Fußball

A-Kreisligist muss tief in die Tasche greifen

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Kevin Zrock war am Dienstag einer der Hauptprotagonisten beim Sportgerichtstermin.
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Sportgericht verurteilt den SC Heide zu einer Geldstrafe wegen diskriminierenden Äußerungen von Fans

Von Peter Kuhlendahl

Remscheid. Zu einer saftigen Geldstrafe wurde der SC Heide am Dienstagabend vom Sportgericht des Fußballkreises Remscheid verurteilt. Der A-Ligist muss insgesamt 787 Euro bezahlen. Der Betrag schlüsselt sich auf in 400 Euro wegen diskriminierenden Äußerungen und Unsportlichkeiten von Fans, 250 Euro wegen eines unzureichenden Ordnungsdienstes, 90 Euro Verfahrenskosten sowie 47 Euro Auslagen für das Schiedsrichtergespann, das an der mündlichen Verhandlung teilnahm.

Frank Bruchertseifer.

„Ansonsten sind Sie haarscharf an einer Verhandlung vor dem Verbandssportgericht in Duisburg vorbeigeschrammt“, richtete Frank Bruchertseifer zu Sitzungsbeginn deutliche Worte an Kevin Zrock, den 1. Vorsitzenden der Heider. Dies wäre dann der Fall gewesen, wenn die Äußerungen nicht als diskriminierend, sondern als rassistisch eingeordnet worden wären. In Duisburg mussten sich die Heider aus diesem Grund bereits im Januar 2020 verantworten. Damals ging es auch um Beleidigungen von Fans der Heider. Der Verein wurde damals zu 300 Euro wegen Unsportlichkeit verurteilt.

Vorfälle ereignen sich beim Pokalspiel gegen den BV Burscheid

„Genau das ist wieder das Problem. Wir haben doch keinen Einfluss darauf, was Fans reinrufen“, erklärte Zrock. Dem wollte Bruchertseifer, der – die Heider hatten zugestimmt – die Verhandlung alleine mit Helmut Liesch leitete, grundsätzlich zwar nicht widersprechen. „Allerdings ist es eben nicht das erste Mal gewesen.“

Die Vorfälle hatten sich am 20. Oktober bei der 3:4-Niederlage im Achtelfinale des Kreispokalspiels gegen den Ligakonkurrenten BV Burscheid ereignet. Damals war ein BVB-Spieler aus dem Fanblock heraus als „Sucuk-Wurst“ (türkische Knoblauch-Wurst) beschimpft worden. Dies hatte Schiedsrichter Patrick Stahlberg in seinem Sonderbericht vermerkt. Er und seine beiden Assistenten Patrick Busch und Fabian Stein bestätigen dies bei der Sitzung.

Außerdem war das Trio nach dem Spiel auf dem Weg in die Schiedsrichterkabine von einem namentlich bekannten Zuschauer, der ein Kleidungsstück mit dem Aufdruck des Clubs trug, angegangen worden. Er hatte Stahlberg vor die Füße gespuckt und anschließend versucht, Busch am Rücken zu treffen. „Er hat mittlerweile ein Platzverbot bei uns“, berichtete Zrock, der sich nach dem Vorfall auch bei den Schiedsrichtern entschuldigt hatte.

Dies hatte Bruchertseifer in seiner Urteilsbegründung ausdrücklich gelobt. Allerdings hatten er und auch Helmut Liesch überhaupt kein Verständnis dafür, dass auf dem Sportplatz an der Schnabelsmühle in Hückeswagen nur ein Ordner von den Heidern gestellt worden war. Rund 250 Zuschauer hatten den Weg auf die Anlage gefunden.

Das Urteil will Kevin Zrock nun mit seinem Vorstandskollegen besprechen. Dann entscheiden sie, ob sie es akzeptieren oder ob sie Einspruch einlegen.

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