Der Tod von Peter Hermanns macht sehr traurig

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Mein Blick auf die Woche im Sport

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Von Andreas Dach

Die Nachricht von seinem Tod hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Wie das eben der Fall ist, wenn jemand einen solchen Prominentstatus hat wie der Wermelskirchener Peter Hermanns. Er war über Jahrzehnte hinweg in der Wermelskirchener Lokalpolitik und im Vereinsleben aktiv gewesen, hat in der Sportgerichtsbarkeit Ämter bis auf Bundesebene bekleidet. Das ist ein Pfund.

Peter Hermanns ist 81 Jahre alt geworden, hatte zuletzt vermehrt über Herzprobleme geklagt. Jetzt ist er eingeschlafen. Was nicht alleine seine Familie immens traurig macht, sondern alle, die ihn als Ehrenamtler und Sportler im Laufe der Jahre kennengelernt haben. Er war gerecht – so lautet ein Satz, den man genau so unterschreiben kann und der immer wieder im Zusammenhang mit ihm formuliert wurde und wird.

Hermanns hätte möglicherweise eine Karriere als Bundesliga-Schiedsrichter angestrebt, hätte ihn nicht ein Schwimmunfall alle diesbezüglichen Ambitionen gekostet. Bei der Einweihung des Hallenbades im Jahr 1974 war er nach dem Absprung derart unglücklich auf dem Wasser aufgekommen, dass er ein Auge verlor. Ein Schicksalsschlag, welcher ihm aber nicht den Mut nahm. Im Gegenteil: Er sattelte um, widmete sich in der Folge der Sportgerichtsbarkeit und wurde wegen seines Fachwissens und eben seiner Herangehensweise an die Fälle sehr geschätzt.

Auf der Karriereleiter ging es immer weiter hinauf in Spruchkammern und Sportgerichten. Letztlich wusste man bis auf höchster Ebene seinen Rat und seine Tat zu schätzen. Erst- und Zweitliga-Fußballer bekamen es mit ihm zu tun. Insgesamt kamen fast 40 Jahre zusammen, in welchen sich Hermanns in den Dienst der Sache stellte. Dabei blieb er Wermelskirchen immer treu, wo er schon als Kind mit dem Fußball- und dem Handballspielen beim SV 09 begonnen hatte. Auch das Tennisspielen hatte früher zu seinen sportlichen Leidenschaften gehört – beim TC Grün-Weiß.

Seine sportlichen Gene hat Peter Hermanns vererbt. Tochter Katja Hülsmann war Handballerin, Enkeltochter Anna steht im Handballtor des Wermelskirchener TV. Beide waren ganzer Stolz des Mannes, der nach dem Tod seiner ersten Frau seit Anfang der 1980er-Jahre in zweiter Ehe verheiratet war. Er wird fehlen. Als Mensch. Als Ratgeber. Als Gerechtigkeitsfanatiker. Und als einer, der immer Verantwortung übernommen hat. Ein Großer des Sports. Nicht nur in Wermelskirchen.

Der Fußball-Kreistag verläuft in völliger Harmonie und Eintracht.

Die Rückkehr des Winters sorgte zuletzt für Spielausfälle.

andreas.dach@rga.de

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