Handball

Coach packt den Schraubendreher aus

Bei Achim Jansen besteht zumindest Hoffnung auf einen Einsatz im HGR-Trikot.
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Bei Achim Jansen besteht zumindest Hoffnung auf einen Einsatz im HGR-Trikot.
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Panther in der 3. Liga am Sonntag am Schwanen – Regionalligist HGR am Samstag in Neuenkamp.

Von Peter Kuhlendahl

3. Liga: Bergische Panther – TuS Nettelstedt-Lübbecke II (So., 17 Uhr, Schwanen). Der letzte Auftritt der Panther in der Schwanen-Halle in Wermelskirchen vor genau einem Monat war trotz der Niederlage gegen Emsdetten ein echtes Handballfest vor über 700 Zuschauern. So viele werden sich am Sonntag zwar vielleicht nicht auf den Weg in die Halle machen. Aber die, die kommen, dürfen sich wieder auf eine spannende Partie auf hochklassigem Niveau freuen.

„Es werden zwei Teams auf Augenhöhe aufeinandertreffen“, glaubt Panther-Trainer Marcel Mutz, der allerdings einräumt, dass seine Schützlinge aufgrund des zuletzt sehr positiven Laufs ein wenig in der Favoritenrolle seien. Mehr aber auch nicht. Obwohl die Gastgeber aktuell auf einem fast schon sensationellen dritten Rang stehen, während die Gäste tief im Abstiegskampf stecken.

Was Mutz angesichts des Personals, das die Westfalen in ihren Reihen haben, aber eher wundert. Stellvertretend seien hier Marko Bagaric und Sören Südmeier genannt. Der gebürtige Kroate Bagaric hat sieben Jahre in Katar gespielt, war mit der katarischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro im Einsatz und ist ein Jahr später zum Bundesligisten nach Lübbecke gewechselt. Südmeier hat für Minden in der 1. Liga gespielt und ist in der vergangenen Saison mit dem ASV Hamm in die Bundesliga aufgestiegen.

Für die Panther allerdings kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Im Gegenteil: Nach drei Siegen in Folge ist die Brust breit. Und in den letzten beiden Spielen in diesem Kalenderjahr soll die Serie ausgebaut werden, um die Weihnachtstage auf dem dritten Platz zu verbringen.

Dass sich keiner auf den jüngsten Erfolgen ausruht, ist derweil eine weitere Aufgabe des Trainers. „Ich agiere dabei auch ein wenig als Mechaniker, damit keiner für sich die Bremse angezogen hat“, berichtet Mutz mit einem Augenzwinkern, der aus personeller Sicht auf den gleichen Kader wie beim 25:20-Auswärtssieg am vergangenen Samstag in Opladen setzen kann.

Drei Panther – ein Ziel: Henning Padeken, Justus Ueberholz und Max Weiß (v.l.) wollen in der 3. Liga mit ihrem Team auf dem dritten Platz in die Weihnachtspause gehen. Dafür sind noch zwei Siege notwendig.

Regionalliga: HG Remscheid – HSG Refrath/Hand (Sa., 18 Uhr, Neuenkamp). Die Zuschauer der HGR müssen sich bei den Heimspielen scheinbar immer wieder auf unterschiedliche Anwurfzeiten einstellen. Warum dies so ist, weiß auch Coach Alexander Zapf nicht. An der Weihnachtsfeier der Mannschaft, die im Anschluss folgt, würde es nicht liegen. „Allerdings habe ich in der Vergangenheit mit Spielen vor den Feierlichkeiten wenig gute Erfahrung gemacht“, sagt Zapf, der hofft, dass dies am Samstag anders ist. Denn mit einem Sieg im Rücken würde die weihnachtliche Sause unbeschwerter sein.

Allerdings könnte der Aufsteiger aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis der Partycrasher werden. Obwohl die Gäste, die in Bergisch Gladbach zu Hause sind, nur eine kurze Anreise haben, hat sie hier keiner bisher auf der Rechnung gehabt, da sie dem Handball-Verband Mittelrhein angehören. „Sie sind ein eingespieltes Team, das im positiven Sinne wie ein verschworener Haufen daherkommt“, weiß Zapf. Entsprechend rangiere der Aufsteiger im sicheren Mittelfeld der Tabelle. Der Klassenerhalt ist kein Thema.

Derweil war die Trainingswoche bei den Remscheidern wie immer: relativ übersichtlich. „Aber daran wird sich wohl nie etwas ändern“, sagt Zapf mit einem Augenzwinkern. Leicht erkrankte und auch angeschlagenen Akteure fehlten. Die Chance, dass Achim Jansen am Samstag zum Einsatz kommt, liegt bei 50:50. Besser sieht es bei Dominik Jung, Dominic Luciano und Pascal Hermann aus.

Sebastian Schön ist übrigens mittlerweile operiert worden. Der Kreisläufer und Abwehrspezialist hat sich bei der rüden Attacke im Pokalspiel in Ratingen das vordere und hintere Kreuzband sowie den Außenmeniskus gerissen.

Jahresabschluss

Im letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr in der Handball-Regionalliga gibt es von der HG Remscheid noch ein kleines Dankeschön für die Fans und Freunde. Für die Partie an diesem Samstagabend gegen die HSG Refrath/Hand in der Sporthalle Neuenkamp, die um 18 Uhr angepfiffen wird, müssen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre keinen Eintritt bezahlen. Für die Erwachsenen wird der Preis für ein Ticket an der Tageskasse halbiert. 

Ausblick: Sowohl die Bergischen Panther als auch die HGR müssen in ihren letzten Spielen des Kalenderjahres auswärts antreten. Die Panther sind am Samstagabend, 17. Dezember, in der 3. Liga um 19.30 Uhr bei der SG Schalksmühle/Halver zu Gast. Derweil steht die HGR nicht nur wegen des Termins am Sonntag, 18. Dezember, vor einer unangenehmen Aufgabe. Um 17.30 Uhr steigt in Ratingen die Partie beim Tabellenführer interaktiv.

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