Sportkegeln

Der große Wurf soll jetzt endlich gelingen

Die gebürtige Remscheiderin freut sich auf den kommenden Samstag. Foto: Michael Sieber
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Die gebürtige Remscheiderin freut sich auf den kommenden Samstag.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Sportkeglerin Carmen Ziemke will mit ihren Teamkolleginnen des RSV Samo am Samstag den DM-Titel feiern.

Der große Tag steht unmittelbar bevor. Am kommenden Samstag können und wollen die Sportkeglerinnen des RSV Samo die erste Deutsche Meisterschaft perfekt machen.

Carmen Ziemke: So nah dran am Titel waren wir noch nie. Wir wollen das Ding holen und die erste Deutsche Meisterschaft am Fürberg feiern.

Theoretisch dürfen Sie sogar gegen Viktoria Herne verlieren und würden es trotzdem schaffen.

Ziemke: Wenn wir 26 Einzelwertungspunkte holen, sind wir durch. Aber so spannend wollen wir es nicht gestalten, sondern unsere weiße Heimweste bewahren. Bislang haben wir jede Partie mit 3:0 für uns entschieden.

Schmälert die Tatsache, dass es diesmal keine Endrunde gibt und der Meister direkt nach der normalen Runde gekürt wird, ein wenig den Stolz?

Ziemke: Auf gar keinen Fall. Wie haben zwölf Spieltage konstant unser Können gezeigt und stehen nicht rein zufällig durch gute Leistungen auf Platz eins. Zu Hause haben wir alles gewonnen, auswärts haben wir alleine vier Partien mit 3:0 für uns entschieden und zweimal einen Zusatzpunkt geholt. Zahlen, die für sich sprechen.

Da hätte man vor Saisonbeginn wahrscheinlich eher nicht dran geglaubt, oder?

Ziemke: Wir sind ohne Ansprüche in die Spielzeit gestartet. Zumal es lange so aussah, als wenn wir nur mit sechs Spielerinnen die Saison beginnen könnten und damit ohne Ersatz dagestanden hätten. Da hätte wirklich gar nichts passieren dürfen. Gott sei Dank hat sich Sarah Kremer noch bequatschen lassen, die eigentlich aus familiären Gründen aufhören wollte. Sie wäre sonst als Leistungsträgerin weggefallen. Und Annika Hilkmann hilft uns immer dann, wenn sie keine Uni hat. Über die gesamte Zeit hat uns die Leichtigkeit begleitet, die wir brauchen.

Sind die Bahnen auf der Anlage am Fürberg ein Vorteil für Ihr Team?

Ziemke: Sie sind sehr, sehr gut präpariert. Wenn man sie kennt, ist das selbstverständlich ein Vorteil. Da werden sehr hohe Zahlen abverlangt.

Kommen wir zum 5. März, dem großen Tag beim RSV.

Ziemke: Da werden wir on fire sein. Wir freuen uns mega auf die Partie gegen Herne. Wir sind in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal knapp gescheitert, waren Zweiter, Dritter und Vierter bei der Deutschen Meisterschaft. Jetzt soll uns der große Wurf nach einer konstant guten Saison endlich gelingen.

Ist der Kader komplett?

Ziemke: Alle sind da, und alle sollen zum Einsatz kommen.

Sind eigentlich Zuschauer am Fürberg erlaubt?

Ziemke: Die Tür steht offen. Wer uns unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Die 2G-Regel muss eingehalten werden, es herrscht Maskenpflicht und ein Abstandsgebot.

Man sollte den zweiten Schritt bekanntlich nicht vor dem ersten machen. Trotzdem die Frage: Sind Meisterfeierlichkeiten geplant?

Ziemke: Wir wollen die Meisterfeier direkt vor Ort vollziehen und werden dann beim RSV in der Turnhalle übernachten. Das Okay vom Verein haben wir. Nur am nächsten Morgen um 11.30 Uhr muss alles wieder tipptop in Ordnung sein. Dann findet dort ein Crossfit-Kurs statt. Wir sollten das hinbekommen.

Gibt es im Sommer auch wieder die mittlerweile obligatorische Mannschaftstour an den Ballermann nach Mallorca?

Ziemke: Die ist in Planung, auch wenn sie diesmal möglicherweise auf vier Tage begrenzt sein könnte. Sonst sind wir immer eine Woche an der Playa gewesen.

Wunderschöne T-Shirts sind dann gewiss doch auch in Vorbereitung . . .

Ziemke: Oberteile, auf denen etwas von Deutscher Meister stehen soll . . .

Zur Person

Carmen Ziemke wurde am 7. Dezember 1993 in Remscheid geboren, ist in Wermelskirchen aufgewachsen und zur Schule gelangen. Seit dem Jahr 2017 lebt die Bundesliga-Keglerin des RSV Samo der Liebe wegen in Kamp-Lintfort, wo sie als Sozialarbeiterin in einem Altenheim tätig ist. Die Beziehung zur Heimat und ihrer Familie ist aber unverändert eng. Schon früh ist sie durch ihre Eltern mit dem Kegelsport in Berührung gekommen. Sie sagt: „Ich bin quasi auf den Kegelbahnen groß geworden.“ Erst passierte dies im Betriebssport bei der SG Westen, in der Folge dann beim RSV, wo sie schon als 13-Jährige ins kalte Wettkampfwasser geworfen wurde, als bei der 2. Frauen-Mannschaft Personalnot herrschte. Als sie sich zwischen dem Tennissport bei TuRa Pohlhausen und dem Kegeln beim RSV Samo entscheiden musste, fiel die Wahl auf Letzteres.

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