Fußball

Der Jubel schlägt schnell in Hektik um

Nach dem ersten FCR-Treffer von Patrick Posavec gegen Speldorf kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Foto: Michael Sieber
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Nach dem ersten FCR-Treffer von Patrick Posavec gegen Speldorf kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
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FCR feiert wichtigen Sieg gegen Speldorf. SV 09/35 in Rellinghausen chancenlos.

Von Peter Kuhlendahl und Marc Jörgens

FC Remscheid – VfB Speldorf 2:1 (2:0). Sie sehnten und forderten den Schlusspfiff lautstark herbei. Als der junge Unparteiische Fynn Tonscheidt die Partie nach einer fast sechsminütigen Nachspielzeit abpfiff, schlug der Jubel der Remscheider aber schnell in Hektik auf dem Platz um. Zunächst, weil der eine oder andere Akteur wohl noch Rechnungen begleichen wollte.

Doch dies trat schnell in den Hintergrund, weil FCR-Spieler Haci Köseoglu noch während die Partie lief, auf dem Platz zusammengebrochen war und nach Luft rang. Minutenlang standen seine Teamkollegen um ihn herum auf dem Rasen. Über den Sieg wollte sich keiner freuen. Doch dann gab es endlich Entwarnung. „Gott sei dank ist er wieder auf den Beinen. Er hat wohl Panik bekommen, weil er aus irgendeinem Grund keine Luft bekommen hat“, erklärte der Vorsitzende Ralf Niemeyer. Als Köseoglu sich dann selbst auf dem Weg zum herbeigerufenen Krankenwagen machen konnte, löste sich endlich die Anspannung bei allen.

„Ich glaube, ich brauche jetzt ein paar Herzpillen.“

Marcel Heinemann, FCR-Trainer

„Ich glaube, ich brauche jetzt ein paar Herzpillen“, erklärte FCR-Coach Marcel Heinemann, der allenfalls mit der Vorstellung seiner Schützlinge vor der Pause zufrieden sein konnte. Nach einer starken Anfangsphase verflachte die Partie zunächst ein wenig. Bis zur 35. Minute: Dann brachte Patrick Posavec einen Freistoß aus knapp 20 Metern im Tor unter. Allerdings profitierte er dabei von einem dicken Patzer des Gäste-Keepers Martin Hauffe. „Ich habe den Ball überhaupt nicht richtig getroffen, hatte schon abgedreht und gar nicht mitbekommen, dass er plötzlich im Tor lag“, erklärte Posavec grinsend.

Acht Minuten später spielten die Gastgeber dann einen blitzsauberen Konter, den Alessio Bisignano zum 2:0 abschloss. „Dank eines Torwartfehlers“, kommentierte er die Situation, in der er den Keeper ausgespielt hatte. Bis zur Pause vergaben dann noch Posavec und auch Dylan Oberlies weitere gute Chancen.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste. Der FCR brachte kaum noch Konstruktives zustande. Bälle wurden meist planlos nach vorne geschlagen. Dennoch hielt die Führung, weil sich Speldorf nicht clever anstellte. Spannung kam dann allerdings auf, als der Remscheider Yu Sato den Ball nach eine Flanke unglücklich ins eigene Tor schob. Doch irgendwie rettete der FCR die Führung über die Zeit.

ESC Rellinghausen – SV 09/35 Wermelskirchen 4:1 (2:0). Langsam bekommt man den Eindruck, dass sich alles gegen die Wermelskirchener verschworen hat. Das eh schon durch personelle Probleme gebeutelte Team musste kurzfristig auf die angeschlagenen Emre Circir und Yannik Wylezol verzichten. Kurz nach Wiederbeginn der zweiten Hälfte musste dann auch noch Alexander Kelm mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus. Dies alles wollte Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura allerdings nicht allein als Entschuldigung gelten lassen: „Wir haben uns bei den Gegentoren viel zu naiv angestellt.“ Wie nach 16 Minuten und kurz vor der Pause, als die Gastgeber verdient auf 2:0 stellten.

Als nach einer Stunde der dritte Gegentreffer fiel, war die Partie im Grunde entschieden. Daran änderte auch der Treffer von Eren Eryürük nichts, der in der 69. Minute für Wermelskirchen traf. Zehn Minuten später setzten die Gastgeber mit ihrem vierten Treffer den Schlusspunkt. Nennenswerte Chancen gab es für den SV 09/35 dann nicht mehr.

Statistik

FC Remscheid: Horn, Buscemi, Babic, Angelov, Oberlies (74. Sato), Kacmaz, Shavershyan, L. Kupfer (67. Köseoglu), Bisignano (71. Noguchi), Ichimura, Posavec (80. Morou).

SV 09/35 Wermelskirchen: Weber, Kelm (52. Streit), N. Postic, M. Postic, Raufeiser, Eryürük, L. Postic, Pichura (82. Guder), Aikawa, Lilliu, Türksoy (52. Stanojevic).

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