Handball

Das legendäre Team kehrt zurück

Mit vollem Einsatz wird auch der damalige Kreisläufer Jens Buss zur Sache gehen. Archivfoto: batte
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Mit vollem Einsatz wird auch der damalige Kreisläufer Jens Buss zur Sache gehen.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball: Die frühere Regionalliga-Mannschaft das WTV trifft auf die aktuelle Truppe

Die besten Ideen werden oft auf gemeinsamen Feierlichkeiten beim einen oder anderen Getränk geboren. Ob und wann sie dann aber auch umgesetzt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. „Sich noch mal in einer größeren Runde zu treffen, war immer mal wieder bei verschiedenen Festlichkeiten in Wermelskirchen angedacht worden“, erinnert sich Frank Lorenzet. „Aber vor mehr als drei Jahren habe ich dann gesagt: jetzt oder nie.“

„Lori“ war von 1996 bis 2000 Trainer der im Nachgang legendären Regionalliga-Mannschaft des Wermelskirchener TV. Zwei Mal feierte er mit seinen Schützlingen die Meisterschaft, um dann beide Male – zum Teil in echten Dramen – am Aufstieg in die 2. Bundesliga zu scheitern. An diesem Samstag gibt es nun ein großes Wiedersehen.

„In diesem Jahr ist es so etwas wie die letzte Chance.“

Frank Steinhaus, WTV

In der Schwanen-Halle trifft die aktuelle Landesliga-Mannschaft des Wermelskirchener TV im sogenannten Legendenspiel auf einen Großteil der WTV-Spieler der Saison 1999/2000. Mit einem Jahr Verspätung. Denn eigentlich sollte die Partie bereits im Mai vergangenen Jahres stattfinden. „Aber dann hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erinnert sich Frank Steinhaus, der anlässlich des Spiels noch einmal in seine ehemalige WTV-Funktionärsrolle zurückkehrt. „Damals stand alles. Von den Trikots über das Catering bis zu allen anderen organisatorischen Dinge“, erzählt Lorenzet. Auf einige Dinge konnte wieder zurückgegriffen werden. Andere mussten neu geplant werden. „Und in diesem Jahr ist es nun auch so etwas wie die letzte Chance. Sonst wäre der Abstand irgendwann zu groß geworden“, meint Steinhaus.

Frank Lorenzet, Anne Ueberholz und Frank Steinhaus (v.l.) freuen sich auf das Spektakel.

Aber nun haben alle Beteiligten die Gelegenheit beim Schopf gefasst. Am Samstagabend um 19 Uhr wird die Partie angepfiffen. Dann können sich die Fans auf ein Wiedersehen mit den Größen von damals freuen. Die weiteste Anreise hat der damalige Publikumsliebling Frantisek „Jerry“ Holsan, der mit seiner Ehefrau aus Tschechien kommt. Ralf Horstmann kommt aus Kassel und Ingo Gros aus Celle.

Die anderen Ex-WTVer, die nicht aus Urlaubsgründen oder anderweitig verhindert sind, habe kürzere Wege. Ihr Mitwirken zugesagt haben Marc Ross, Michael Knabe, Frank Blewonska, Lutz Petri, Thomas Küster, Shahrokh Rezaloo, Jens Buss, Lars Obermeier, Jörn Müller, Michael Göhre und Dirk van Walsem. Aber auch weitere vertraute Gesichter wird man in der Halle entdecken. Ebenfalls mit dabei ist der damalige Manager Dietmar Lienen. Und Gerd Plasberg übernimmt natürlich wie vor 20 Jahren die Aufgaben des Hallensprechers.

Für die meisten ehemaligen WTV-Spieler steht am Freitagabend in der Max-Siebold-Halle in Hilgen noch eine Trainingseinheit auf dem Programm. „Sie hatten drum gebeten“, sagt Lorenzet, der zudem weiß, dass Ingo Gros zum Beispiel seit zehn Jahren keinen Ball mehr in der Hand hatte. Dass es im Anschluss an das Training noch eine „taktische Einheit“ mit den entsprechenden Getränken geben wird, versteht sich von selbst.

Derweil hat der Wermelskirchener TV den Samstag nun zu einem kompletten Handballtag ausgerufen. Von 12 bis 16 Uhr steigt ein Jugendevent. „Da werden die Spielerinnen und Spieler unserer jeweiligen 1. Mannschaft die Stationen in der Halle betreuen, an denen sich der Nachwuchs handballerisch ausprobieren kann“, berichtet die WTV-Vorsitzende Anne Ueberholz. Und während dieser Zeit startet auch bereits das große Cateringprogramm, das von vielen fleißigen Vereinshänden betreut wird.

Richtig sportlich wird es zum ersten Mal ab 17 Uhr. Dann empfangen die Verbandsligafrauen des WTV in einem Freundschaftsspiel den ambitionierten Oberligisten Bergischer HC. Schon dabei dürfte die Spannung in der Halle immer mehr steigen, ehe um 19 Uhr die Partie angepfiffen wird, die unter der Überschrift steht: „Legenden are back“.

Gut zu wissen

Für die Zuschauer in der Schwanen-Halle gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Da aktuell Schulferien sind, müssen auch Kinder ab sechs Jahren einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Zudem gilt aktuell in der Halle die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der kann abgenommen werden, wenn man seinen Platz auf der Tribüne eingenommen hat.

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