Judo

Der RTV hat seine Lehren gezogen

Solche spektakulären Aktionen wie von RTV-Judoka Karl-Richard Frey (blau) gibt es ab Samstag wieder zu bewundern.
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Solche spektakulären Aktionen wie von RTV-Judoka Karl-Richard Frey (blau) gibt es ab Samstag wieder zu bewundern.
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Analyse: Am Samstag beginnt für die Remscheider die neue Saison in der Judo-Bundesliga.

Von Peter Kuhlendahl

Am kommenden Samstag beginnt die neue Saison in der Judo-Bundesliga. Mit dabei sind auch die Judoka des Remscheider TV. Bevor die ersten Kämpfer auf die Matte treten, ist es an der Zeit, um ausführlich auf die Bundesliga und das Team zu blicken. Das machen wir in dieser Analyse.

Wie ist der Modus in der Judo-Bundesliga?

Wie auch in der letzten Saison gibt es eine Nord- und eine Südgruppe. In einer einfachen Runde kämpft jeder gegen jeden. Am Ende ziehen der Erst- und der Zweitplatzierte jeder Gruppe ins Final-Four ein. Der Gruppenerste trifft jeweils auf den Zweiten. Die Sieger kämpfen dann um den Titel.

Wer ist der Titelverteidiger?

Das ist der TSV Abendsberg aus Bayern, der sich im vergangenen Jahr nach einem Sieg beim Hamburger Judo-Team den Titel zum 23. Mal geholt hatte. Die Hanseaten waren Ausrichter des Final-Four.

Wie schnitten die Remscheider in der vergangenen Saison ab?

Der RTV war als Aufsteiger in die Saison gegangen. Zwischenzeitlich schielten die Remscheider auch Richtung des zweiten Tabellenplatzes. Nach sieben Kampftagen belegten sie nach zwei Siegen, einem Remis und vier Niederlagen in der Nord-Gruppe den sechsten Platz.

Tritt der RTV wieder in der Nord-Gruppe an? Und wie heißen die Gegner?

Wie im vergangenen Jahr sind die Remscheider im Norden unterwegs. Gegner sind das Hamburger Judo-Team, die SU Witten-Annen, der UJKC Potsdam, der JC 66 Bottrop, der KSC Asahi Spremberg und der TSV Hertha Walheim. Letztgenanntes Team wäre in der vergangenen Saison der sportliche Absteiger gewesen. Allerdings zog sich das Judo-Team Hannover freiwillig in die 2. Bundesliga zurück. Aus dieser Liga hatte kein Team einen Lizenzantrag für die 1. Liga gestellt. Deshalb gehen nun sieben Vereine ins Rennen.

Wie sieht es in der Südgruppe aus?

Mit dem TSV Abendsberg, dem 1. JC Samurai Offenbach, dem JSV Speyer, dem KSV Esslingen, dem VfL Sindelfingen, dem TV Erlangen, der TSG Backnang, dem Judo-Club Rüsselsheim und dem Judo-Club Leipzig sind dort insgesamt neun Mannschaften am Start.

Wie viele Heimkämpfe hat der RTV in dieser Saison?

Die Remscheider können drei Mal auf den heimischen Matten kämpfen. Los geht es am Samstag gegen Hamburg. Am 3. Juni ist Walheim zu Gast. Am letzten Kampftag am 23. September trifft der RTV auf Bottrop. Alle Kämpfe finden in der Sporthalle Neuenkamp statt.

Wann und wo muss das Team auswärts ran?

Es stehen zum Teil weite Fahrten an. Am 15. April müssen die Remscheider in Potsdam antreten. Am 26. August in Spremberg und am 9. September in Annen.

Mit welchem Ziel geht der RTV in seine zweite Saison im Judo-Oberhaus?

Die Remscheider halten nicht hinter dem Berg, dass sie das Final-Four erreichen möchten. Dafür haben sie Lehren aus ihrer ersten Saison gezogen.

Welche Lehren sind das?

Die Remscheider hatten da bereits eine erstklassige erste personelle Reihe. Allerdings konnte man in der Bundesliga fast nie komplett antreten, da an den Kampftagen immer wieder Grand-Slam-Turniere oder Lehrgänge der verschiedenen Nationalmannschaften stattfanden. Aus diesem Grund hat sich das Judoteam mit 18 Neuzugängen verstärkt. „Uns fehlte im letzten Jahr quasi eine zweite starke Reihe. Diese Lücke haben wir nun geschlossen“, erklärt Teammanager Cedric Pick.

Es gibt also auch in diesem Jahr wieder Überschneidungen?

Vielleicht sogar mehr als in der vergangenen Saison. Grund dafür ist, dass im Jahr 2024 die Olympischen Spiele in Paris stattfinden. Dafür müssen bei den großen internationalen Turnieren die nötigen Qualifikationspunkte gesammelt werden. Der RTV hofft darauf, dass seine Weltklassekämpfer schnell genug Punkte gesammelt haben. Da im Team nun auch Kämpfer aus den Niederlanden, Aserbaidschan, Österreich und Rumänien im Einsatz sind, und die Lehrgänge dieser Nationalmannschaften nie zeitgleich stattfinden, werden immer Aktive zur Verfügung stehen.

Wer sind in der Nordgruppe die größten Konkurrenten um die ersten beiden Plätze?

Natürlich insbesondere der Vizemeister aus Hamburg, der am Samstag zu Gast ist. Ambitionen auf das Final-Four haben zudem Witten-Annen und auch Potsdam.

Das Final-Four um den Titel fand im vergangenen Jahr in Hamburg statt. Gibt es für 2023 schon einen Austragungsort?

Der dürfte noch nicht feststehen. Eine endgültige Entscheidung wird im Mai fallen, damit der Ausrichter genügend Zeit bis Oktober hat.

Würden sich die Remscheider um eine Austragung bewerben?

Das hängt von der sportlichen Entwicklung ab. „Falls wir im Mai noch im Rennen sind, würden wir das in Erwägung ziehen“, erklärt Cedric Pick.

Das Hauptaugenmerk liegt aber zunächst auf den Heimkämpfen.

Da arbeiten die Judoka nun noch enger mit dem Gesamtverein zusammen, und die Arbeiten ruhen nun auf mehreren Schultern. Deshalb können sich die Besucher auf perfekt organisierte Veranstaltungen freuen.

Mit wie vielen Zuschauern rechnet der RTV beispielsweise am Samstag?

Dies ist zum Saisonauftakt zwar schwierig einzuschätzen, aber die Zahl 500 wird schon genannt. Dabei setzt der RTV auch nicht nur auf ein so genanntes Fachpublikum. In der Halle wird Weltklassesport geboten. Cedric Pick wird als Hallensprecher auch die Nicht-Fachleute mitnehmen und erklären, was sich auf der Matte abspielt.

Wann geht es am Samstag los, und was ist wichtig für die Zuschauer?

Der Kampf beginnt um 16 Uhr. Die Halle öffnet um 15 Uhr. Als Parkplätze stehen am Samstag auch der Parkplatz der EWR an der Neuenkamper Straße und der angrenzenden Schule zur Verfügung. Bei den Eintrittspreisen hat es eine grundsätzliche Veränderung gegeben. Erwachsene mussten bisher zwölf, Kinder und Jugendliche acht Euro bezahlen. In dieser Saison kosten alle Karten fünf Euro.

Es gibt noch ein ganz besonderes Ticket. Was steckt dahinter?

Es gibt noch eine so genannte Supporter-Card. Für 99 Euro ist man bei den drei Heimkämpfen dabei und hat Zutritt zur VIP-Lounge, in der es ein Buffet, Sekt und Softdrinks gibt. Die Karte beinhaltet eine Sitzplatzgarantie direkt am Mattenrand sowie ein „Meet and Greet“ mit einem RTV-Kämpfer seiner Wahl inklusive eines Funfotos. Außerdem nimmt man automatisch an einer Verlosung an einer Supporter-Card für die Saison 2024 teil.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die bisher unbeantwortet geblieben sind? Dinge, die entsprechend dringend eingeordnet werden müssen? Dem gehen wir in einer ausführlichen Analyse nach. Aktuell befassen wir uns mit der Judo-Bundesliga und dem Remscheider TV, der am nächsten Samstag in seine zweite Saison in dieser Klasse geht.

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