Handball

Der Druck für die Panther wird größer

Max Weiß gehörte am Freitagabend zu den Aktivposten der Bergischen Panther. Foto: Rheinland Fotoknipser
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Max Weiß gehörte am Freitagabend zu den Aktivposten der Bergischen Panther.
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Handball-Drittligist vermeldet Neuzugang – Regionalligaspiel der HGR in Korschenbroich fällt aus

Von Andreas Dach und Peter Kuhlendahl

Es war ein Hauen und Stechen. Ein Abnutzungskampf. Ein Hin und Her. Schließlich trennten sich die Bergischen Panther und der VfL Gummersbach II in der 3. Liga am Freitagabend wie aktuell berichtet mit 32:32 (14:15). Ein gerechtes Resultat nach einer mitreißenden, aber selten gutklassigen Partie. Was ist dieser eine Zähler, den der starke Rechtsaußen Moritz Görgen vier Sekunden vor Schluss sicherstellte, für den Gastgeber wert? Der Versuch einer Einordnung.

Geht man nach dem ersten Eindruck – eine ganze Menge. Als die Schlusssirene ertönte, gingen bei den meisten auf der Panther-Bank die Arme hoch. Auch Trainer Marcel Mutz sprach von einem „gewonnenen Punkt“. Betrachtet man den Spielverlauf und weiß um die Klasse der opulent besetzten Gummersbacher, geht die Einschätzung in Ordnung. Doch hilft der eine Zähler im Rennen um den Klassenerhalt? Längst glauben die meisten Beteiligten, dass der Kampf um den maßgeblichen sechsten Platz zwischen Baunatal und den Panthern entschieden wird. In zwei Wochen, am 5. Februar, kommt es in Hessen im Landkreis Kassel zum direkten Duell. „Dort müssen wir gewinnen“, sagt Mutz.

„Für mich zählen kein Dschungelcamp und keine Handball-EM!“

Frank Lorenzet, Panther-Manager

„Wir brauchen im restlichen Verlauf noch sieben Punkte“, hat Manager Frank Lorenzet errechnet. „Dann bleiben wir über dem Strich.“ Er verspürt nach eigenen Angaben „einen Riesendruck“ – gerade auch, weil die Planungen für die kommende Saison abhängig vom Klassenerhalt sind: „Für mich zählen im Moment kein Dschungelcamp und keine Handball-EM, sondern ganz alleine die Panther.“ Sie wollen sich nicht noch durch eine unberechenbare Abstiegsrunde quälen müssen, sondern nach dem vorerst letzten Spieltag am 12. März zu den sechs besten Teams der Liga gehören und damit Ruhe haben. Dass Gummersbach II noch den Sprung über den Strich schafft, davon ist man allseits überzeugt: „Die haben doch nur noch Heimspiele.“

Bjarne Steinhaus wechselt zu den Bergischen Panthern.

Gewiss mit großem Interesse wird Bjarne Steinhaus den restlichen Saisonverlauf beobachten. Der wurfgewaltige Rückraumspieler des Regionalligisten HSG Siebengebirge hat für die kommende Spielzeit zugesagt, ist der erste Neuzugang der Panther. Er hat in den vergangenen Monaten schon mehrfach mittrainiert und konnte so einen Einblick in die Arbeit des Drittligisten gewinnen. Bereits in der vergangenen Saison hatten die Panther versucht, den sprunggewaltigen Mann zu verpflichten. Da hatte dieser sich aber noch für eine weitere Spielzeit bei seinem Heimatverein entschieden. Jetzt einigte er sich mit den Panthern. Sehr zur Freude des Managers. Frank Lorenzet: „Bjarne ist einer der interessantesten Spieler der 4. Liga, hinter dem einige her waren. Er deckt gut und erzielt leichte Tore aus der Luft.“

Alexander Zapf fordert „grundsätzliche Überlegungen“

Am Samstagmorgen ging alles ruckzuck. Die Verantwortlichen des TV Korschenbroich informierten die der HG Remscheid. Ein TVK-Spieler, der am Donnerstag noch mit der Mannschaft trainiert hatte, war positiv auf Corona getestet worden. Auf kurzem Dienstweg einigten sich beide Teams, beim Verband eine Absage beziehungsweise Verlegung zu beantragen. Und der stimmte in Person von Männerwart Peter Monschau sofort zu. „Wir wollten einfach kein Risiko eingehen“, erklärte HGR-Trainer Alexander Zapf.

Da am Wochenende auch weitere Spiele aus Pandemiegründen ausgefallen sind, fordert der Remscheider Coach, dass es nun grundsätzliche Überlegungen geben muss, wie es mit der Saison weitergehen kann. „Wir sollten jetzt eine Unterbrechung veranlassen. Und dann muss auch der Modus verändert werden, um die Saison sinnvoll für alle Beteiligten beenden zu können“, sagt Zapf. Mit dieser Überlegung dürfte der Coach bei den meisten Regionalligisten auf offene Ohren stoßen: „Wir werden in den nächsten Tagen mit allen konferieren.“

Dass die HGR am kommenden Wochenende spielen wird, ist eher unwahrscheinlich. Am Sonntag müssten die Remscheider in Dinslaken ran. Der MTV hat seine Partie gegen Rheinhausen gerade erst absagen müssen, da er mehrere Infizierte im Team hat.

Abstiegskampf

Durch das überraschende 33:33 des GSV Baunatal bei Spitzenteam HSG Krefeld und die ebenfalls nicht erwartete Niederlage des Longericher SC gegen den TuS Opladen (29:34) hat sich die Lage im Abstiegskampf der 3. Liga weiter verschärft. Die Kölner sind auch im Verteiler.

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