Fußball

Der FCR liebt es heimlich, still und leise

Muskelfaserriss: Für den FCR gilt es, Tempo und Antrittsschnelligkeit des Tristan Maresch zu kompensieren. Foto: M. Sieber
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Muskelfaserriss: Für den FCR gilt es, Tempo und Antrittsschnelligkeit des Tristan Maresch zu kompensieren.
  • Fabian Herzog
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Fußball: Landesligist SV 09/35 darf in Duisburg nicht verlieren – Wichtige Spiele in der Bezirksliga.

Landesliga: FC Remscheid – Duisburger SV (So., 15 Uhr, Röntgen-Stadion). Nicht mit Siebenmeilenstiefel, sondern eher heimlich, still und leise hat der FCR in der Tabelle Boden gutgemacht. Durch das 1:0 in Überruhr ist Marcel Heinemanns Truppe auf Platz sechs geklettert, hat sich im Kampf um den Klassenerhalt wertvolle Luft verschafft und ganz nebenbei in dem um die Nummer eins des Kreises den Rückstand auf die Wermelskirchener auf zwei Zähler verkürzt. „Wir wollen jetzt nachlegen“, sagt der Trainer vor dem Duell mit dem Vorletzten, gegen den er auf Dylan Oberlies (siehe Extrainfo) sowie weiterhin auf die Langzeitverletzten Daniel Saibert und Yu Sato verzichten muss. Außerdem steht Tristan Maresch (Muskelfaserriss) nicht zur Verfügung. Dafür aber wieder Adis Babic, Malte Lüttenberg und Marvin Blume. Auch Serhat Kacmaz dürfte einsatzbereit sein, Patrick Posavecs Einsatz ist wegen einer schweren Fußprellung fraglich.

Landesliga: SV Genc Osman Duisburg – SV 09/35 Wermelskirchen (So., 15.30 Uhr). Zu beneiden ist Sebastian Pichura aktuell wahrlich nicht. Das 0:4 gegen Frohnhausen hat der Trainer des SV 09/35 relativ schnell abgehakt. Was ihn aber massiv stört, ist die Einstellung einiger Spieler, denen der Fußball deutlich weniger zu bedeuten scheint als ihm. Dazu die Posse um die beiden Winter-Neuzugänge Resit Cetin und Jan Nsu Kayala, die wegen fehlender Spielberechtigung in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen können. „Da hat der Verein großen Mist gemacht“, findet Pichura deutliche Worte. Entsprechend dünn ist der Kader auch im Spiel beim Drittletzten. „Da dürfen wir auf keinen Fall verlieren“, sagt der Wermelskirchener Coach. Weil Frederik Streit mit Verdacht auf einen Bandscheibenfall ausfällt und Yannik Wylezol weiterhin im Urlaub ist, wird Pichura auch selbst wieder eine spielende Option darstellen.

Bezirksliga, Gruppe 2: SSV Dhünn – TSV Eller (So., 12.45 Uhr, Staelsmühle). Die personellen Voraussetzungen sind nicht die besten beim SSV, der unter anderem auf den verletzten Marius Suchanoff verzichten muss. Was nichts an der Ausgangslage ändert, dass die Dhünner die Punkte dringend brauchen. Ob der Tabellenzweite da aber so mitspielt? Trainer Kristian Fischer verspricht jedenfalls einen heißen Kampf: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Ach ja: Auch Christian Nippel (verletzt), Kevin Schmidt und Robin Eisenkopf (beide in Urlaub) stehen am Sonntagmittag nicht zur Verfügung. Gut ist: Fabian Weller kehrt ins Tor zurück. Dadurch wird Robin-Dag Bührmann frei fürs Feld.

Bezirksliga, Gruppe 2: Dabringhauser TV – VfL Benrath (So., 15.15 Uhr, Höferhof). Corona ist beim DTV in diesen Tagen kein großes Thema. Trotzdem muss man mit einem ausgedünnten ins Spiel gehen. Zakaria Soumah (privat), Manuel Sichelschmidt (Knie), Melvin Najdanovic (Schienbein) und Jakob Schäffer (krank) stehen nicht zur Verfügung. „Die drei Punkte wären wichtig“, findet Trainer Patrick Grün mit Blick auf die nachfolgenden Partien gegen die Spitzenteams Wald und DV Solingen. Benrath wird von ihm auch stark eingeschätzt: „Die sind fix auf den Beinen. Das wird ein Akt der Kraft.“

Bezirksliga, Gruppe 3: SSVg Velbert U23 – SC 08 Radevormwald (So., 11 Uhr). Erneut steht der SC 08 vor einem Spielausfall. „Bei uns sind drei neue Coronafälle dazugekommen“, sagt Trainer Zdenko Kosanovic. „Deshalb werden wir versuchen, die Partie abzusagen. Offiziell ist das aber noch nicht.“ Er konnte wegen der Pandemiefolgen im Laufe der Woche nur acht Akteure beim Training begrüßen. Zu wenige, um eine vernünftige Vorbereitung auf das schwierige Auswärtsspiel zu sichern.

Bezirksliga, Gruppe 3: SC Ayyildiz – TSV Ronsdorf (So., 15 Uhr, Honsberg). Der nicht selbstverständliche Erfolg beim ASV Mettmann hat das Stimmungsbarometer beim SCA nach oben schnellen lassen. Allerdings gibt es vor dem nächsten Match gegen eine der Top-Mannschaften der Liga auch einen Dämpfer: Die Verletzung von Recep Kalkavan hat sich als schwerwiegender herausgestellt. Der Führungsspieler droht länger auszufallen. „Bei ihm sind alle Bänder im Fußgelenk durch“, weiß Trainer Erdal Demir. Möglicherweise droht sogar noch eine Operation, wenn in zwei Wochen der Gips abkommt. Seine Teamkollegen werden sich gewiss auch für ihn mit ins Zeug legen, um gegen den TSV erneut zu punkten. „Das sind immer enge Spiele gegen Ronsdorf“, kramt Demir in der Kiste der Erinnerungen. Auch Talha Özkan (Knie und Rücken) fehlt ihm.

Bezirksliga, Gruppe 3: VfB Marathon – SV Bayer Wuppertal (So., 15 Uhr, Reinshagen). Die sehr ansehnliche erste Hälfte des vergangenen Sonntags macht mutig. „Wenn wir darauf aufbauen, gewinnen wir“, sagt Trainer Dominik Müller. Im Kampf um den Klassenerhalt sind die drei Punkte Pflicht gegen eine Wuppertaler Mannschaft, die einen großen personellen Aderlass hinter sich hat und überwiegend auf den eigenen Nachwuchs setzt. Stichwort Aderlass: Beim VfB „wackeln“ Pascal Urban, Nico Pasold und Thilo Clemm. Das Trio ist angeschlagen.

Bezirksliga, Gruppe 3: SSV Bergisch Born – SC Werden-Heidhausen (So., 15.15 Uhr, Born). Der Fünfte empfängt den Zweiten – da kann man getrost von einem Spitzenspiel in Born sprechen. Was für den Gastgeber spricht: Er fühlt sich auf eigenem Gelände pudelwohl. Trainer Tim Janowski sagt: „Wir sind Dritter der Heimtabelle.“ Was gegen ihn spricht: Er ist derzeit defensiv nicht so sattelfest wie gewohnt, kassiert zu viele Tore aus Umschaltsituationen. Noch einmal Janowski: „Das müssen wir dringend verhindern.“ Personell sind die Voraussetzungen eher suboptimal: Sperren (Alex Eicker, Dominik Baumann, Carmelo Salpetro), Urlaube (Martin Bormann, Marco Koch) und Verletzungen (Dennis Rauchhaus, Anis Geus) schmälern die Variationsmöglichkeiten.

Dylan Oberlies

Der Mentalitätsspieler des FCR war beim 1:0-Sieg in Überruhr am vergangenen Sonntag bei einem unglücklichen Zweikampf kollabiert und vom Notarzt in ein Essener Krankenhaus gebracht worden. Das durfte er am Montag wieder verlassen. „Es geht mir soweit wieder gut“, gab Oberlies Entwarnung.

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