Skaterhockey

Dehnke will in die Nationalmannschaft

Bei der Sportlerwahl 2018 wurde Colin Dehnke von Sportbund-Chef Reinhard Ulbrich im Allee-Center vorgestellt. Archiv-Foto: Holger Battefeld
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Bei der Sportlerwahl 2018 wurde Colin Dehnke von Sportbund-Chef Reinhard Ulbrich im Allee-Center vorgestellt.
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Der Remscheider Skaterhockey-Spieler hat sich viel vorgenommen – Nach der Pandemie greift er an

Von Andreas Dach

Irgendwie steigt man gar nicht so recht durch. In welcher Skaterhockey-Liga spielen Sie mit den Düsseldorf Rams?

Colin Dehnke: Künftig wieder in der Bundesliga. Aber das erkläre ich besser etwas genauer, weil eine komische Saison hinter uns liegt.

Na, dann sind wir gespannt.

Dehnke: 2019 sind wir aus der Bundesliga in die 2. Liga abgestiegen und haben uns vorgenommen, direkt wieder ins Oberhaus zurückzukehren. Leider konnten wir in der Spielzeit, die immer von März bis Oktober dauert, nur eine Partie absolvieren. Die haben wir hoch mit 19:3 gegen Berlin gewonnen. Gegen den Rest hatte Corona etwas. Um uns wenigstens etwas Spielpraxis zu ermöglichen, hat der Verband im Mai 2020 ein Masters-Turnier mit Erst- und Zweitligisten ausgerichtet. Dabei sind wir ungeschlagen geblieben und haben sogar den amtierenden Deutschen Meister bezwungen. Als Velbert seinen Platz in der Bundesliga nun freiwillig abgegeben hat, hat man uns gefragt, ob wir nach unseren guten Leistungen beim Masters aufrücken möchten. Diese Chance haben wir wahrgenommen und warten nun darauf, dass es irgendwann wieder losgeht.

Es war nicht das erste Mal, dass die Rams aus der Bundesliga abgestiegen waren. Sind die Düsseldorfer eine Fahrstuhlmannschaft?

Dehnke: Ich glaube, dass uns immer ein wenig die Konstanz gefehlt hat. Auf tolle Leistungen und überraschende Erfolge sind Enttäuschungen gefolgt. Das wollen wir künftig abstellen und uns in der obersten Liga etablieren.

Wie auch in (fast) allen anderen Sportarten ist ein geordnetes Training in diesen besonderen Zeiten nicht möglich. Welchen Weg wählen die Düsseldorf Rams?

Dehnke: Jeder tut etwas für sich selbst. Ich beispielsweise gehe zweimal pro Woche laufen und mache ein paar Home-Workouts. Das liegt in unserer eigenen Verantwortung. Hin und wieder sieht man sich per Zoom-Meeting. Das ist es dann aber auch schon.

Sie sind mit 22 Jahren noch sehr jung und können trotzdem schon auf tolle Erfolge zurückblicken. Man denke beispielsweise an den Gewinn der Junioren-Europameisterschaft im Jahr 2016 in Kroatien. Warum bleiben Sie dem Skaterhockey weiter treu?

Dehnke: Ich bin auf Skates groß geworden. Der Erfolg ist mein Ansporn. Jeden neuen Tag.

Sie sind in der Vergangenheit immer Verteidiger gewesen. Weil Sie ein Spiel gut lesen können und sehr schnell sind.

Dehnke: Die Position hat sich geändert. In letzter Zeit bin ich bei den Rams als Stürmer eingesetzt worden, weil ich einen guten Zug zum Tor habe. Die Statistik spricht dafür, dass es sich nicht um die schlechteste Maßnahme gehandelt hat. In den Partien des Masters sind mir fünf Tore gelungen, dazu sind noch zwei Vorlagen gekommen.

Das klingt doch gut. Wie sehen Sie Ihre sportliche Zukunft nach Beendigung der Coronapause?

Dehnke: Mein erstes Ziel ist es, mich mit den Rams in der Bundesliga festzuspielen. Dieses Auf und Ab soll ein Ende haben. Wir möchten uns fest in der Bundesliga etablieren. Ja, und dann würde ich mich gerne für die Männer-Nationalmannschaft empfehlen. Vielleicht kommt mir entgegen, dass der neue Nationaltrainer ein alter Bekannter ist. Mein früherer Coach aus Lüdenscheid hat dort vor kurzem die Verantwortung übernommen. Ich warte einfach mal ab – schließlich habe ich seit Oktober nicht auf den Rollen gestanden.

Beruflich sind Sie bei der Völkel GmbH als Industriekaufmann tätig. Dort in der Morsbach sind die Chefs sehr eishockeyaffin und unterstützen die Düsseldorfer EG. Wäre Eishockey nicht auch etwas für Sie gewesen?

Dehnke: Eishockey mag ich ebenfalls, komme auch auf Kufen zurecht. Aber mein Sport bleibt das Skaterhockey.

Schaut sich Ihr Vater und Förderer Torsten Dehnke Ihre Spiele noch an?

Dehnke: Das würde er gerne. Aber da wir unsere Partien meist am Samstagabend haben, ist er beruflich unabkömmlich. Dann hat sein Beruf selbstverständlich Vorrang. Mein Vater ist ja Inhaber des Miro in der Scharffstraße.

Zur Person

Colin Dehnke wurde am 31.7.1998 in Remscheid geboren. Durch seinen Vater Torsten ist er bereits seit frühester Kinderzeit mit dem Skaterhockey-Virus infiziert. Nach kurzer Zeit beim TV Jahn Bravehearts ist er zu den Rams gewechselt und den Düsseldorfern mit Ausnahme einer Spielzeit in Lüdenscheid bis heute treu geblieben.

Im Dress der Rams: Colin Dehnke hat mit den Düsseldorfern in der Bundesliga noch einiges vor.
Pokale haben den Weg von Colin Dehnke im bisherigen Verlauf seiner Karriere gepflastert. So soll es für den Skaterhockey-Spieler aus Remscheid weitergehen.

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