Wer erkennt wen

Der Ex-Profi aus Rade ist noch topfit

Was für eine Mannschaft – die Alten Herren der Spvg. Radevormwald vor etwas 20 Jahren am Kollenberg. Foto:
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Was für eine Mannschaft – die Alten Herren der Spvg. Radevormwald vor etwas 20 Jahren am Kollenberg.
  • Andreas Dach
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  • Peter Kuhlendahl
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Wer erkennt wen: Horst Dreher stand in dieser Woche im Mittelpunkt unserer sporthistorischen Serie

Er ist kein Lautsprecher, eher einer der Stillen im Lande. Aber einer mit einer klaren Meinung. „Wenn er etwas sagt, dann gibt es kein Rechts und Links“, erinnert sich Hans Lemmer an die Zusammenarbeit mit Horst Dreher bei der Spvg. Radevormwald. Lemmer war seinerzeit 2. Vorsitzender, als Dreher die 1. Mannschaft einige Jahre coachte. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen: „Horst Dreher ist ein netter Mensch und immer korrekt.“

Das Bild zeigte ihn allerdings nicht als Coach, sondern Spieler der Alten Herren der Spielvereinigung. „Donnerwetter, da habt ihr ein schönes Bild rausgesucht“, fand Lemmer, der unter anderem Walter Balke und Peter Langhanki auf dem Foto entdeckte, das bereits einige Jährchen auf dem Buckel hat. Dreher wohne mit seiner Frau Conny im Rader Ortsteil Honsberg und habe dort ein Häuschen.

„Beim Training hat er alles gegeben und wollte gewinnen!“

Lothar Ziehr, ehemaliger Mannschaftskamerad von Dreher

Die Fußballkarriere des Schwaben hat beim VfB Stuttgart Fahrt aufgenommen, mit dem er 1973 die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend gefeiert hat. Dies so überzeugend, dass er mehrere Spieler in der Jugend-Nationalmannschaft bestreiten durfte. Über Arminia Bielefeld, den Bonner SC und als Profi bei Fortuna Düsseldorf (an der Seite der Allofs-Brüder auch zweimal DFB-Pokalsieger) landete er beim Wuppertaler SV, für den er zwischen 1983 und 1986 104 Spiele absolvierte. Die Laufbahn endete schließlich beim SV 09 Wermelskirchen. Was viele gar nicht wissen: Dreher ist sogar Fußball-Weltmeister. Allerdings „nur“ mit der Militärauswahl, bei welcher unter anderem Rüdiger Abramczik und Harald Konopka zu seinen Mannschaftskameraden gehörten.

Im September dieses Jahres wird der diesmal Gesuchte 66 Jahre, und er ist noch immer topfit. Sei es durch Spaziergänge an der Wuppertalsperre, vor allem aber durch seine Radfahrten zur Arbeit. Als Immobilienkaufmann ist Dreher seit Jahrzehnten bei Eckhard Osberghaus in Wuppertal-Ronsdorf tätig (Atlantic GmbH) – und steuert sein Büro immer mit dem Rad an. Seit mittlerweile 37 Jahren. Bei Wind und Wetter. Lediglich Schnee- und Eisglätte können schon mal dafür sorgen, dass der zweifache Vater und vierfache Großvater sich für die Fahrten ins Auto setzt. Selbst ein schwerer Unfall mit dem Rad an der Blume vor einigen Jahren hat seine große Leidenschaft nicht eindämmen können. Auch heute hat Dreher, der unter anderem unter Otto Rehhagel und Jörg Berger trainiert hat, noch immer sein fußballerisches Idealgewicht. Fettpölsterchen? Nicht mit ihm. Bestätigt wird dies von Osberghaus: „Ich kann das nur unterstreichen.“ Und weiter: „Horst hat am 1. April 1984 bei mir angefangen. Es ist bemerkenswert, dass ein Fußballer so lange einem Arbeitgeber treu bleibt.“

Herbert Bornewasser hatte zwar einen Torhüter erkannt, mit André Stocki aber nicht den richtigen. „Aber eine Ähnlichkeit ist schon da“, sagte der langjährige Radevormwalder zurecht. Er steuerte indes weitere korrekte und noch nicht genannte Namen bei. Wie Lothar Ziehr. Wie Kalli Wollschläger. Wie Gerd Buczko. Oder wie Jörg Balke. Aufgenommen sei das Foto am Kollenberg worden: „Das sieht man doch am Vereinsheim im Hintergrund.“

Mit Lothar Ziehr griff einer der Abgebildeten spontan zum Telefonhörer und rief bei uns an: „Horst war zwar früher Torhüter, bei den Alten Herren der Spielvereinigung hat er aber stets als Stürmer agiert.“ Dreher sei sehr ehrgeizig gewesen, habe beim Training am Montag immer alles gegeben und wollte gewinnen.“ Es sei schade, dass man sich nach dem Ende der Spielvereinigung aus den Augen verloren habe. Mit Ernst Schröder, Michael Stoffel, Günther Bangert und Franco Sedivi zählte Ziehr weitere Akteure auf, die auf dem Bild zu sehen waren. Die auch Gerd Hugo erkannt hatte: „Das war eine tolle Truppe.“

Nach Meinung von Ulf Heilmann müsse das Bild zwischen 1998 und 2002 entstanden sein. Udo Wunnenberg, Ingo Raster, „Hussi“ Hussmann und Manni Böttger gehörten ergänzend zu den Rader Fußballern, an welche wir in unserer Serie erinnert haben.

Adam Jarek ist Inhaber des Hanse-Cafés in Wipperfürth und ließ wissen: Horst Drehers Sohn Tobias hat bei mir gearbeitet.“ Über den Gesuchten selbst wusste er: „Als Schwabe ist Dreher bei Anschaffungen nicht geizig, aber sehr genau. Bevor er sich kürzlich ein neues Fahrrad gekauft hat, wurden erst 20 Modelle und Preise verglichen.“

RGA-Serie

Jeden Dienstag veröffentlichen wir ein historisches Bild und stellen eine Person in den Mittelpunkt, dessen Namen Sie uns nennen sollen. Wenn Sie ein solches Foto-Schätzchen in Ihren Unterlagen haben – es sollte mindestens zehn Jahre alt sein, und hinten heraus sich keine Grenzen gesetzt – haben, mailen Sie es an:

lokalsport@rga.de 

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