Handball

Darum ist es am Rhein so schön . . .

Der Moment danach: Kaputt, aber glücklich, feierten die Handballer der HG Remscheid den Sieg in Königswinter. Foto: Andreas Dach
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Der Moment danach: Kaputt, aber glücklich, feierten die Handballer der HG Remscheid den Sieg in Königswinter.
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Handball: Die HG Remscheid gewinnt ihr Regionalliga-Spiel bei der HSG Siebengebirge mit 26:22

Die Spielstätte war für die HG Remscheid so etwas wie Programm. „Sonnenhügel“ nennt sich die Halle in Königswinter, in welcher Handball-Regionalligist HSG Siebengebirge seine Heimspiele austrägt. Und die Sonne schien an einem schmuddeligen Februar-Tag über die komplette Spielzeit für die HGR. Der 26:22 (14:10)-Sieg war hart erst erspielt, dann erkämpft worden. Auf jeden Fall war er hochverdient. Für einen Sonnenbrand reichte der Auftritt am Rhein (noch) nicht, für eine zarte Bräune aber auf jeden Fall. Darum ist es am Rhein so schön . . .

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit gewonnen“, sagte Trainer Alexander Zapf. Der Blitzstart (9:3, 12:5) sollte sich als Grundlage für den Erfolg entpuppen, der nie wirklich in Gefahr geriet, auch wenn die gleichermaßen motivierten wie in ihrer Spielweise aber auch limitierten Gastgeber in der zweiten Hälfte bis auf drei Treffer herankamen (16:19). Da kochte die Halle, da standen einige Fans bei strittigen Schiedsrichterentscheidungen fast auf dem Spielfeld.

Im Kollektiv trotzt man jeglicher Unbill

Bemerkenswert, dass die HGR in dieser aufgeheizten Atmosphäre die Nerven bewahrte. Selbst als sie nach Zwei-Minuten-Strafen in doppelter Unterzahl agierte (40.). Die Sonne verschwand kurzzeitig, einige düstere Wolken zogen auf. Doch im Kollektiv trotzte man jeglicher Unbill. „Die Jungs sind in den vergangenen Wochen immer mehr zusammengewachsen“, schilderte HGR-Zeitnehmer Jörg Stursberg seine Beobachtungen. „Da stand eine richtige Mannschaft auf dem Feld.“

Das war nötig, um diverse Probleme zu bewältigen. Philip Rath und Sebastian Schön fehlten coronabedingt, Felix Handschke ist noch nicht wieder einsatzfähig, Torhüter Tobi Geske (Knie) hätte nur im größten Notfall mitwirken können. Das kompensierten die anderen mit großem Herz. Alle kamen zum Einsatz, brachten sich ein, übernahmen Verantwortung. Wenn es überhaupt etwas zu meckern gab, dann war es der Blick auf die Trikots: Einer (wir haben den Namen „verdrängt“) hatte seines vergessen, musste sich provisorisch behelfen. Das von Dominic Luciano hing zudem nach diversen „Ringkämpfen“ am Kreis bald in Fetzen, musste mit Tape geflickt werden.

Gute Nachricht: Lukas Pütz hat seinen Vertrag bei der HGR um ein Jahr verlängert. Warum hat er sich so viel Zeit gelassen? „Wir haben halt erst jetzt miteinander gesprochen“, sagte der Rechtsaußen und Dienstälteste bei den Remscheidern lächelnd. Dass Michael Heimansfeld seine Laufbahn beenden wird, ist mittlerweile fix. „Er will allerdings hin und wieder zum Training kommen und würde uns im Notfall als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen“, berichtete Geske, der auch Sportlicher Leiter ist. Sonnige Aussichten . . .

HGR-Tore: Hermann (6/1), P. Hinkelmann (5), Jansen (4/2), Pütz, Taymaz (je 3), Heimansfeld, Luciano (je 2), Hertz (1).

Neuverpflichtung

Mit Dominic Jung hat die HGR einen neuen Linkshänder für die kommende Spielzeit verpflichtet. Das Kraftpaket kommt vom Drittligisten SG Menden Sauerland Wölfe, kann auf Halbrechts und auf Rechtsaußen spielen. „Ein physisch starker Mann“, freut sich Tobi Geske auf den Solinger.

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