Gerrit Wiesner überraschend auf Freistoß für den WSV. Lewin D´Hone ließ sich die gute Möglichkeit nicht entgehen. Torhüter Yannick Klüppelberg war mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den zweiten Treffer aber nicht verhindern.

Alles klar war dann quasi mit dem Pausenpfiff – wieder Roman Prokoph erzielte den dritten Wuppertaler Treffer. Vorbereiter war Lewin D´Hone, womit die beiden prägenden Figuren des ersten Abschnitts genannt sind. Allerdings: Der SV 09/35 hatte sich durchaus mutig präsentiert. Dafür spricht schon alleine das Eckenverhältnis von 5:2 in Abschnitt eins. Und ein paar wenige Chancen, bei denen vielleicht die letzte Überzeugung fehlte, gab es auch.

Die Idee, mit Kapitän Umut Demir rechts defensiv zu beginnen, wurde schon bald vom Wermelskirchener Trainerteam verworfen. Der Kapitän wurde vorne gebraucht. Die Wende wurde aber nicht mehr geschafft. Der WSV spielte die Partie seriös herunter, machte weiter Druck. Und belohnte sich mit Toren von Marco Königs (56., Strafstoß), Kingsley Sarpei (59., 83.), Lion Schweers (67.) und Lewin D´Hone (72.). Nichts war es vor den Augen von vielen Ex-Wermelskirchenern wie Jürgen Wellmann oder Michael Röttgen mit einer Sensation.

So feierten sich die Wuppertaler Fans über die gesamte Zeit, während die Sympathisanten des SV 09/35 längst frühzeitig zum gemütlichen Pläuschchen übergegangen waren. Eindeutig: Dieses Spiel ist für die Mannschaft von Sebastian Pichura zu früh gekommen. Die Rädchen greifen noch nicht so gut ineinander, wie man das vielleicht im Eifgen erhofft hat. Viele Neue, viele ungewohnte Abläufe – das braucht noch Zeit.

Sympathiepunkte hat der Gastgeber aber auf jeden Fall gewonnen. Für die perfekte Vorbereitung dieser denkwürdigen Partie. Viele, die man lange nicht im Dönges-Eifgen-Stadion gesehen hat, waren gekommen. Sebastian Pichura sagte: „Uns wurden die Grenzen aufgezeigt.“ Und WSV-Coach Björn Mehnert: „Ich hätte es verschmerzen können, wenn der Gegner ein Tor erzielt hätte.“

2. Pokalrunde

Die zweite Runde des Fußball-Niederrheinpokals wird an diesem Freitag um 11 Uhr in Duisburg-Wedau ausgelost. Als „Glücksbote“ fungiert diesmal der frühere Nationalspieler Hans-Günter Bruns. Die Auslosung wird auf Instagram (FVN) live übertragen.

Voll besetzte Ränge im Dönges-Eifgen-Stadion. Die Kulisse im Pokalspiel war prächtig – und alles blieb friedlich.

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