Fußball

Der Spitzenreiter muss improvisieren

Wenn er gebraucht wird, ist er da: Auf Patrick Posavec kann sich der FC Remscheid stets verlassen.
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Wenn er gebraucht wird, ist er da: Auf Patrick Posavec kann sich der FC Remscheid stets verlassen.
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Heimpartien für die Landesligisten FCR und 09/35. Bezirksligaspitzenspiel Ronsdorf gegen Born.

Von Andreas Dach und Fabian Herzog

Landesliga: FC Remscheid – FSV Vohwinkel (So., 15 Uhr, Röntgen-Stadion). Nach vier Spieltagen handelt es sich um eine Momentaufnahme. Nicht mehr, nicht weniger. Der FCR ist Tabellenführer. So soll es nach Möglichkeit auch am Sonntag gegen 16.45 Uhr noch sein. „Wir wissen um die Qualitäten unseres Gegners“, sagt Trainer Marcel Heinemann. „Aber wir fühlen uns in unserem Wohnzimmer sehr heimisch und wollen dort weiter punkten.“

Ja, das Röntgen-Stadion hat viel mit dem Höhenflug zu tun. Der Naturrasen ist für die meisten Gegner ein ungewohntes Terrain, dazu kommt die Größe des Platzes. Heinemann: „Da sieht man, wie wichtig diese Anlage für den FCR und die Stadt ist.“ Allerdings: Inzwischen steht fest, dass mit Ahmed Al Khalil einer der Anführer mit einem Teilriss des Innenbands im Knie für vier bis sechs Wochen ausfällt. „Das schmerzt“, drückt Heinemann es doppeldeutig aus. Den Spieler selbst und die Mannschaft. Hatte Al Khalil zum Gelingen des Starts doch bereits vier Treffer und sechs Assists beigesteuert. Umso besser, dass Patrick Posavec sich in prächtiger Form befindet und ihn ersetzen kann. Sein Platz in der Startelf ist sicher. Sebastian Bamberg ist nach langer Verletzungspause zurück im Kader, Marius Suchanoff ab kommenden Dienstag, wenn die Abschlussuntersuchung erfolgreich verläuft.

Landesliga: SV 09/35 Wermelskirchen – SpVgg. Steele (So., 15 Uhr, Dönges-Eifgen-Stadion). Neun Punkte nach vier Spielen – Trainer Sebastian Pichura hätte das „sofort unterschrieben“, wenn ihm jemand das vor der Saison angeboten hätte. Indes: Ein Ruhekissen ist diese Bilanz noch nicht. „Wir brauchen einen weiteren Sieg“, stellt der Coach heraus, „damit ein bisschen Ruhe einkehrt.“ In einer 14er-Liga mit vier Absteigern wird jeder Zähler dringend gebraucht, um zeitig auf der sicheren Seite zu sein.

Mit den Essenern taucht ein Gegner im Eifgen auf, der von den Wermelskirchenern in der Kategorie „unangenehm und unbequem“ einsortiert wird. Um ihn wieder – vergangene Saison gab´s ein wichtiges 2:1 – zu bezwingen, braucht es mehr Konstanz. Der Trainer: „Wir müssen auch in der zweiten Halbzeit die Leistung der ersten bringen.“ Daran hatte es zuletzt gemangelt, weshalb Partien für einige Minuten noch einmal auf der Kippe standen. Emre Circir (nach Sperre) und Benjamin Wünschmann (nach Verletzung) kehren in den Kader zurück, Maxim Vlasiuc (Gelb-Rot) und Tom Paß (Urlaub) stehen nicht zur Verfügung. Bei Eray Yigiter, Jan Nsu Kayala, Ghartey Anderson und Eren Eryürük muss man aus unterschiedlichen Gründen abwarten.

Dustin Köhler und die Borner schlugen Ronsdorf zuletzt zu Hause mit 3:2.

Bezirksliga: TSV Ronsdorf – SSV Bergisch Born (So., 15.30 Uhr). Das Spitzenduell des Spieltags steigt in der Waldkampfbahn, wo die Borner nicht nur wegen der dortigen Siege in der jüngeren Vergangenheit mit einem guten Gefühl antreten. Der Spitzenreiter will „ohne Druck und stattdessen mit viel Spaß und Lockerheit“ an die Aufgabe beim Tabellendritten herangehen, wie Trainer Tim Janowski ankündigt. Ihm steht ein nahezu kompletter Kader zur Verfügung, einzig Fynn Mueller (Urlaub) fehlt. Einige Spieler werden an die 2. Mannschaft abgegeben. Alle anderen brennen auf eine wegweisende Woche. Am Dienstag kommt die SG Hackenberg im Pokal, freitags dann der ASV Mettmann zum nächsten Ligakracher nach Born. Janowski: „Wir sind heiß drauf und wollen das Maximum rausholen.“

Bezirksliga: BV Burscheid – 1. Spvg. Solingen-Wald (So., 15 Uhr, Griesberg). Im Duell der Gegensätze – der Gäste-Kader ist gespickt mit Landesligaerfahrung und mehr – darf man gespannt sein, wie sich der Aufsteiger diesmal aus der Affäre ziehen wird. Vor allem die Defensive erwies sich bislang nicht als bezirksligatauglich, musste in sechs Spielen 26 Gegentore und damit im Schnitt mehr als vier pro Partie hinnehmen. „Meine Jungs trainieren wie die Weltmeister“, weiß Trainer Yakup Karakus, „aber im Spiel sind sie zu nervös und machen viele Fehler.“ In Abwesenheit von Serkan Özkan (weiter verletzt) und Soufian Amiri (Urlaub) setzt er weiter auf die A-Jugend, die in der Bergischen Leistungsklasse mit einem 7:2 gegen Wald 03 perfekt gestartet ist.

Bezirksliga: Dabringhauser TV – TSV Solingen (So., 15.15 Uhr, Höferhof). Die Leistungen des DTV stimmten zuletzt, in Sachen Punkteausbeute hat der Tabellen-13. aber noch Luft nach oben. Was allerdings auch in einem engen Verhältnis zur langen Ausfallliste steht. Yusuf Kaya, Cemal Öztürk, Maurizio Lo Pinto, Ahmed Öztürk, Max Bublies, Marvin Dattner und Eray Yilmaz sind aber zurück im Kader, sodass Patrick Grün diesmal wohl nicht wieder selbst ran muss. Die vollen 90 Minuten bei Wald 03 (0:1) machten ihm körperlich schon zu schaffen: „Ich hatte am Mittwoch noch Muskelkater von den Einwürfen.“ Was dem Trainer noch weniger gefällt: Patrick Sadowski wurde für vier Spiele gesperrt, Finn Pannack ist beruflich verhindert und Dennis Dossmann, der nach Sperre am Wochenende auf den Platz hätte zurückkehren können, wieder am Knie verletzt.

Bezirksliga: SSV Berghausen – SC Ayyildiz (So., 15.30 Uhr). Auch am Sonntag muss Ayyildiz auf seinen Trainer verzichten, André Springob geht es aber besser. Auch sein Team scheint sich von zuvor drei Niederlagen gut erholt zu haben. Wobei Michael Röttgen, der Springob noch einmal zusammen mit dem weiterhin verletzten Osman Öztürk vertreten wird, das 4:0 gegen Baumberg II noch nicht reicht, um endgültig von einer Trendwende zu sprechen. „Jetzt müssen wir zeigen, ob wir den Bock umgestoßen haben.“ Berghausen, das überraschende Schlusslicht, steht bei einem mickrigen Zähler. „Ich hatte die auf den Plätzen drei bis fünf erwartet“, sagt Röttgen. Mergim Leci (Zerrung) fehlt dem SCA, bei Fehmi Cengiz (Knöchel) und Ömer Akyüz (Corona-Nachwirkungen) besteht Hoffnung auf einen Einsatz.

Kreisliga A

Nach einer dramatischen Schlussphase trennten sich der BV 10 Remscheid und der SSV Dhünn II in der Kreisliga A mit 3:3 (1:0). Dreimal war der Gastgeber in Führung gegangen: Orlando Paulo Samuel (41.), Fabio Fornarelli (49.), Amine Larbi (90.). Dreimal glich der SSV II aus: Marcel Meyrahn (47.), Florian Fischer (76.) und Jonas Sottek (90.+5).

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