Rollhockey-Bundesliga

IGR Remscheid: Das nächste große Talent trumpft auf

Tooor! Der 16-jährige Henry Kulmer hinterließ nicht nur wegen seines Treffers zum 4:2 großen Eindruck.
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Tooor! Der 16-jährige Henry Kulmer hinterließ nicht nur wegen seines Treffers zum 4:2 großen Eindruck.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Ein Duo der IGR beweist, dass es in Topform für die WM in Argentinien ist.

Remscheid. Zwei sind schon in WM-Form. Einer könnte mal eine große Nummer im deutschen Rollhockeysport werden, wenn er die Bodenhaftung behält. Und der 5:4 (2:2)-Sieg der IGR Remscheid gegen die RESG Walsum war höchst spektakulär. Was war das für ein mitreißendes Spiel von beiden Mannschaften. Beste Werbung für eine leider oft nur belächelte Sportart.

Im November findet in Argentinien die Weltmeisterschaft statt. Ein Duo der IGR zeigte, dass die Nominierung kein Zufall ist. Daniel Strieder war der große Anführer bei den Remscheidern, ging in guten und auch schwierigeren Phasen voran. Strieder war der beste Mann auf dem Feld – nicht nur wegen seiner drei Treffer (13./25./43.). Dreimal traf er noch Pfosten und Latte. Im Prinzip lief jeder Angriff über ihn. WM-Form? Davon mochte er nichts hören. „Das war bei mir schon besser als zuletzt“, meinte er bescheiden. Wir korrigieren ihn gerne: viel, viel besser.

Als er das sagte, stand wenige Meter entfernt ein junger Bursche, welcher der Partie ebenfalls den Stempel aufgedrückt hatte. Gestatten: Henry Kulmer. Der U17-Nationalspieler war ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Kann er irgendwann mal in Strieders Fußstapfen treten? Der Dreifachtorschütze nickte: „Ja!“ Und mit Blick auf den erst 16-jährigen Kulmer: „Da sieht man mal, wie alt ich schon geworden bin.“ Von Kapitän Yannick Peinke gab es ein Sonderlob für den jungen Mitspieler: „Hammer, vor allem sein Tempo!“ Zudem steuerte der Lenneper einen Treffer bei (34.), seinen zweiten in der Bundesliga: „Vor eigenem Publikum war das besonders schön.“

Und wer war der zweite Spieler mit WM-Form? Jonas Langenohl. Bärenstark, wie der Schlussmann mehrfach reagierte. Bei Sechsern, bei Direkten und als die Duisburger ganz am Ende massiv auf den Ausgleich drängten. Dass mit Alexander Ober ein weiterer Akteur traf (31.), der bei der Weltmeisterschaft dabei ist, machte das IGR-Glück perfekt.

„Mega“, sagte ein glücklicher Trainer Marcell Wienberg. Damit meinte er das Gesamtpaket, welches sein Team geschnürt hatte. Auch ein Paul Ronge wird immer stärker. Schön zu sehen, wie die Arbeit speziell auch mit den jüngeren Spielern fruchtet. Das wird auch Eric Krämer wissen, der gerade ein Tief durchrollt. Er kam nur zu einem Kurzeinsatz, feuerte danach seinen Schläger verärgert in die Ecke. Auch das ist Sport. Aber er wird wiederkommen, ganz sicher.

Die Frauen der IGR machten es beim 7:1 (4:0) über die RESG Walsum nicht so spannend, bleiben in der WM-Pause an der Tabellenspitze. „Das scheint unser Standardergebnis gegen die RESG zu sein“, stellte Trainer Thomas Beck fest. In der vergangenen Spielzeit hat man auch zweimal in identischer Höhe gesiegt. Er konnte es sich leisten, angeschlagenen Spielerinnen immer mal wieder eine Pause zu gönnen, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. Am Ende kam auch Torhüterin Elisabeth Emmer noch für ein paar Minuten zum Einsatz.

Die Tore erzielten Lea Steinmetz (3), Saphira Giersch (2), Anna Behrendt und Celina Söhngen.

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