Fußball

Der FCR plant Rückkehr zum Spektakel

Dylan Oberlies (r.) und der FC Remscheid wollen im vierten Heimspiel den vierten Sieg einfahren.
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Dylan Oberlies (r.) und der FC Remscheid wollen im vierten Heimspiel den vierten Sieg einfahren.
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Remscheider in der Landesliga gegen Steele, 09/35 in Velbert – zwei Derbys in der Bezirksliga.

Von Peter Kuhlendahl und Fabian Herzog

Landesliga: FC Remscheid – SpVgg. Steele (So., 15 Uhr, Röntgen-Stadion). Ganze zwei Zähler Differenz liegen zwischen dem FCR als aktuellem Primus und dem Tabellensechsten. So kann man im Vorfeld des Duells der beiden Kontrahenten alleine schon aus diesem Grund von einem echten Spitzenspiel sprechen. „Außerdem gehen beide Teams mit viel Tempo an ihre Aufgaben heran. Die Zuschauer dürfen sich auf ein echtes Spektakel freuen“, glaubt FCR-Trainer Marcel Heinemann.

Dass dies zuletzt beim 1:1 bei TuSEM Essen ganz anders war, haben die Remscheider indes abgehakt. „Es gibt solche Tage. Unter dem Strich ist wichtig, einen Punkt mitgenommen zu haben“, sagt der Coach, der am Sonntag den Platz an der Sonne mit einem Sieg verteidigen möchte.

Aus personeller Sicht gibt es weiter keine größeren Probleme. Fraglich ist alleine, ob Alessio Bisignano (Grippe) und Luca Dantas (Rückenprellung) zum Kader gehören. Bei Marius Suchanoff ist dies aufgrund seines Trainingsrückstandes kein Thema.

Landesliga: SC Velbert – SV 09/35 Wermelskirchen (So., 15 Uhr). Hinter den Wermels-kirchenern liegt eine intensive Woche. Nach der 2:4-Niederlage in Rellinghausen sind die Verantwortlichen nicht zur Tagesordnung übergegangen. Es wurde aber nicht nur hart trainiert. „Wir haben auch lange und ausführlich mit den Jungs gesprochen“, berichtet Coach Sebastian Pichura.

Dabei gab es einiges aufzuarbeiten. „Bei jedem der vier Gegentore muss man von Eigentoren sprechen. Solche Fehler darf man sich nicht erlauben“, kritisiert Pichura, der zudem monierte, dass die taktischen Anweisungen, die Co-Trainer Zeljko Nikolic dem Team mit auf den Weg gegeben hatte, völlig verpufften. Außerdem ärgert sich der Coach, dass es wieder eine Niederlage bei einem Team gab, das auf keinen Fall stärker gewesen sei.

Wichtig sei nun, dass am Sonntag beim Oberliga-Absteiger die richtige Antwort gegeben wird. Positiv stimmt Pichura, dass auf die Offensive seines Teams in jedem Spiel Verlass war. Positiv sei auch, dass es kaum Ausfälle gibt. Nicht mit dabei ist einzig der erkrankte Benjamin Wünschmann. Ansonsten ist nur der Einsatz von Emre Circir (Leistenprobleme) fraglich.

Bezirksliga: SC 08 Radevormwald – SSV Bergisch Born (So., 15.15 Uhr, Kollenberg). Selten war die Rollenverteilung in diesem Duell so eindeutig wie aktuell. Die Rader mussten jüngst zwei Pflichtspielniederlagen hinnehmen, Spitzenreiter Born dagegen hat sich mit sechs Siegen in Serie, davon drei zuletzt gegen direkte Konkurrenten, vier Punkte Vorsprung herausgearbeitet. Aber: Derbys haben bekanntlich eigene Gesetze. Auch am Sonntag?

Zdenko Kosanovic sagt: „Ich lasse mich gerne positiv überraschen.“ Der Nullacht-Trainer haderte mit der 1:2-Niederlage in Langenfeld („Da müssen wir nicht verlieren“) wie auch mit der Trainingsbeteiligung in dieser Woche: „Mir haben 14 Mann gefehlt.“ Wer am Sonntag zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Yannik Prahl könnte zwischen die Pfosten zurückkehren.

Rades Keeper Yannik Prahl könnte es im Derby am Sonntag öfter mal mit Borns Angreifer Nick Salpetro zu tun bekommen.

Die Borner gehen trotz nahezu maximalen Selbstvertrauens mit Respekt an die Aufgabe heran. „Auf dem Kollenberg tun wir uns immer schwer“, meint Trainer Tim Janowski, der auf Vincenzo Graziano (Knie), Marius Müller (Oberschenkel) und Dustin Köhler (Ellenbogen) verzichten muss. Nach den gewonnenen Topspielen in Langenfeld, Ronsdorf und gegen Mettmann könnte der Vorsprung im Oktober mit einem vermeintlich leichteren Programm ausgebaut werden.

Bezirksliga: BV Burscheid – SC Ayyildiz (So., 15 Uhr, Griesberg). Im Aufeinandertreffen des Tabellen-15. und damit Vorletzten aus Burscheid mit den auf Rang zwölf liegenden Remscheidern geht´s um weit mehr als das übliche Derby-Prestige. Beide benötigen ganz dringend drei Punkte.

Der BVB musste sich nach den Solingen-Klatschen gegen Wald 03 (2:9) und beim TSV (1:9) erst einmal schütteln. In den nächsten Wochen geht´s nun gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. „Da müssen wir jetzt punkten“, fordert Trainer Yakup Karakus. Ihm fehlt neben Basti Kratz und Filipe de Almeida (beide Urlaub) weiter die Burscheider Lebensversicherung: Serkan Özkan kann wegen seiner Fußverletzung noch immer nicht wieder trainieren. Karakus: „Er ist nicht nur wegen seiner Tore so wichtig für uns. Er tritt auch den anderen in den Hintern.“

Frei von Sorgen ist Ayyildiz wahrlich auch nicht. Durch das 2:2 trotz Chancenplus gegen den DTV hat André Springobs Mannschaft einen Befreiungsschlag verpasst. „Wir müssen viel effektiver vor dem Tor werden“, fordert der Coach, der den BVB als „angeschlagenen Boxer“ bezeichnet und mit nahezu vollem Kader „eine knackige Aufgabe“ erwartet.

Bezirksliga: Dabringhauser TV – SSV Germania Wuppertal (So., 15.15 Uhr, Höferhof). Es ist das Duell der Gegensätze. Während sich die Wuppertaler zuletzt als die perfekten Ergebnisfußballer entpuppten und viermal in Folge mit einem Tor Differenz gewannen, erwies sich der DTV als Remis-König und kam nicht von der Stelle. „Wir brauchen jetzt langsam auch mal drei Punkte“, macht Trainer Patrick Grün eine klare Ansage. Dazu müsse seine Mannschaft schlicht eine Schippe drauflegen: „Nur wenn wir noch mehr investieren, gehen wir auch als Gewinner vom Platz.“ Yusuf Kaya (5. Gelbe), Nasim Hashemi (nach Rot bei Ayyildiz für viele Spiele gesperrt) und Finn Pannack (beruflich verhindert) fehlen am Sonntag, Patrick Sadowski ist zurück im Team.

Röntgen-Stadion

Beim Heimspiel des FCR vor zwei Wochen gegen Vohwinkel war der Haupteingang an der Wupperstraße wegen Renovierungsarbeiten noch gesperrt. Nun gibt Geschäftsführer Thorsten Greuling zumindest teilweise Entwarnung: „Ich gehe davon aus, dass der Einlass wieder ganz normal erfolgt. Nur der Bierwagen wird noch einmal unten an der Haupttribüne stehen.“

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