Fußball

Das Original trifft im Derby auf die Kopie

SSV Bergisch Born gegen SC 08 Rade – das ist auch das Duell zwischen Dennis Rauchhaus (l.) und Doriano Fischer. Foto: Andreas Bornewasser
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SSV Bergisch Born gegen SC 08 Rade – das ist auch das Duell zwischen Dennis Rauchhaus (l.) und Doriano Fischer.
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Bezirksliga: Sextett des Remscheider Kreises startet in die die Rückrunde.

Von Fabian Herzog

SC 08 Radevormwald – SSV Bergisch Born (So., 15.15 Uhr, Kollenberg). Der Start in die Rückrunde hält das Derby zweier Mannschaften bereit, die ähnlich ausgerichtet sind. Denn: Sowohl in Rade als auch in Born genießt die Jugend großen Stellenwert. Während Nullacht seit Jahren auch aus geografischen Gründen verstärkt junge Spieler in die 1. Mannschaft einbaut, zieht der SSV in dieser Saison immer mehr nach. „Die kopieren uns“, sagt SC-Trainer Zdenko Kosanovic scherzend.

Im Hinspiel boten die jungen Wilden aus der Bergstadt den damals noch nicht ganz so jungen Bornern Paroli (siehe Extrainfo). „Ich bin sehr gespannt, wie es diesmal laufen wird“, betont Kosanovic, der nach einer Vorbereitung mit Höhen (zu Beginn) und Tiefen (zuletzt) überhaupt nicht einschätzen kann, wo sein Team steht. Was er weiß: „Wir haben das Selbstvertrauen verloren.“ Personell entscheiden sich einige coronabedingte Fragen kurzfristig. Sicher ist, dass Niklas Brocksieper (fünfte gelbe Karte) gesperrt ist.

Auch bei den Bornern müssen Spieler zuschauen. Alex Eicker ebenfalls wegen der fünften Gelben, Leo Di Donato hatte sich Mitte Dezember bei der 2. Mannschaft eine rote Karte eingehandelt und muss noch eine Partie abbrummen. Carmelo Salpetro fehlt nach seiner Megasperre noch zwölf Wochen. „Aber Hut ab, wie er im Training trotzdem Gas gibt“, schwärmt Coach Tim Janowski. Weil Martin Bormann im Urlaub ist, Anis Geus sich beim Einsatz in der Zweiten am Dienstag wohl schwerer am Knöchel verletzt hat und die Koch-Brüder Marco und Yanic krank sind, werden neun von zehn für die 1. Mannschaft freigemachte A-Jugendliche den Kader verstärken. „Aber auf die kann ich mich verlassen“, sagt Janowski und spricht aus, was wohl alle Fußballer denken: „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht.“

ASV Mettmann – SC Ayyildiz Remscheid (So., 15 Uhr). Dass beide Mannschaften zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte nur drei Punkte trennen, hätte man vor dem Start der Spielzeit erwarten können. Dass mit den Remscheidern aber der Tabellenzehnte beim -siebten zu Gast ist, eher weniger. „Das ist eine bärenstarke Mannschaft, die deutlich weiter oben stehen müsste“, sagt SCA-Coach Erdal Demir – und meint damit den ASV. Aber auch sein Team lief den Erwartungen in der Hinrunde hinterher und wird alles dran setzen wollen, erfolgreich(er) ins neue Jahr zu starten. „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden“, erklärt Demir. Erst recht, wenn die zuletzt kränkelnden Recep Kalkavan und Hakan Türkmen ausfallen sollten.

VfB Marathon Remscheid – SC Werden-Heidhausen (So., 15 Uhr, Reinshagen). Nicht viel spricht für die Remscheider, die eine katastrophale Vorbereitung mit ganz schwachen Auftritten hingelegt haben. Außerdem kam man in den beiden bisherigen Duellen mit den Essenern jeweils mit 0:6 unter die Räder. Aber: Es wäre nicht das erste Mal, dass der VfB aus dem Quark kommt, wenn es um etwas geht. Und das ist im Tabellenkeller definitiv der Fall. „Ich hoffe, wir können den Schalter umlegen“, sagt Spielertrainer Dominik Müller, der mit Knieproblemen ausfällt. Aus personeller Sicht ist er froh, quasi zwei Neuzugänge begrüßen zu dürfen: Aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung dürfen die beiden weiterhin ungeimpften Spieler im Kader mit einem negativen Test seit diesem Freitag wieder mitmachen.

SV Wersten – Dabringhauser TV (So., 15 Uhr). Den Blick auf die Tabelle möchte Patrick Grün seinen Spielern am liebsten verbieten. Beim Vorletzten sieht der Dabringhauser Coach eine latente Gefahr, die Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es wird kein Spaziergang“, warnt Grün, der seine Pappenheimer kennt: „Wenn wir da zu lapidar rangehen, kann das ganz schnell nach hinten losgehen.“ Wersten werde „alles reinwerfen“, ist er sich sicher. Seine Mannschaft sieht der Trainer aber gut vorbereitet. Luca Kwasnitza, Justin Lüdtke und Pascal Menge fallen aus unterschiedlichen Gründen aus. Das Mitwirken von Fadel Allouch, Melvin Najdanovic und Cedric Haldenwang ist fraglich.

TSV Urdenbach – SSV Dhünn (So., 15 Uhr). Als Tabellen-13. und damit auf einem Abstiegsplatz hat der SSV überwintert und brennt entsprechend darauf, Boden gutzumachen. „Für die Birne wäre das wichtig“, findet Trainer Kristian Fischer, der sich vom Training in der vergangenen Woche sowohl in Sachen Beteiligung als auch die Intensität betreffend begeistert zeigte. Ebenfalls erfreulich: Kapitän Dennis Schmidt konnte beschwerdefrei mitmachen und meldete sich einsatzbereit. Gleiches gilt für die zuletzt fehlenden Christian Nippel und Gabriel Romeo. Nur die Einsätze von Fabian Rick und Marius Suchanoff stehen auf der Kippe. Fischer: „Wir sind guter Dinge und fahren auf den Naturrasenplatz, um einen Dreier zu holen.“

Hinspiele

Rückblick: Der SSV Bergisch Born schlug die Rader am ersten Spieltag durch ein spätes Tor mit 2:0, auch der SSV Dhünn holte sich durch ein 3:0 über den TSV Urdenbach direkt die ersten drei Zähler. Der DTV musste sich gegen Wersten mit einem 2:2 begnügen, während der VfB Marathon (0:6 gegen Werden-Heidhausen) und der SC Ayyildiz (1:2 gegen Mettmann) leer ausgingen.

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