Rollhockey

Der Gewürzschrank bleibt geschlossen

Die IGR wehrte sich gegen Herringen mit vollem Einsatz – zum Sieg reichte es nicht.
+
Die IGR wehrte sich gegen Herringen mit vollem Einsatz – zum Sieg reichte es nicht.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Rollhockey-Pokal: IGR-Männer unterliegen im Achtelfinale – Frauen mit Kantersieg.

Große Spannung, verrückte Spielverläufe, gar Dramen und große Überraschungen – mit diesen Zutaten sind oft Pokalspiele gewürzt. Am vergangenen Wochenende war dies allerdings nur bedingt so. Der Achtelfinal-Coup der Männer der IGR Remscheid gegen den Deutschen Meister und Pokalverteidiger Germania Herringen blieb aus. Sie unterlagen am frühen Samstagabend mit 3:6 (2:2). Dagegen feierten die IGR-Frauen beim Zweitligisten SG Böhlitz/Allstedt bereits am Samstagvormittag einen 17:1 (9:0)-Kantersieg.

Allerdings staunten die Zuschauer in der Sporthalle Hackenberg nicht schlecht, als die Remscheider durch einen Doppelschlag nach vier Minuten mit 2:0 in Front lagen. Yannick Peinke erzielte nach Vorarbeit von Alexander Ober die Führung. Eric Krämer reagierte nach einem Distanzschuss von Peinke am schnellsten und verwandelte den Abpraller nur knapp 30 Sekunden später zum zweiten Treffer.

Die Gäste, die wie die Hausherren nicht in Bestbesetzung angetreten waren, wurden erst so langsam wach. Robin Schulz erspähte in der achten Minute eine Lücke in der IGR-Abwehr und traf ins lange Eck. Lucas Karschau verwandelte nach 17 Minuten einen Penalty und glich aus. Kurz zuvor gab es eine Schrecksekunde für die IGR: Peinke hatte sich das Knie verdreht und musste raus.

Ohne ihren Kapitän gerieten die Remscheider nach dem Seitenwechsel schnell in Rückstand, und die Herringer ließen sich in der Folge die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Daran änderte auch der Treffer von Paul Ronge zum 3:6 (45.) nichts.

„Die Jungs haben es ansonsten richtig gut gemacht“, meinte IGR-Trainer Marcell Wienberg, der allerdings seinen Schützlingen die mangelnde Chancenverwertung ankreiden musste. Unter anderem vergab Ober einen Direkten (38.) und Peinke, der ab Mitte der zweiten Hälfte auf die Zähne biss und wieder auf der Platte stand, einen Penalty (44.). So verabschiedeten sich die Remscheider, die in der vergangenen Saison noch im Finale standen, bereits im Achtelfinale aus dem Pokalwettbewerb.

Frauen: Fronten sind bereits nach drei Minuten geklärt

Nachdem die Remscheiderinnen am Samstagvormittag bereits nach drei Minuten beim Zweitligisten in Sachsen-Anhalt mit 3:0 in Front lagen, war klar, dass es mehr als einen Klassenunterschied zwischen beiden Teams gab. Und nur wenig später kam es zu ordentlich Bewegung auf der Bank der Gäste.

„Wir konnten früh anfangen durchzuwechseln. Alle haben Spielanteile bekommen“, berichtete IGR-Coach Thomas Beck, der neben den 17 Toren gar noch eine Vielzahl von vergebenen Chancen sah. Ansonsten war es ein gelungener Ausflug für das Team, das nach der Partie noch reichlich Zeit für gemeinsame Unternehmungen hatte. Die Tore erzielten Saphira Giersch (6), Anna Behrendt (3), Celina Söhngen, Lena Weigert, Lea Steinmetz (je 2), Viktoria Kunz und Annika Zech (je 1).

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Große Namen bieten ganz großen Sport
Große Namen bieten ganz großen Sport
Große Namen bieten ganz großen Sport

Kommentare