Handball

Corona weckt zusätzlichen Ehrgeiz

Unter anderem mit den Neuzugängen Sharon Hulin (3.v.l.), Michelle Mittelmann (5.v.l.), Christiane Ackermann (6.v.l.) und Nicole Ahrens (8.v.l.) hat Rade/Herbeck in der Vorbereitung Fahrt aufgenommen. Foto: HSG
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Unter anderem mit den Neuzugängen Sharon Hulin (3.v.l.), Michelle Mittelmann (5.v.l.), Christiane Ackermann (6.v.l.) und Nicole Ahrens (8.v.l.) hat Rade/Herbeck in der Vorbereitung Fahrt aufgenommen.
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Verbandsliga-Handballerinnen nehmen sich für die neue Saison eine Menge vor.

Von Fabian Herzog

Mit dem wegen des coronabedingten Abbruchs der Verbandsligasaison verpassten Aufstieg haben sie sich abgefunden. Gezwungenermaßen und mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch mussten die Handballerinnen der HSG Rade/Herbeck dem Bergischen HC den Vortritt lassen. Doch jetzt nehmen sie einen neuen Anlauf. „Wir peilen den Aufstieg an“, unterstreicht Trainer Marcello Halbach die Ambitionen des inoffiziellen Vizemeisters der Vorsaison. „Es wäre ja Quatsch, wenn ich jetzt sagen würde, wir wollen die Liga halten.“

Um diesmal nichts dem Zufall zu überlassen, hat sich die HSG noch einmal enorm verstärkt und gleich sechs Spielerinnen vom bisherigen Oberligisten TV Beyeröhde II in die Bergstadt gelotst. Jessica Mittelmann, Michelle Mittelmann, Christiane Ackermann, Nicole Ahrens, Sharon Hulin und Annika Konopka haben die zur neuen Saison aufgelösten Zweitvertretung des Zweitligisten verlassen. Demgegenüber steht bei Rade/Herbeck nur ein Abgang: Sarah Hackmann, die zweite Torhüterin, hat aufgehört.

In der Vorbereitung deutete sich bereits an, dass die Zusammenstellung des Kaders gut funktionieren könnte. „Menschlich passt es zu 100 Prozent“, sagt Halbach, der davon angetan ist, dass nach den Einheiten noch lange zusammengesessen wird. Spielerisch, speziell beim Timing, liege allerdings noch einiges „im Argen“, findet der Coach.

Dass der ersehnte Oberliga-Aufstieg aber kein Selbstläufer wird, davon ist nicht nur Halbach überzeugt. Er schätzt vor allem zwei Konkurrenten stark ein: „Ratingen ist nicht ohne. Und auch Wipperfürth spielt keinen schlechten Ball.“ Auch den Niederbergischen HC dürfe man nicht unterschätzen.

Um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, absolvierte die HSG zuletzt ein Trainingslager in heimischer Halle und bislang drei Testspiele. Gegen Regionalligist Adler Haan unterlag man ebenso mit einem Treffer wie gegen Oberligist Strombach. Gegen die Panther, ebenfalls eine Liga höher unterwegs, sprang ein 20:20 heraus.

WTV: Mit minimal verändertem Kader zur maximalen Steigerung

Viel getestet haben auch schon die Handballerinnen des Wermelskirchener TV (vormals HCW). „Trotzdem weiß ich überhaupt nicht, wo wir stehen“, sagt Trainer Marc Egger, der sich deshalb auch schwer tut, eine Prognose oder gar ein Ziel zu formulieren. „Wir haben etwas gutzumachen“, macht er deutlich, dass der elfte Platz der Abbruch-Saison nicht nach seinem Geschmack war. Wobei Egger auch meint: „Corona hat das Bild etwas verzerrt. Zum Ende hin hatten wir einen guten Lauf.“

Dies wollen die Wermelskirchenerinnen in der am 29. August beginnenden Saison unter Beweis stellen. Mit einem Kader, der sich nur minimal verändert hat. Sina Fuchs, die bei einem Mannschaftsabend vor kurzem nachträglich verabschiedet wurde, hat aufgehört. Torhüterin Marina Ertingshausen tritt kürzer. Neu sind mit Michelle Ziermann und Tjorven Sachser zwei junge Spielerinnen aus der Dritten, die Egger und sein Co-Trainer Tim Micus entwickeln wollen. Einziger externer Neuzugang ist Lilli Rath, die vom Oberligisten HSV Gräfrath II kommt. „Sie ist flexibel im Rückraum einsetzbar und wird uns weiterhelfen“, sagt Egger. „Davon bin ich überzeugt.“

Auch dank ihrer Verpflichtung können die WTV-Frauen den Saisonstart am Wochenende kaum erwarten. Egger: „Trotz aller Umstände sind wir voller Vorfreude aufs erste Spiel.“ Schon Anfang Juni hatte er seine Mannschaft wieder um sich versammelt, um am Sportplatz oder im Eschbachtal zu trainieren. Auch zuvor war Improvisation gefragt, als Corona den direkten Kontakt verhinderte. Da zeichnete sich Micus aus, der bei einem Video-Teamabend mit einem riesigen Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel für eine Menge Spaß sorgte.

Den wollen die Wermelskirchenerinnen auch während der Saison haben. Und dabei den einen oder anderen stärkeren Gegner nach Kräften ärgern.

Startprogramm

Am Samstag wird´s erstmals wieder ernst. Jeweils um 17 Uhr kämpfen HSG Rade/Herbeck und der Wermelskirchener TV um die ersten Punkte der Saison 2020/21. Die HSG empfängt in der Hermannstraße Wülfrath II, der WTV gastiert beim Erzrivalen WMTV Solingen.

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