Interview der Woche

Dantas träumt von einem Doppelaufstieg

Carlos Dantas packt beim SSV Bergisch Born seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen mit an und treibt in einem motivierten Funktionärsteam die Entwicklung voran. Foto: Andreas Bornewasser
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Carlos Dantas packt beim SSV Bergisch Born seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen mit an und treibt in einem motivierten Funktionärsteam die Entwicklung voran.
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Der Sportvorstand des SSV Bergisch Born spricht über die positive Entwicklung bei den Fußballern.

Von Andreas Dach 

Belegt der SSV Bergisch Born in der Fußball-Bezirksliga gerade den Platz, den er auch nach 30 Spieltagen innehaben möchte? Sie sind zurzeit Erster.

Carlos Dantas: Wir würden uns nicht dagegen wehren, wenn am Saisonende der Aufstieg stehen würde. Aber man kann einen Aufstieg nicht erkaufen. Wenn es in dieser Spielzeit nicht funktioniert, greifen wird 2021/2022 wieder an.

Worin sehen Sie den Hauptgrund, weshalb es derzeit so gut läuft?

Dantas: Der Teamgedanke hat bei uns neben dem sportlichen Aspekt eine sehr große Bedeutung. Viele Spieler sind bereits seit Jahren bei uns und identifizieren sich mit dem Verein. Ich denke da zum Beispiel an Ruben Schmitz-Heinen, Marco Koch oder Leo di Donato, um nur drei Akteure zu nennen. Die menschliche Ebene ist uns wichtig und wird von Trainer Sascha Odina auch feinfühlig moderiert. Am Freitag sind wir von einem Sponsor zum Abendessen eingeladen und werden inklusive der Betreuer mit 28 Personen vertreten sein. Das sagt alles.

Gute Charaktere alleine reichen nicht, um erfolgreich zu sein.

Dantas: Das wissen wir. Manchmal ist es ein Nachteil, dass die Jungs auf dem Platz noch zu lieb sind. Aber wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess. Es ist auch zu betonen, dass vor dieser Saison noch einmal einige hervorragende Typen dazugekommen sind. Wir sind auf einem guten Weg.

Was bestimmt auch mit dem Trainergespann zu tun hat?

Dantas: So ist es. Sascha Odina und Domenico Cozza ergänzen sich perfekt. Für Bezirksliga-Verhältnisse ist das ein sehr gutes Duo. Vielleicht ist es auch das Geheimnis, dass die beiden sehr unterschiedlich sind. Sascha ist eher der Vulkan, Domenico der Erfahrene.

Lassen Sie uns auch über die 2. Mannschaft sprechen, die in der Kreisliga A auch einen Traumstart hingelegt hat. Mit drei Siegen und Rang eins.

Dantas: Es ist eine junge Mannschaft mit vielen ehemaligen A-Jugendspielern des SSV. Patrick Grün ist ein sehr ambitionierter Trainer, Felix Arnold sticht aus der Mannschaft heraus. Er hat letztes Jahr auch in der Ersten gespielt, möchte aber unbedingt mit seinen Kumpels in der Zweiten in einem Team sein. Dem zollen wir Tribut. Ein Traum wäre es, wenn beide Teams im Gleichschritt aufsteigen würden. Wie das vor zwei Jahren schon einmal der Fall gewesen ist.

Warum wäre es wichtig, mit zwei Mannschaften höherklassig unterwegs zu sein?

Dantas: Das hat maßgeblich mit unserer Jugend zu tun. Da rückt in der nächsten Zeit jede Menge Qualität nach, wenn ich nur an den 2003er- und den 2005er-Jahrgang denke. Den Jungs muss man eine Perspektive bieten, wenn man sie langfristig an den Verein binden möchte. Es macht sich bezahlt, dass wir uns in den vergangenen Jahren sehr intensiv um den Nachwuchs gekümmert haben und mit Tim Janowski in dem Bereich einen Mann an der Spitze haben, der das sehr gut koordiniert.

In der Qualifikation haben die Jugendteams des SSV gerade wieder geliefert.

Dantas: Das kann ich bestätigen. Die B-Jugend hat es in die Niederrheinliga geschafft, die A- und die-C-Jugend werden in der Bergischen Leistungsklasse spielen. Letztere hat die Niederrheinliga nur wegen eines kassierten Tores in der letzten Spielminute verpasst. Aber man darf auch die jüngeren Altersklassen nicht vergessen. Auch in diesem Bereich werden wir weiter geduldig unseren Job machen.

Wie wichtig war der Kunstrasen, der vor einigen Jahren in Born entstanden ist?

Dantas: Er hat uns Stabilität verliehen. Aber gewachsen sind wir schon zu Aschenplatzzeiten. Mittlerweile haben wir rund 20 Mannschaften.

Und wie geht es Ihrem Sohn Luca, der ja auch ein sehr guter Fußballer ist?

Dantas: Er hat verletzungstechnisch ein Seuchenjahr hinter sich und ist vom VfL Bochum zum Wuppertaler SV gewechselt. Dort spielt er gemeinsam mit Marvin Brüggehoff, ebenfalls Ex-Borner, in der A-Jugend-Bundesliga.

Zur Person

Carlos Dantas wurde am 28. April 1971 in Wermelskirchen geboren. Mit Ehefrau Claudia hat er drei Kinder: Laura (21) und die Zwillinge Luca und Theresa (17). Der selbstständige Unternehmer im Bereich Antriebstechnik in Hückeswagen hat selbst in der Jugend von TuRU Wermelskirchen Fußball gespielt. Mittlerweile ist er Geschäftsführer (Sportvorstand) beim SSV Bergisch Born, bei dem er seit 2009 Funktionärstätigkeiten bekleidet.

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