Handball

Der Spielverlauf ist die beste Medizin

Panther-Rückraumspieler Henrik Heider ging am Freitagabend nach einem Schlag ins Gesicht benommen zu Boden.
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Panther-Rückraumspieler Henrik Heider ging am Freitagabend nach einem Schlag ins Gesicht benommen zu Boden.
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Panther haben in der 3. Liga wenig Mühe – Regionalligist HGR verliert in Ratingen.

Von Peter Kuhlendahl

HGR-Trainer Alexander Zapf (l.) und sein Gegenüber Ace Jonovski, die befreundet sind, hatten vor dem Spiel in Ratingen beide gute Laune.

Den einzigen Schreckmoment für die Bergischen Panther gab es am Freitagabend Mitte der zweiten Halbzeit. Rückraumspieler Henrik Heider bekam bei einem Wurfversuch einen heftigen Schlag ins Gesicht und ging benommen zu Boden. Blut floß, da die Unterlippe aufgeplatzt war. Doch knapp eine Viertelstunde, nachdem die Partie in der 3. Liga gegen die 2. Mannschaft des TuSEM Essen deutlich 36:21 (20:11) gewonnen worden war (wir berichteten), gab er Entwarnung und gönnte sich erst einmal ein Kölsch: „Es ist alles in Ordnung.“

„Wir sind auf einem guten Weg. Aber das Ziel haben wir noch lange nicht erreicht.“

Frank Lorenzet, Panther-Manager

Ein kühles Getränk hatten sich nach dem tollen Auftritt im letzten Heimspiel des Kalenderjahres alle verdient. „Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt: Geht raus und habt einfach Spaß“, erklärte ein sehr zufriedener Trainer Marcel Mutz. Und den hatten seine Schützlinge spätestens nach fünf Minuten. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase legten die Panther dank eines starken Keepers Robin Eigenbrod und einer sicheren Abwehr los wie die Feuerwehr. Und da sie bis zur 20. Minute in der Offensive fast eine hundertprozentige Abschlussquote hatten, stand nach 19 Minuten eine 16:5-Führung auf der Anzeigentafel.

Aus diesem Grund konnten die Gastgeber auch bereits früh munter durchwechseln. Was allen gut tat, da einige Akteure in den Tagen vor dem Spiel wegen grippaler Infekte mehr Zeit im Bett oder auf dem heimischen Sofa als in der Halle verbracht hatten. Doch der weitere Spielverlauf war für alle schließlich eine sehr gute Medizin.

Mit dem vierten Sieg in Folge haben die Panther nun einen weiteren Schritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga gemacht. „Wir sind auf einem guten Weg. Aber das Ziel haben wir noch lange nicht erreicht“, erklärte Panther-Manager Frank Lorenzet.

Regionalliga: HGR bietet Favorit Ratingen lange Zeit Paroli

Der große Frust stand allen am frühen Samstagabend in Ratingen ins Gesicht geschrieben. „Was für eine Sch. . .“, entfuhr es Tobias Geske, dem Keeper der HG Remscheid, nach der 28:31 (16:13)-Niederlage bei interaktiv Handball. Dabei hätten sie alle erhobenen Hauptes aus der Halle gehen können. Denn was die HGR beim mit Ex-Bundesligaspielern gespickten Favoriten auf die Platte brachte, war aller Ehren wert. „Ich kann überhaupt keinem einen Vorwurf machen. Das war unsere bisher beste Saisonleistung“, erklärte HGR-Trainer Alexander Zapf.

Bis drei Minuten vor dem Ende war die Partie völlig offen. Aber dann ging den Remscheidern, die kurzfristig auf Lukas Pütz (Fußverletzung) und Ben Thalmann (Erkältung) verzichten mussten, im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. In einem Abnutzungskampf mussten sich die Remscheider geschlagen geben. Was alleine HGR-Kreisläufer Philip Rath am Kreis alles einzustecken hatte, ging ordentlich über die Schmerzgrenze hinaus. „Die sind so erzogen worden“, meinte er mit einem gequälten Lächeln.

Ob übertriebene Härte oder einfach nur Abgezocktheit der Ex-Profis um Robert Markovic. Die Gastgeber staunten nicht schlecht, dass sie lange der Musik hinterherlaufen mussten. Auch der eigentlich besonnene Trainer Ace Jonovski zeigte an der Seitenlinie deutliche Reaktionen.

Angeführt von einem bärenstarken Philipp Hinkelmann ging die erste Hälfte klar an die Remscheider. Und als Michael Heimansfeld und Rath nach dem Seitenwechsel auf 18:13 stellten (31./33.), lag eine echte Überraschung in der Luft. Die Gastgeber brachten zunächst Hektik in die Partie, zeigten dann aber ihre individuelle Klasse, gingen nach 55 Minuten zum ersten Mal nach langer Zeit wieder in Führung (28:27) und brachten den Sieg ins Ziel.

Tore: P. Hinkelmann (7), Rath (6), Jansen (5/3), Heimansfeld, Hermann (je 3), Hertz (2), F. Hinkelmann, Luciano (je 1).

So geht es weiter

3. Liga: Die Bergischen Panther müssen in diesem Kalenderjahr noch einmal ran. Am kommenden Samstag sind sie um 19 Uhr in Köln beim Longericher SC zu Gast.

Regionalliga: In ihrem vorletzten Auftritt in 2021 empfängt die HG Remscheid den TSV Bonn. Die Partie findet am Freitagabend (20 Uhr) in der Halle Neuenkamp statt.

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