Nachruf

Claus Rodeck stirbt mit nur 73 Jahren

Claus Rodeck stirbt im dänischen Bornholm mit 73 Jahren.
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Claus Rodeck stirbt im dänischen Bornholm mit 73 Jahren.
  • Andreas Dach
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Nachruf: Er war lange FCR-Funktionär

Claus Rodeck ist tot. Der langjährige 2. Vorsitzende, Geschäftsführer, Betreuer und Zeugwart des BVL 08 beziehungsweise des FC Remscheid ist im Alter von nur 73 Jahren in seiner Wahlheimat auf Bornholm (Dänemark) plötzlich gestorben. Eine Nachricht, die sich im Bergischen (Fußball-)Land wie ein Lauffeuer verbreitete und für Trauer und Nachdenklichkeit sorgte.

Der Name Rodeck gehört(e) unweigerlich zum Sport in Remscheid. Vor allem im Röntgen-Stadion. Sein Vater Horst war dort als Platzwart – damals hieß es noch Stadion Lennep – tätig gewesen und hatte die Liebe zum Fußballsport und allem, was damit zusammenhängt, auf seinen Sohn Claus übertragen.

Der hat nie die Verantwortung gescheut und geholfen, wenn es nötig war. In unterschiedlichsten Funktionen, dabei mit einem großen Herz versehen. Man musste halt den Weg dorthin finden, wenn man ihn zum Freund haben wollte. Dann war es ein wunderbares Miteinander, dann hatte man ihn fest an seiner Seite.

Rodeck, im „richtigen Leben“ gut 40 Jahre bei der Stadt Remscheid tätig, war manchmal entwaffnend ehrlich. Er hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, konnte auch schon mal den Sarkasmus auf seine Kommunikationsschiene heben. Damit musste man umzugehen wissen. Nicht jeder konnte das. Claus Rodeck ging konsequent seinen Weg. Selbstdarsteller mochte er nicht. Lieber versammelte er wenige echte Freunde um sich.

Mit seiner zweiten Ehefrau Gisela und seiner mittlerweile verstorbenen Mutter Dorothea hatte er sich seinen Lebenstraum erfüllt, war im Jahr 2011 nach Bornholm übergesiedelt und dort auf einen Bauernhof gezogen. Er hatte die Insel durch viele Urlaube kennen und lieben gelernt, sich dort schnell integriert, die Sprache gelernt. So war es ihm möglich, in der Hauptsaison als Fremdenführer tätig zu sein.

Die schönsten Momente waren für ihn, wenn die Familie zu Besuch war. Sohn Torsten mit seinen Lieben aus Remscheid und Tochter Sonja mit Mann und Kindern aus Schleswig – die Sommerzeit war fest für die eingeplant, die ihm alles bedeuteten. Jahr für Jahr. Das war immer ein fröhliches Spektakel auf dem Hof. Mit Lachen, mit Verbundenheit, mit Stunden der Gemeinsamkeit.

Jetzt ist Rodeck aus dem Leben gerissen worden. Einfach so. Unerwartet. In einem Moment als gerade wieder ein Teil der Familie vor Ort war. Auch wir im RGA-Sport wurden von der Nachricht seines Todes bis ins Mark getroffen, war Claus Rodeck doch auch einige Jahre als freier Mitarbeiter für uns tätig. Immer verlässlich, stets mit einem guten sportlichen Fachwissen versehen. Er ging raus auf die Plätze, hatte nie Schwierigkeiten, Kontakte aufzunehmen. Man mochte ihn. So wie er war.

Du wirst sehr fehlen, Claus. Deinen Herzensmenschen sowieso. Aber auch uns. Danke für die gemeinsame Zeit, die wir hatten.

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