Nachruf

Dagdas´ Tod schockt die bergische Fußballszene

Als Fußballer des SV 09 trug Dagdas die Haare einst länger. Foto: RGA
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Als Fußballer des SV 09 trug Dagdas die Haare einst länger.
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Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich am Wochenende wie ein Lauffeuer, begünstigt durch die Sozialen Netzwerke.

Von Andreas Dach

Wo immer man auch erfuhr, dass Özcan Dagdas am frühen Samstagmorgen im Alter von nur 45 Jahren gestorben ist, machte sich die pure Fassungslosigkeit breit. Der einstige Klassefußballer erlitt einen Herzinfarkt.

Klar, dass gerade in der bergischen Sportszene eine große Trauer herrscht. Hat Dagdas doch in seiner aktiven Fußballerzeit über viele Jahre seine Klasse nachgewiesen. Als wuseliger und schneller Stürmer, der immer wusste, wo das gegnerische Tor stand. Später dann, im Herbst seiner Karriere, wurde er auch gerne als Libero eingesetzt. Weil er ein gutes Stellungsspiel hatte – in Verbindung mit einer sehr formidablen Ballbeherrschung.

Im Kreis Remscheid war Özcan Dagdas unter anderem für den SV 09 Wermelskirchen aktiv, später auch für Türkgücü Remscheid. Sein fußballerisches Vermögen brachte ihn bis hoch in die Regionalliga, wo er Mitte der 90er-Jahre unter anderem für den Wuppertaler SV und die Spvg. Erkenschwick spielte. Überall stand er seinen Mann, wurde von Trainern, Teamkollegen und Fans geschätzt.

Als Geschäftsmann setzte Dagdas zuletzt auf Masken.

Zuletzt war Özcan Dagdas vor allem wegen seines Unternehmergeistes bewundert worden. Mit der Eröffnung eines Fachgeschäfts für Polizei-, Feuerwehr-, Military- und Outdoorbekleidung („dp Dagdas Projekts“) Anfang 2019 auf der unteren Alleestraße hatte der 45-Jährige viel Mut und ein großes Herz für Remscheid gezeigt. Zuletzt – in Coronazeiten – wurde sein Geschäft vornehmlich vom Maskenverkauf (FFP2, Mund-Nasen-Schutz) bestimmt. Dagdas hatte ein gutes Näschen bewiesen und im Februar und März 2020 aufgekauft, was der Markt hergab.

Nun ist er völlig überraschend und viel zu früh gestorben, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Auch wir in der RGA-Redaktion werden Özcan Dagdas nicht vergessen.

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