Handball

Das Gaspedal ist im Dauerbetrieb

Routiniers wie Jens-Peter Reinarz werden die nötige Ruhe und Abgezocktheit ins Panther-Spiel bringen müssen. Foto: Doro Siewert
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Routiniers wie Jens-Peter Reinarz werden die nötige Ruhe und Abgezocktheit ins Panther-Spiel bringen müssen.
  • Andreas Dach
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Handball: Panther reisen in der 3. Liga zum Spitzenspiel nach Moers – Panther II in Haan

Es ist ein Spitzenspiel. Wahrscheinlich sogar DAS Spitzenspiel der 3. Liga. Die HSG Krefeld und die Bergischen Panther treffen am Samstag um 19 Uhr im Enni-Sportpark Rheinkamp (Am Sportzentrum 5) in Moers aufeinander. Jeweils mit blütenreiner Weste versehen, jeweils mit 6:0-Punkten auf dem Konto. Nur zu gut nachvollziehbar, dass Aktive, Trainer, Umfeld und Fans auf beiden Seiten der Begegnung entgegenfiebern. Wie sehr, das sagt Panther-Trainer Marcel Mutz: „Wir sind voller Vorfreude.“

Ja, die Raubtiere aus Burscheid, Hilgen und Wermelskirchen haben sich dieses Spiel mit drei bislang höchst seriösen Leistungen verdient. Können beim Favoriten, der den Anspruch formuliert hat, aufsteigen zu wollen, mit breiter Brust antreten. Noch einmal Mutz: „Wir fahren mit viel Schwung und Elan dorthin.“ Dass die Krefelder, trainiert vom früheren Wermelskirchener Maik Pallach, unter Profibedingungen arbeiten und vor der Spielzeit extrem aufgerüstet haben, ist bekannt. Aber Angst? Warum auch . . .

Das Testspiel vor der Saison spielt keine Rolle mehr

Die Panther leben von ihrem Kollektiv. Von der Fähigkeit, jeden Gegner in dieser Liga ärgern zu können. Da spielt es auch keine Rolle, dass man bei einem Testspiel gegen die Krefelder vor Saisonbeginn mit zehn Toren Differenz (32:42) verloren hat. „Das“, erinnert sich Mutz noch ganz genau, „war eine besondere Situation.“ Man stand damals im Stau, kam erst 20 Minuten vor Spielbeginn an, spielte ohne Fünf. Diesmal fehlt „nur“ Jan Blum, der wegen seiner Armverletzung noch Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Alle anderen sind dabei, zum Teil ein wenig gehandicapt durch Erkältungen. Ab die werden kein Thema (mehr) sein, wenn der Anpfiff erfolgt.

Bei der HSG gilt der langjährige Zweitligaspieler Merten Krings (unter anderem ASV Hamm) als Dreh- und Angelpunkt. Doch auch Namen wie Kevin Brüren, Antonio Juric oder Andrej Obranovic nötigen der Handballszene in der 3. Liga viel Respekt ab.

Von alledem wollen sich die Panther unbeeindruckt zeigen. Vielleicht gelingt ihnen ja, was dem VfL Gummersbach II und TuSEM Essen II zuletzt verwehrt blieb – dem Krefelder Druck in der zweiten Hälfte standzuhalten. Nach Pausenrückständen konnte Pallachs Team immer zulegen und siegte noch souverän. Mutz: „Die HSG trainiert täglich und kann 60 Minuten aufs Gaspedal drücken.“ Und die Panther? Sie fahren nach der Meinung ihres Coaches „mit der Idee dorthin, um Punkte zu kämpfen.“ Wie gesagt: ein Spitzenspiel. DAS Spitzenspiel.

Davon ist die Zweite der Bergischen Panther in der Verbandsliga (noch) weit entfernt. Für sie geht es nach dem mäßigen Saisonstart (2:2-Punkte) darum, die Zahl der technischen Fehler herunterzuschrauben und zu einfachen Toren zu kommen. Ob das am Sonntagabend um 18 Uhr beim Haaner TV gelingt? „Die Bedingungen sind besondere“, sagt Spielertrainer David Kreckler. Und verweist auf das Harzverbot, welches in Haan herrscht. „Wir werden an einigen Schräubchen drehen müssen, um damit zurechtzukommen.“ Zum Beispiel die Wurfvariationen den Gegebenheiten anzupassen. Weil der ohnehin verletzte Philip Baier aus privaten Gründen für die Unterstützung beim Coachen meist nicht zur Verfügung steht, soll Boris Komuczki aus der Dritten als rechte Hand des zumeist spielenden Kreckler tätig werden. „Boris setzt sich mit auf die Bank“, ist der Spielertrainer froh über die Hilfe.

Gut zu wissen

Die HSG Krefeld trägt ihre Heimspiele in dieser Saison nicht mehr ausschließlich nur in der gewohnten Glockenspitzhalle aus. Wegen einer Kooperation mit dem Moerser SC werden vereinzelte Partien auch in dessen Halle ausgetragen.

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