Sportlich

Corona sorgt für ganz kuriose Szenen

Während der Pause ging es für die Handballerinnen der HSG Rade/Herbeck (mit Joelina Plott und Nicole Ahrens, v.l.) nicht in die Kabine, sondern in eine Ecke der Halle Hermannstraße. Foto: Michael Sieber
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Während der Pause ging es für die Handballerinnen der HSG Rade/Herbeck (mit Joelina Plott und Nicole Ahrens, v.l.) nicht in die Kabine, sondern in eine Ecke der Halle Hermannstraße.

Zwei Themen haben die bergischen Sportfans an diesem Wochenende besonders bewegt.

Von Andreas Dach

Der Start in die Handball-Saison unter Corona-Bedingungen und der Fußball-Kreispokal mit seinen Finals. Zwei Themen haben die Sportfans an diesem Wochenende besonders bewegt. Wir geben Antworten auf brennende Fragen.

Wie war der Start für die Handballer unter den ganz besonderen Hygienebestimmungen?

Nun, wirklich durchsteigen tut niemand. Weil eben die Regeln von Stadt zu Stadt und Landkreis zu Landkreis unterschiedlich sind. Mal wird mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern gespielt, mal ganz ohne Fans. Mal dürfen sich die Spieler in der Kabine umkleiden, mal müssen sie das vor der Halle oder im Auto machen. Da fehlt eine klare, eine einheitliche Linie.

Gibt es Gewinner, gibt es Verlierer?

Gewonnen hat alleine der reine Sport. Weil er endlich wieder stattfindet und es zum Vergleich unter Wettkampfbedingungen kommt. Das alleine ist positiv und sorgt in einer langwährenden Zeit der Tristesse für etwas Aufwind. Wer sich aber ein wenig auskennt, weiß um die Not der Vereine. Um zu überleben, brauchen sie nicht alleine Punkte und Tore. Da hängt, längst auch bei den Amateuren, viel, viel mehr dran. Jeder Cent, der über Eintrittsgelder akquiriert wird, ist von Bedeutung. Kein Catering anbieten zu können, macht das alles auch nicht leichter. Und das sind nur zwei Beispiele.

Wie sah es am Wochenende konkret in den Hallen aus? Beispielsweise beim Heimspieltag der HSG Radevormwald/Herbeck?

Es ist schon kurios. Die Spielerinnen beziehungsweise Spieler werden vom Schiedsrichter zuvor instruiert, sich nicht zur Begrüßung an der Mittellinie gegenüberzustehen und sich abzuklatschen. Sicherheit geht vor. Gleichzeitig aber kommt man sich schon wenig später bei Zweikämpfen fast schon so nah wie sonst nur dem oder der Liebsten daheim. Was unwirklich rüberkommt. Oder man denke an die Halbzeitpause. Da hocken sich die Mannschaften in die gegenüberliegende Hallenecke und halten ihre Besprechung ab.

Kommen wir zum Fußball. Wie waren die Rahmenbedingungen bei den beiden Finals im Röntgen-Stadion und auf der Kuno-Hendrichs-Anlage?

Alle Beteiligten haben gute Arbeit geleistet und zu einem – entsprechend der coronabedingten Möglichkeiten – vernünftigen Ablauf beigetragen. Und doch gab es auch in Remscheid und Burscheid wieder unterschiedliche Spontanfeier-Möglichkeiten. Während der SV 09/35 nach seinem Erfolg gegen Rade mit Schampus-Fontänen aufwartete, gab es in Hilgen Alkoholverbot.

Wie sind die Erfolge zu bewerten?

Der SV 09/35 hat sich den Cup völlig verdient und eine fantastische Pokalsaison gespielt. Das gibt Schwung für die Meisterschaft in der Landesliga. Wer den Glanz in den Augen der Offiziellen gesehen hat, weiß, was den Wermelskirchenern dieser Triumph bedeutet. Sich mit jedem Sieg mehr aus dem Windschatten des Kreisrivalen FC Remscheid zu befreien, ist Balsam für die Fußballseele. Hilgens Frauen haben trotz einiger personeller Verluste bestätigt, dass sie die Nummer eins im Kreis sind und bleiben wollen. Grundsätzlich hat es der Frauen-Fußball – nicht nur bei uns – derzeit sehr schwer.

Der SV 09/35 feiert

Die Fußballer des SV 09/35 zelebrierten die Feierlichkeiten nach dem Pokalsieg mit einem ausgelassenen Abend im „Goldkind“ in Wermelskirchen. „Einige haben sich sogar extra Urlaub am Montag genommen“, berichtete Trainer Sebastian Pichura. Und der Wunschgegner für den Niederrheinpokal? Pichura: „Wir hätten gerne ein Heimspiel!“

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