Fußball

Unabsteigbare Rader schlagen wieder zu

SC 08 Rade
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Der SC 08 Rade feierte den Klassenerhalt.
  • Fabian Herzog
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  • Andreas Dach
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Letzter Spieltag in der Fußball-Bezirksliga: Das waren die Partien.

VfB Marathon – SC 08 Radevormwald 2:4 (2:1). Diese Rader sind verrückt! Im Entscheidungs-Showdown in Reinshagen lagen sie durch Tore von Patrick Sadowski (5.) und Chris Stumpf (13.) schnell 0:2 zurück und schienen doch noch absteigen zu müssen, während sich der VfB endgültig rettete. Doch einmal mehr stand Nullacht wieder auf, drehte die Partie durch Treffer von Arik Harnischmacher (38.), einem Eigentor von Erik August (55.), Fynn Schneider (70., nach einem Abschlag von Keeper Yannik Prahl) und Titus Hoffmann (75., nach Vorlage des eingewechselten Co-Trainers Yannik Korselt) und feierte ausgelassen den Klassenerhalt. „Wir geben eben nie auf“, jubelte Torschütze Schneider.

Auch sein Trainer war natürlich happy. Er hatte in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie an sich glauben soll“, berichtete Zdenko Kosanovic. Genau dieser Glaube versetzte Berge und zwang einen mental irgendwann nicht mehr dagegen halten könnenden Gegner in die Knie. „Das ist so extrem bitter“, sagte VfB-Trainer Dominik Müller, der aber auch den Gegner lobte: „Rade hat Moral bewiesen.“ Sein Keeper Nico Tauschel meinte: „Wir haben einen toten Gegner wiederbelebt.“

SC Ayyildiz – SV Union Velbert 3:5 (0:2). Eine Halbzeit lang sah nichts nach Schützenhilfe für Marathon und Rade aus – der SCA enttäuschte maßlos, kassierte kurz nach der Pause auch noch den dritten Treffer (52.). Dann drehte der Gastgeber, der vor der Partie den scheidendenden Trainern Erdal Demir und Fazli Kursuncu mit Blumen für ihren Einsatz gedankt hatte, auf und schaffte durch den Zweifach-Torschützen Bedri Mehmeti (63./83.) sowie Osman Öztürk (90.) fast noch den Ausgleich.

Mit der letzten Aktion der Partie sicherte sich Velbert mit einem höchst umstrittenen Treffer endgültig den Sieg. Vorausgegangen waren erst ein Foulspiel, dann eine Abseitsposition. Schade für Torhüter Onur Topal, der seine Laufbahn beendet und trotz schwerwiegender Knieverletzung sein Abschiedsspiel bestritt. Ein möglicher Nachfolger könnte Martin Klafflsberger (1. FC Wülfrath) sein, der sich die Partie anschaute. Als Spieler wird wohl Moussa Touré (FCR) hinzukommen. Auch er war am Honsberg unter den Zuschauern. Den Verein verlassen wird Hakan Türkmen, der vor einem Wechsel zu Landesliga-Aufsteiger DV Solingen stehen soll.

Sportgericht

Laut der aktuellen Tabelle hat auch der VfB Marathon wegen des gewonnenen direkten Vergleichs mit dem SV Union Velbert die Klasse gehalten. Aber dieser hat noch einen Einspruch laufen, der in dieser Woche vor dem Verbandssportgericht verhandelt werden soll. Dazu auch der Einwurf von Andreas Dach: Das ist eine Zumutung.

SSV Bergisch Born – TSV Ronsdorf 3:2 (1:1). Für den erkrankten Trainer Tim Janowski feierte Gennaro Buonocoro einen erfolgreichen Trainereinstand beim SSV. Er war noch bis vor einer Woche Coach der A-Jugend in Ronsdorf, fungiert künftig als Co-Trainer der Borner. „Als Ex-Ronsdorfer ist das natürlich ein besonders schönes Gefühl“, sagte er glücklich. Zweimal ging der Gastgeber in Führung, durch Nick Salpetro zum 1:0 (10.) und Leo Di Donato zum 2:1 (50.). Zweimal glichen die Wuppertaler aus. Auf den entscheidenden Treffer von Anis Geus (85.) hatten sie dann keine Antwort mehr.

Dabringhauser TV – TSV Eller 1:1 (0:0). Mit der letzten Aktion des Spiels glichen die Gäste aus. Nicht unverdient angesichts des Dauerdrucks in der Schlussphase der Partie. So gab DTV-Trainer Patrick Grün zu: „Das ging schon in Ordnung, weil Eller mehr vom Spiel hatte.“ Trotzdem machte seine Mannschaft vieles gut, zeigte zum Saisonfinale noch einmal eine sehr couragierte Leistung. Dafür belohnte man sich nach 66 Minuten, als Ahmed Öztürk das 1:0 gelang. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für Eller. Und dem späten Tor.

HSV Langenfeld – SSV Dhünn 3:0 (1:0). Der SSV verkaufte sich ordentlich. Letztlich war gegen Langenfelds Torjäger Robin Schnadt, der in der neuen Saison zum Oberligisten 1. FC Monheim wechselt, aber kein Kraut gewachsen. Der Mittelstürmer traf zu Beginn beider Hälften (5./53.), kurz vor dem Ende fiel dann die Entscheidung. Mal nicht durch Schnadt. SSV-Trainer Kristian Fischer zeigte sich in seinem Abschiedsspiel nicht unzufrieden: „Wir haben uns gut verkauft.“ Timo Schwebke und Robin Eisenkopf hatten sogar die Chance zu verkürzen. Im Tor stand Feldspieler Robin-Dag Bührmann, parierte mehrfach glänzend.

Lesen Sie auch: Panther-Frauen: Trainerfrage ist geklärt

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